Automatisierung, Veredelung und Online-Wachstum werden den Produktionsdruck entscheidend prägen - eine Prognose von Konica Minolta.
Print ist ein wichtiger Bestandteil der kanalübergreifenden Kommunikation. Zu den großen Treibern im digitalen Produktionsdruck sollen 2022 eine beschleunigte Automatisierung, der verstärkte Einsatz von Veredelungen, die weitere Zunahme im Bereich der Online-Beschaffung von Print-Produkten sowie die Entwicklung von Webshops zählen, so der Drucksystem-Spezialist Konica Minolta.
Print in der Cross-Channel-Kommunikation
Der Trend, komplette Produktionsprozesse – von Anfang bis Ende – mit All-in-One-Lösungen umzusetzen, wird ebenso steigen wie der Bedarf an Produktionsdrucklösungen, die sich von Bedienern mit weniger Fachkenntnissen steuern lassen. Darüber hinaus wird Print eine zunehmend wichtige Rolle in der Cross-Channel-Kommunikation spielen, inklusive den Wachstumsfeldern Robotik, IoT, KI und mobile Endgeräte.
Außerdem werde sich die digitale Drucktechnologie künftig nicht nur auf grafische Anwendungen oder Verpackungen beschränken, sondern verstärkt für den Druck von Tapeten, Laminatdruck und Dekoren zum Einsatz kommen. Zukunftsorientierte Druckereien sollten sich dabei Bereiche wie Inkjet-Textilien, Keramikdruck, Glasbedruckungen, Autoteile oder auch gedruckte Elektronik sowie Biowissenschaften und Biomedizin näher ansehen.
Einfachere Produktion – schnellere Reaktion
Hersteller nutzen verstärkt digitale Möglichkeiten, um auf ihre Produkte aufmerksam zu machen, dabei stehen auch Nachhaltigkeitsthemen im Mittelpunkt. Die Möglichkeit, mit hochautomatisierten Drucksystemen und in geringen Stückzahlen eine große Menge an Aufträgen zu produzieren, unterstützt Druckereien dabei, auf sich ändernde Kundenanforderungen rasch zu reagieren.
Gleichzeitig muss die Produktion einfacher werden, um die Anforderungen des immer anspruchsvolleren Kundenstamms zu erfüllen. Druckereien sollten daher Software als entscheidende Komponente sehen, um eine höhere Rentabilität zu erzielen. Softwarelösungen sind die Basis, um multimediale Marketingkampagnen – die auch Printanwendungen umfassen - zu definieren, zu segmentieren, zu planen und nachzuverfolgen.
E-Commerce-Wachstum nutzen
Das Wachstum des E-Commerce wird in Zukunft zu einer höheren digitalen Verpackungs- und Etikettenproduktion führen. Dieser Trend hat große Auswirkungen auf Druckereien. Sie müssen in der Lage sein, schnell zu reagieren und E-Commerce-spezifische Verpackungsdesigns anzubieten. Zudem stehen auch Versionierung und Personalisierung zunehmend im Fokus.
Digitale Technologien auf dem Vormarsch
All diese Trends sind ein Beleg dafür, weshalb Digitaldruck heutzutage in vielen verschiedenen Anwendungen und unterschiedlichen Märkten eingesetzt wird. Die Technologie gewinnt gegenüber traditionellen Druckverfahren weiter an Boden. Daher sind Akzidenzdruckereien gut beraten, ihr Angebot an digitalen Druckdienstleistungen zu erweitern. Denn das Volumen des traditionellen Offset-/Flexodruck hingegen wird mit der Zeit immer weiter sinken.
„Der Wandel vom analogen zum Digitaldruck setzt sich fort, da Time-to-Market und Reaktionsfähigkeit immer wichtiger werden“, bestätigt auch die Studie Smithers Future Print to 2030 (Zum Link: hier klicken) Der größte Anteil liege noch bei Büchern und Etiketten, in den kommenden Jahren aber werde die digitale Verpackungsbranche deutlich wachsen: „Unternehmen, die diese Technologie einsetzen, erhalten so eine deutliche Wertschöpfung.“
Der größte Umsatzanteil dieses enormen Wachstums wandert zu Print-to-Profit-Anwendungen, Etiketten und Verpackungen. Vor allem aber das Marktpotenzial für den Inkjet-Druck soll beträchtlich steigen,aktuellen Untersuchungen von Konica Minolta zufolge wird der Wert des Tintenstrahldrucks innerhalb von fünf Jahren bis 2024 weltweit um 41 Milliarden Dollar auf 118,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 53 %) steigen.
Wachstumstreiber: digitale Veredelung
Digitale Veredelung ist auch weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber im Produktionsdruckmarkt. Techniken wie Spotlackierung und Metallisierung beispielsweise öffnen die Türen für mehr Kreativität – und steigende Erträge. Denn: Beim Kunden erregen Spezialdrucke eine höhere Aufmerksamkeit, sorgen für bessere Haptik und den Eindruck höherer Qualität - digitale Veredelung stellt daher eine profitable Möglichkeit für Druckdienstleister, Akzidenz- und Hausdruckereien dar, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren.
Digitalisierung sorgt für neue Umsatzpotenziale
Eine Druckerei kommt heutzutage um die Erweiterung des eigenen Dienstleistungsangebots um digitale Druckangebote kaum herum. Digitaldruck macht flexibler, erlaubt Kleinserien sowie Personalisierung und mehr Kreativität bei der Gestaltung der Druckprodukte. E-Commerce sowie moderne Technologien wie IoT oder KI sorgen für hohes Wachstum – Chancen, die sich Druckereien nicht entgehen lassen sollten.