Mittwoch, Dezember 08, 2021
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25 Jahre Report - 25 Jahre österreichische Wirtschaftsgeschichte

Angelika Aulinger, Regionaldirektorin Schöck

1996 hat der Report Verlag mit dem  Bau & Immobilien Report sein erstes Magazin gegründet. Was waren die größten Veränderungen in den zwei Dekaden, wo standen die Unternehmen damals, wo heute und wie lauten die zentralen Herausforderungen für die Zukunft? Branchenvertreter aus der Bau - und Immobilienwelt im O-Ton.


Schaffen von Akzeptanz
Angelika Aulinger, Regionaldirektorin Schöck

»Schöck feiert im nächsten Jahr bereits 60-jähriges Firmenjubiläum. Gründer Eberhard Schöck ist ein Erfinder und Unternehmer, der das Bauen stets optimieren wollte. Mit dem Isokorb hat er ein Produkt entwickelt, welches die Bauteile Decke und Balkon thermisch trennt und somit Wärmeverlust und Schimmelbildung verhindert. Als vor 25 Jahren ein glasfaserbewehrtes, nicht leitfähiges Produkt, der Combar® Stab vorgestellt wurde, zählten die Verbreitung von Informationen und das Schaffen von Akzeptanz für neue Produkte zu den größte Herausforderungen. Heute stellt die Informationsverbreitung dank digitaler Möglichkeiten kein Problem mehr dar. Das  Kostenbewusstsein in der Branche, sowie das Finden von qualifizierten Mitarbeiter*innen sind Teil der heutigen Herausforderungen.«


Fundament für innovative Bauprojekte
Berthold Kren, CEO Lafarge Zementwerke

»Happy Birthday Report Verlag! Wir von Lafarge Österreich sind dankbar für 25 Jahre, reich an objektiver journalistischer Arbeit und ausgezeichneter Kooperationen. 1996, im Gründungsjahr des Report Verlags, firmierten wir noch als Perlmooser Zementwerke AG am Markt. Als österreichisches Paradeunternehmen mit den Zementwerken in Mannersdorf, Retznei, Rodaun und Kirchbichl versorgten wir die Baubranche mit regionalen Qualitätsprodukten.

Die Marken »Der Rote«, »Der Schwarze«, »Der Blaue« und »Der Grüne« bilden damals wie heute das verlässliche Fundament für innovative Bauprojekte. Wir waren schon immer von Pioniergeist und Innovationskraft getrieben. Dies liegt in unserer DNA und erklärt, warum wir auch heute Klimazemente und nachhaltige mineralische Lösungen anbieten, unsere Werke CO2-neutral ausrichten und weiter unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Bauwirtschaft leisten werden.«




»Neue Werkzeuge, selbe Strategie«

Alfred Hagenauer, Geschäftsführer A-Null Bausoftware

»Spannend ist, dass die A-Null damals bereits eine ähnliche Firmengröße wie heute hatte, wenngleich sie auch anders strukturiert war. Unter anderem wurde Software in der A-Null selbst entwickelt. Das ist heute nicht mehr so. Vor 25 Jahren war das »virtuelle Gebäudemodell« die große neue Entwicklung. Mit Archicad hatten wir schon damals eine sehr innovative, benutzerfreundliche Software an der Hand, die sich laufend den aktuellen Anforderungen in der Planung gestellt hat. Letztendlich haben sich die Werkzeuge verändert, unsere serviceorientierte Kundenbetreuung steht aber nach wie vor an erster Stelle. Wir sehen die Herausforderung darin, konstant optimale Lösungen zu finden, die sich leicht anwenden lassen.«


Grundstein für modernes, zukunftsfähiges Unternehmen
Stephan Bothen, Vorsitzender der Geschäftsführung Zeppelin Österreich

»Der Beginn einer neuen Ära für Zeppelin in Österreich war im Jahr 1992. Hier erfolgte das Joint-Venture zwischen der deutschen Zeppelin GmbH und der Eisner AG. Somit wurde der Grundstein zur heutigen Zeppelin Österreich GmbH gelegt. Dies war der entscheidende Schritt zu einem modernen und zukunftsorientierten Unternehmen, das bis heute in seinen Strukturen und im Vertrieb stetig gewachsen ist. Im Jahr 1997 konnten wir eine fünfzigjährige Partnerschaft mit Caterpillar feiern, wo bis heute das Vertrauen und die ständige Veränderung, Grundvoraussetzung für den heutigen Erfolg sind. Der Report Verlag hat uns in diesem Vierteljahrhundert begleitet und wir haben diese Zusammenarbeit immer sehr geschätzt und gratulieren recht herzlich zum 25. Geburtstag.«


»Herausforderungen ähnlich wie vor 25 Jahren«
Ingrid Janker, Geschäftsführerin Knauf Österreich

»Vor 25 Jahren fungierte Knauf Österreich als »Expansionszentrale« für alle osteuropäischen Märkte inklusive des Kaukasus. Daraus resultierend hat man zahlreiche Firmen vor allem in den osteuropäischen Nachbarländern gegründet, Privatisierungsprojekte wurden vorangetrieben, zahlreiche Mitarbeiter*innen in Österreich und in den neuen Ländern wurden aufgenommen. In Österreich wurde der Trockenbau als Baustandard etabliert und eine Initiative gestartet diese Bauweise auch im mehrgeschossigen Wohnbau salonfähig zu machen.
All die vielen neuen Kolleg*innen zu integrieren, einen gewissen Standard zu schaffen, die vielen neuen Sprachen zu bewältigen und auch gleichzeitig den österreichischen Markt mit zu entwickeln, waren damals die Herausforderungen. Die heutigen sind ähnlich: Junge Menschen für die Bewältigung der Themen wie Ökologisierung, Digitalisierung, etc. zu finden und für das Unternehmen zu begeistern.«


»Themen haben sich verändert«
Georg Blümel, CEO Synthesa Gruppe

»Vor 25 Jahren feierte Synthesa, Österreichs größter Baufarbenhersteller, bereits das 50-jährige Jubiläum. Die Einführung der bekannten Elefantenmarke legte den Grundstein für höchste Markenbekanntheit in der Bauzulieferindustrie. Auch mit der völlig neuen Marke Capatect war die Gruppe bereits einer der bedeutendsten Anbieter von WDVS-Systemen.
Das erfolgreiche Wachstum stellte die Gruppe vor Herausforderungen: Mit dem Projekt »Synthesa 2000« – der Modernisierung und Verbesserung innerbetrieblicher logistischer Abläufe – entwickelte sich Synthesa bis zum Jahr 2000 zu einem der modernsten Betriebe seiner Branche in Mitteleuropa. Die Grundlage des heutigen Erfolgs! Damals wie heute stand und steht Innovation und Kundenservice im Fokus unseres Handelns. Nur die Themen haben sich über die Jahre verändert: Neben bester Verarbeitungsqualität stehen heute auch Nachhaltigkeit und Digitalisierung an erster Stelle.«


»Fokus gleich geblieben«
Peter Radel, Geschäftsführer Peri Österreich

»1996 war Peri noch sehr jung am österreichischen Markt vertreten. Die größte Herausforderung war es, die Marke zu etablieren. Mit konsequenter Aufbauarbeit konnten wir viele Kunden von der schnellen und effizienten Anwendung sowie der hohen Flexibilität und Qualität unserer Schalungs- und Gerüstsystemen überzeugen. Was die Herausforderungen anbelangt, haben sich diese im Laufe der 25 Jahre durchaus verändert. In den Anfangsjahren und auch in Phasen des großen Wachstums sind Herausforderungen vor allem hausinterner Natur. Die derzeitigen Herausforderungen liegen ganz klar im Bereich neuer, hybrider Bauformen, der Digitaliserung und dem seit Covid-19 noch dynamischerem Geschäftsumfeld. Eines ist trotz sich ändernder Herausforderungen konstant geblieben – der absolute Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kunden.«


»Taktgeber für Innovation und Nachhaltigkeit«
Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender Wienerberger AG

»Vor 25 Jahren hat Wienerberger den Grundstein für die erfolgreiche Internationalisierung des Unternehmens gelegt. In diese Zeit fallen die Gründung des Joint-Ventures Pipelife für die Kunststoffrohr-Sparte, der Ausbau des Geschäfts mit keramischen Rohren, der Aufbau des Bereichs Vormauerziegel sowie der Einstieg ins Betonsteingeschäft. Mit dem Erwerb von General Shale – einem führenden Ziegelproduzenten in den USA – folgte dann der Schritt zum heutigen Global Player. Heute liegt unser Fokus auf organischem Wachstum, wir sind führend bei Smart Solutions und Vorreiter bei der Digitalisierung. Zugleich wollen wir als Taktgeber unserer Branche innovative und nachhaltige Lösungen entwickeln, um den Umweltschutz und die Lebensqualität der Menschen weiter zu fördern.«




Klimaschutz im Vordergrund
Klaus Haberfellner, Geschäftsführer Austrotherm GmbH

»Vor 25 Jahren war Austrotherm noch ein »kleiner« Dämmstoffhersteller aus Österreich, der damals seine Fühler Richtung Mittel- und Osteuropa ausgestreckt hat. Dort kannte man qualitative Wärmedämmung kaum und wir mussten diese erst bekannt machen. Zahlreiche Expansionsschritte waren die Folge. In Österreich waren einige sinnvolle Dämm-Anwendungen noch in den Kinderschuhen, die jetzt Stand der Technik sind, wie beispielsweise die Dämmung unter der Bodenplatte; von unzureichend niedrigen Dämmdicken nicht zu sprechen.
Heute stehen Lösungen für den Klimaschutz im Vordergrund. Ein wichtiger Ansatz von uns ist die  Kreislaufwirtschaft, wobei wir mit dem Austrotherm Recyclingservice österreichweit kostenlos und  klimaneutral XPS-Verschnitte abholen. Weitere wichtige Herausforderungen in der heutigen Zeit sind Digitalisierung, Logistik und das Finden von guten Mitarbeitern.«  

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