Dienstag, Juni 15, 2021
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Die Zukunft der autonomen Baustellendokumentation

Der Roboterhund soll seine Umwelt in Form von 3D-Punktwolken und verorteten Bildern laufend vollautomatisiert und eigenständig erfassen und dadurch das entstehende Bauwerk in immersiven 360°-Panoramen aufnehmen.

"Roboter und Real-Time-Capturing sind die Zukunft der autonomen Baustellendokumentation." Davon sind die Rhomberg Bau Gruppe, der interdisziplinäre Bauplaner convex ZT GmbH und das Wiener Forschungszentrum VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH überzeugt und haben deshalb das Projekt Spot:on gestartet. 

Im Projekt „Spot:On“ arbeiten die drei Firmen gemeinsam an einer Lösung, bei der mit dem Laufroboter „Spot“ von Boston Dynamics in Real-World-Szenarien eine autonome Daueraufnahme einer sich dynamisch verändernden Baustelle erzeugt werden soll. "Das Ziel ist, dass Spot ohne die Abläufe auf der Baustelle zu beeinträchtigen, seine Umwelt in Form von 3D-Punktwolken und verorteten Bildern laufend vollautomatisiert und eigenständig erfasst und dadurch das entstehende Bauwerk in immersiven 360°-Panoramen aufnimmt. Durch die dabei in Echtzeit aufgenommenen Punktwolken, Bilder, Telemetrie und anderen Sensordaten entsteht der perfekte digitale Klon und es kann zu jedem Zeitpunkt des Entstehens nachverfolgt werden, wann welcher Bauschritt wie erfolgt ist", so die Vision.

Hintergrund
Die Dokumentation ist im Bauwesen von großer Bedeutung, denn die reine fotografische Dokumentation reicht hierfür schon lange nicht mehr aus. Das Projekt „Spot:On“ hat es sich darum nicht nur zur Aufgabe gemacht, die Möglichkeiten von 3D-Aufnahmen weiter auszubauen, sondern die diese auch gleich um die immersiven und zeitlichen Komponenten zu erweitern. Dies ist eine wichtige Grundlage für smarte Rekonstruktionen, spätere Umbauarbeiten oder klimawandelbedingte Sanierungstätigkeiten. Um noch mehr Nutzen aus den Baustellen-Scans zu ziehen, wird außerdem die AR-Brille Hololens 2 von Microsoft eingesetzt, um durch die Einbeziehung von Augmented Reality eine weitere Schnittstelle zwischen Planung und Baurealität zu schaffen.

Erste Schritte
Im Rahmen von „Spot:On“ produzierten die Projektpartner ein Teaser-Video für ihre Vision, um damit der Öffentlichkeit einen Einblick in den aktuellen Status und die verwendeten Tools zu geben: Laufroboter-Technologie (Spot) sowie Augmented Reality-Brillen (Hololens 2). Das Video stellt diese anhand eines einfachen Arbeitsauftrags an den Laufroboter Spot vor: Über unwegsames Baustellengelände hinweg transportiert er eine AR-Brille vom Planer zum Investor, sodass dieser mit dem Augmented Reality-Hologramm einen Blick aufs fertige Bauwerk werfen kann. Das Video zeigt, wie wendig der Laufroboter ist und wie natürlich er sich in die Baustellenabläufe einfügt. Dies ist der Ausgangspunkt für das gemeinsame Projekt der drei Unternehmen, um für die Baustelle der Zukunft Digitalisierung, Augmented Reality- und Robotik-Technologien sowie das Ingenieurswesen durchgehend miteinander zu verstricken. 

Hier gehts zum Video

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