Donnerstag, Dezember 02, 2021
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Dynatrace baut Standorte aus

Dynatrace-Gründer und CTO Bernd Greifeneder und Florian Dorfbauer

Dynatrace-Gründer und CTO Bernd Greifeneder und Florian Dorfbauer, der Leiter des Wiener Entwicklungs-Labors, haben im Oktober "weitreichende Ausbaupläne" bekannt gegeben. Der Standort am Wiener Hauptbahnhof wird um Platz für 300 neue MitarbeiterInnen erweitert. Auf künftig insgesamt rund 6.300 Quadratmetern werden mittelfristig bis zu 400 Software- und TechnologieexpertInnen in Wien arbeiten. Das entspricht einer Vervierfachung der aktuellen Mitarbeiterzahl in Wien.

Mit einer technologisch weitreichenden Entscheidung hat sich Dynatrace 2014 gewissermaßen neu erfunden. Was folgte, war der Komplettumbau der Application-Monitoring-Anwendung zu einer KI-basierten Software Intelligence Plattform. Für diesen Kraftakt hat sich Dynatrace 2019 Geld an der Börse Geld geholt. Dafür war New York der beste Ort. Seither ist der Gesamtumsatz von 545,8 Millionen auf 704 Millionen Dollar um 29 Prozent gestiegen. Für die Software-Entwicklung ist Österreich der beste Standort. Deshalb hat Dynatrace hier kräftig investiert und ausgebaut. Die Mitarbeiterzahl ist seit 2019 von 420 auf knapp 800 um 90 Prozent gewachsen. Die Standorte in Hagenberg, Klagenfurt, Graz und Linz haben stark expandiert, neue Labs an der Linzer Universität und in Wien wurden gegründet. Jetzt wird das Lab im Icon Tower am Wiener Hauptbahnhof um drei Etagen im unmittelbar daneben gelegenen "Turm 17“ erweitert, um Platz für 300 neue MitarbeiterInnen zu schaffen. Damit trägt man der Rolle Wiens als internationaler Talente-Magnet und Hub für die europäischen Standorte Rechnung. Mit der Übernahme eines Software Start-ups aus Tallinn (Estland) wird derzeit der neunte europäische Entwicklungsstandort aufgebaut.

„Wien spielt in unserer Wachstumsstrategie eine wesentliche Rolle. Es braucht neben dem Engineering Headquarter in Linz einen zweiten attraktiven Standort als Magnet für internationale Fachkräfte“, sagt Dynatrace-Gründer und -CTO Bernd Greifeneder. Mit aktuell über 520 MitarbeiterInnen aus rund 50 Nationen ist der Gründungsstandort Linz in den letzten Jahren enorm gewachsen. „Dem Lab in Wien ist unter der Leitung von Florian Dorfbauer eine ähnliche Dynamik zuzutrauen.“ Dass der in Linz gegründete Weltmarktführer bei Software Intelligence von der Anziehungskraft einer der lebenswertesten Städte der Welt profitiert, unterstreicht das Wachstum des Wiener Entwicklungslabors. Im Frühjahr 2020 startet Lab Lead Florian Dorfbauer mit einem Dutzend KollegInnen im Co-Working-Space des Icon Towers, weil das 1.800 m2 große Büro im 22. Stock noch gar nicht fertig gestellt war. Ein gutes Jahr später platzt dieses aus allen Nähten und macht eine äußerst großzügige Erweiterung nötig. „Wir werden gleich nebenan im sogenannten ‚Turm 17‘ im ICON Tower die Etagen 15, 16 und 17 anmieten und unsere MitarbeiterInnenzahl mehr als vervierfachen“, erklärt Dorfbauer. Auf künftig insgesamt rund 6.300 Quadratmetern werden mittelfristig bis zu 400 Software- und TechnologieexpertInnen in Wien arbeiten. Bezugsfertig soll die erste der drei neuen Etagen bereits im Frühjahr 2022 sein, die weiteren Stockwerke werden anschließend ab Jahresbeginn ausgebaut.

Internationaler Tech Hub im Herzen von Wien
Drei Faktoren macht Dorfbauer für das rasche Wachstum verantwortlich: „Das seit dem Börsengang 2019 in New York enorm gestiegene internationale Renommee von Dynatrace, die ausgezeichnete Unternehmenskultur sowie die national und international hervorragende Brückenfunktion unseres Wiener Labs.“ Die Brückenfunktion des verkehrstechnisch ideal gelegenen Wiener Labs im Icon Tower am Hauptbahnhof unterstreicht nicht nur der rege persönliche Austausch mit den KollegInnen aus Graz, Hagenberg, Klagenfurt und Linz sondern auch mit jenen aus Barcelona, Danzig – und seit Kurzen auch aus Tallinn. „Vor allem aber ist Wien ein extrem attraktiver Standort, der locker mit anderen europäischen Metropolen mithalten kann“, sagt Dorfbauer. „Viele internationale Ausnahmetalente übersiedeln nach Österreich, um für Dynatrace zu arbeiten.“ Rund ein Viertel der Dynatrace-Mitarbeiter in Österreich sind Internationals, die aus rund 50 Ländern kommen.

Unfassbare Komplexität beherrschbar machen
Warum Dynatrace als Weltmarktführer bei Software Intelligence jährlich weiterhin rund 300 neue Mitarbeiterinnen für Forschung- und Entwicklung braucht, erklärt Gründer und Geschäftsführer Bernd Greifeneder mit der ungebremsten Datenexplosion. „Egal, ob beim Online-Shopping, bei Reisebuchungen, oder in Sozialen Netzwerken – jeder von uns produziert Daten am laufenden Band. Wir müssen damit rechnen, dass sich die produzierte Datenmenge alle zwei Jahre mehr als verdoppelt.“ Statista, das deutsches Online-Portal für Statistik, geht davon aus, dass alleine 2021 79 Zettabyte an Daten – das sind 79 Billionen Gigabyte – erzeugt werden. „Um diese Datenmenge speichern zu können, würde man 150 Milliarden handelsübliche Laptops brauchen“, versucht Greifeneder die Dimension begreifbar zu machen. In dieser Datenlawine hat die Software Intelligence Plattform von Dynatrace pro Minute 40 Trillionen Abhängigkeiten zwischen Anwendungen auf Computern, Servern, Smartphones und anderen Infrastruktur-Elementen in der weltumspannenden Cloud-Architektur im Auge.

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