Mittwoch, Jänner 22, 2025
Best of: IT und OT kombiniert
(Titelbild: iStock)

Der Schutz von Menschen, Tieren und Infrastruktur im urbanen Raum und am offenen Meer: Aktuelle Vorzeigeprojekte für die wertvolle Verknüpfung von Sensorik und Datenanalysen in der Cloud.

T-Systems: Frühwarnsystem bei Starkregen

Der Klimawandel konfrontiert Städte und Gemeinden mit einem zunehmenden hydrologischen Ungleichgewicht. Notwendig werden dadurch ein kommunales Starkregen-Management und Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge. Der Softwarespezialist Spekter und die Deutsche Telekom haben nun ein Frühalarmsystem für Kommunen vorgestellt. Es warnt Bevölkerung und Einsatzkräfte rechtzeitig, so dass sie Schutzmaßnahmen treffen können.

Dafür hat Spekter IoT-Sensoren entwickelt. Sie messen die Niederschlagsmengen und die Wasserpegel in Flüssen und Kanälen. Die autarken Einheiten für die Datenübertragung senden kontinuierlich die hydrologischen Informationen zur Überwachung und für eine KI-basierte Analyse in die Cloud. Überschreiten die Messwerte bestimmte Schwellen, warnt das System über eine App. Die Sensoren übertragen die lokalen Wetter- und Niederschlagsdaten über LTE-M (»Long Term Evolution for Machines«). Für die autarke und energieeffiziente Funkvernetzung der Pegelmesser und Kanaldeckelwächter sorgt das Maschinen- und Sensorennetz »NarrowBand IoT«.

Partner: Spekter, Deutsche Telekom (T-Systems)
Ziel: Einsatzkräfte und Verantwortliche erhalten einen Überblick über die Wetterentwicklung und die Gefährdungslage bei Starkregenereignissen – und gewinnen Zeit zum Schutz von Bevölkerung und Infrastruktur. 
Besonderheit: Mit der tiefen Durchdringung von NB-IoT funktioniert die Datenübertragung selbst aus unterirdischen Kanälen oder überflutungsgefährdeten Unterführungen. Fallback-Lösungen auf verschiedene Datenübertragungstechnologien im Netz sichern die Kommunikation zusätzlich ab. 

Huawei: Meeresschutz mit Akustiksensoren

Schifffahrtslärm kann eine Vielzahl von Meerestieren beeinträchtigen, von Robben über Fische bis hin zu Tintenfischen. Eine erhebliche Lärmbelastung kann auch das Überleben von Walen gefährden. Die gemeinnützige Organisation Ocean Research and Conservation Association (ORCA) und Huawei haben Ergebnisse aus einem datenbasierten Monitoring von Schifffahrtswegen im Gebiet der Keltischen See präsentiert. In dem Projekt »Smart Whales Sound« werden Wal- und Delfinarten in Echtzeit mithilfe der Technologie erkannt.

Die Verwendung von KI- und Deep-Learning-Modellen ermöglicht die automatische Identifizierung von Walarten. Damit soll das Verständnis des Menschen für die Tiere verbessert werden. Dank des neuen akustischen Datenerfassungssystems können Schiffe in Gebieten vor der Südküste, in denen sich Wale aufhalten, sofort benachrichtigt werden. Auch bei der Planung wichtiger Meeresinfrastrukturen, wie beispielsweise Offshore-Anlagen für erneuerbare Energien, sollen so die Auswirkungen auf die Meeresfauna minimiert werden.

Partner: Organisation Ocean Research and Conservation Association, ­Huawei Irland
Ziel: Mit Akustik-Sensoren, Datenanbindungen über 5G und cloudbasierten KI-Modellen werden Wal- und Delfinarten automatisch identifiziert, um den Schutz dieser Tiere zu verbessern.
Besonderheit: Durch den Einsatz von Cloud-Technologie können die Daten in Echtzeit an Forscher*innen weitergeleitet werden, ohne dass Geräte mit dem Risiko der Verzögerung, Beschädigung oder des Verlusts aus dem Meer geholt werden müssen.

(Foto: Huawei)

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