Dienstag, November 30, 2021
Follow Us
Satire

Dank Conchita Wurst beweist Österreich, wie tolerant es ist.

Satire

Almvermessung, Pestizide, Förderchaos: Österreichs tüchtige Bauernschaft gerät samt ihrem ­wackeren ­Minister in schiefes Licht. Zeit für eine Richtigstellung.

Von Rainer Sigl

Satire

Wer im Business Höchstleistung bringen soll, muss seine Mitte finden – die Philosophien des Fernen Ostens helfen uns dabei.

Satire

Wenn nach dem Fall des Bankgeheimnisses der gierige Staat bald in alle Sparstrümpfe schauen kann, sind Alternativen gefragt.

Ein Beratungsgespräch mit Rainer Sigl.

Satire

Nur Krämerseelen wollen immer alles ganz genau wissen - und i-Tüpferlreiterei ist eines  großen Geistes unwürdig.

Satire

Wohnraum wird immer rarer, die Suche nach Lebensraum immer aufwendiger. Und irgendwann stellt sich die Frage: Lebst du noch oder wohnst du schon? Ein Besichtigungstermin mit Rainer Sigl.

Satire

Wenn Leistungsträger hinter Gitter müssen, ist das ein Jammer für alle.

Satire

Vorhersagen sind schwierig – besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. Trotzdem: Hier ein Blick in die Kristallkugel von Rainer Sigl.

Satire

Die gute Nachricht: Mit der Wirtschaft geht’s 2014 bergauf. Die schlechte: mit dem Planeten nicht unbedingt.

Satire

 

Weil: Es schlecht aus mit der crisis. Mit dem Euro. Mit der EU. Mit den Griechen, den Portugiesen und oullen aunderen, die sich dou mit meinen Steuergeldern sanieren woullen. Und deshalb nehm ich die Soche jetzt sölber in die Haund, ... Frischer Wind im Land kann ja nicht schaden, noch dazu, wenn er aus kühlen transatlantischen Tundren zu uns herübergeweht kommt. Ein Interview mit Rainer Sigl.

Satire

Die Milliardenstrafen wegen ein paar harmloser Wechselkursmanipulationen sind nur ein kleiner Rückschlag für wahre Bankenprofis.

Satire

schon bemerkt? Die Werbepause bereitet uns auf den Crash vor.Die Anzeichen für die Apokalypse sind da – denn Werbung lügt nicht.

 

Von Rainer Sigl

Satire

Kleinere Unregelmäßigkeiten im Staatsbudget können jedem mal ­passieren. Wichtig ist, dass man was dagegen unternimmt.

Satire

reich, aber arm. Reich sein ist auch kein Vergnügen.Enteignung, Entrechtung, Neiddebatten: In Zeiten wie diesen hat man’s schwer, zum vielgeschmähten einen Prozent der Superreichen zu gehören.

Eine Richtigstellung von Rainer Sigl.

Satire

"Hiermit bestreite ich aufs Schärfste, in Abrede gestellt zu haben, unwissentlich die Wahrheit verbreitet zu haben." Ein aufklärerischer Beitrag zur politischen Kommunikationskultur von Rainer Sigl.

Satire

Autoerotik: Scharfe Kurven, schlanke Silhouette, pulsierende Kolben - mein Fetisch hat 250 PS.Der Sommer ist da, die Natur erblüht, die Weite lockt: Jetzt ist genau die richtige Zeit, um der Liebe zum Leben freie Fahrt zu lassen. Am besten mit viel PS.

Von Rainer Sigl.

Satire

Einer muss wohl oder übel ausharren, wenn alle auf Urlaub sind.

Satire

Wer braucht all den Luxus, wozu all der Ballast?  – Jetzt ist genau die richtige Zeit, sich von vielem zu verabschieden. Ein Plädoyer von Rainer Sigl.

Satire

Totalüberwachung, ja bitte! Wer sich in diesen gefährlichen Zeiten seines Lebens sicher sein will, muss bei ein paar verstaubten Bürgerrechten ein Auge zudrücken.

Ein Plädoyer von Rainer Sigl.

Satire

Wie gesagt: Alles, alles bleibt Spekulation – vielleicht wird die Öffentlichkeit nie die ganze Wahrheit über die Entstehung dieses legistischen Meisterwerks erfahren.Das Sparpaket ist fertig –  doch was geschah wirklich hinter verschlossenen Türen? Dunkles Gemunkle und völlig haltlose Spekulationen von Rainer Sigl.

Die Entstehungsgeschichte des kürzlich voll Stolz präsentierten Sparpakets liegt weitgehend im Dunklen der Politgeschichte dieses an dunklen Hinterzimmern nicht armen Landes. Dass ein Drittel des mit treuherzigem Blick und metaphorischem Schwanzwedeln in Richtung Ratingagenturen emporgerecktem Pakets auf einer herzerwärmenden Mischung von kindlich-optimistischer Naivität und festem Daumendrücken beruht, mag von den ewig raunzenden Berufsverhinderern und Oppositionsgesocks als kleiner Schönheitsfehler betrachtet werden. Tatsache bleibt jedoch, dass die zwei großen Machtblöcke im Lande, die mit wenigen schmachvollen Seitensprüngen seit Generationen in ähnlich brutal-zärtlicher Umklammerung aneinander haften wie so manches Pensionistenehepaar, es tatsächlich geschafft haben, ihre Arbeit zu erledigen, für die sie vom braven Volk, das auf seine hehren Steuermänner voll Stolz hinanblickt, auch bezahlt wird. Das ist doch mal was!

Dabei hatte es zu Beginn der Verhandlungen gar nicht gut ausgesehen: zu verhärtet die Fronten, zu vergiftet die Atmosphäre, zu verhasst der Koalitionsgegner. Doch in einem Akt zähneknirschender Vernunft hatte man sich völlig unbestätigten Gerüchten zufolge darauf geeinigt, zur Abwechslung die traditionell üblichen erbitterten Schlammschlachten samt den rituell dazugehörigen Fluchformeln (»Leistungsvernichter!«, »Millionärsbüttel!« etc etc) sowie diversen Empörungs- und Schmollfloskeln in einer ausgelagerten Arbeitsgruppe im untersten, nur von Eingeweihten von außen aufschließbaren Verlies des Zwölf-Apostel-Kellers stattfinden zu lassen; dem Vernehmen nach kehrten die Teilnehmer dieses emotionalen Ausschusses erst gestern, zwei Woche nach Präsentation der inzwischen finalisierten Sparpläne, bleich und zittrig aus diesem Gremium zurück; mit schlechten Nachrichten, wie zu erfahren war.

Doch auch in den Arbeitsgruppen zu ebener Erde herrschte völlig unbestätigten, aber plausibel klingenden Gerüchten zufolge lange dicke Luft. Die Taktik, mit Maximalforderungen an die Sache heranzugehen, um dann mit Kernerfolgen vom Tisch aufzustehen, trieb auf beiden Seiten seltsame Blüten; so etwa im kolportierten Vorschlag des Finanzministeriums, pauschal sämtlichen Haushalten unter 40.000 Euro Jahreseinkommen wegen »verdächtiger Minderleistung« und »Owezahrens« zur Motivationssteigerung Kinderbeihilfen und Sozialgelder zu streichen. Trotz wortreicher Verweise auf die christlich-demokratischen Wurzeln dieses gutgemeinten Anreizes zu mehr Leistung (»Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen«) wurde dieser Entwurf schnell zu den Akten gelegt, wofür im Gegenzug die von der Gegenseite erhobene »Bourgeoisie-Steuer« begraben wurde, die zugegeben treffsicher Presse-Abonnenten, regelmäßigen Sonntagskirchgängern und Trachtenvereinsmitgliedern eine zusätzliche Steuerlast in Höhe von 20 Prozent beschert hätte. Auch die zugleich damit von Sozialdemokraten in die Diskussion eingebrachte erhöhte Gummistiefel-, Traktoren- und Hofratswitwenbesteuerung wurde aufgegeben, was im Tauschhandel dafür die konservative Forderung nach sofortiger Zwangsauflösung der »teuren« Gewerkschaften zu Fall brachte.

Wie von unseriösen Quellen berichtet, war angesichts dieser Grabenkämpfe der letztliche »Erfolg« in der Erstellung des Sparpakets lange Zeit ungewiss; und tatsächlich habe man sich erst in der allerletzten Sekunde, mit blank liegenden Nerven, eingefrorenen Gesichtern und aufgestellten Nackenhaaren, auf die Konturen des dann beschlossenen Pakets geeinigt, das absolut unbestätigten Gerüchten zufolge während der Kaffeepausen von zwei ahnungslosen, von den langanhaltenden Konfrontationsrunden ermüdeten Praktikanten der beiden Parteien zum Spaß auf einer Serviette im Raucherkammerl des Finanzministeriums zusammengeschludert worden war. »Wir ham gewettet, wos ois Minimum rauskummt«, gibt einer der beiden heimlichen Architekten des Pakets, Hari W. (Name von der Redaktion frei erfunden) angeblich zu Protokoll. Als die Spitzenfunktionäre am letzten Abend schweißgebadet und mutlos die Arena verlassen hätten, wäre man auf die beiden und ihr Projekt aufmerksam geworden – gerade noch rechtzeitig

Wie gesagt: Alles, alles bleibt Spekulation – vielleicht wird die Öffentlichkeit nie die ganze Wahrheit über die Entstehung dieses legistischen Meisterwerks erfahren. Nu eines aber steht mit Sicherheit fest: Den größten Anteil am endgültigen Gelingen des Kraftakts hatte mit Sicherheit Fritz Neugebauer. Der war bekanntlich zur Zeit der Entstehung auf Schiurlaub. Wir finden: Das war nett von ihm.

Log in or Sign up