Sunday, April 05, 2026

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Zum bereits elften Mal hat das Beratungsunternehmen Deloitte die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs unter die Lupe genommen. Das Urteil fällt wenig erfreulich aus: »Im jahrelangen Krisenmodus hat Österreich die Zukunftsperspektive verloren«, lautet der Befund von Harald Breit, CEO von Deloitte Österreich. »Die Kurve geht steil nach unten. Dass das nicht nötig ist, zeigen andere europäische Länder, die mit Österreich vergleichbar sind.«

Bild: iStock

Für den jährlichen Deloitte Radar wurden mehrere internationale Rankings und Indizes verglichen sowie rund 600 heimische Top-Führungskräfte befragt. Deren Stimmungslage hat einen Tiefpunkt erreicht – nur 18 % bekundeten eine »positive« oder »sehr positive« Einschätzung. Überbordende Bürokratie sowie hohe Lohn- und Energiekosten wurden als größte Probleme genannt. Auch der Arbeitsmarkt bleibe »weiterhin das Sorgenkind der österreichischen Führungskräfte«, wie Elisa Aichinger, Partnerin im Bereich Consulting, analysierte: »Um das volle Arbeitskräftepotenzial zu heben, braucht es strukturelle Initiativen.«

Mögliche Ideen lieferte Deloitte mit einem Blick ins Ausland. Das dänische Flexicurity-Modell mit einer zeitlich begrenzten Arbeitslosenunterstützung könnte als Vorbild für eine Arbeitsmarkt­reform dienen. In Irland entstanden 700 neue Firmen durch ein regionales Fördersystem, das die Gründung von Start-ups begleitet. Um für ausländische Schlüsselkräfte attraktiver zu sein, bietet sich eine zielgerichtete Visa-Politik wie in den Niederlanden an. In Schweden werden mit der öffentlich finanzierten Plattform »AI Sweden« KI-Technologien rasch und niederschwellig in unterschiedlichen Bereichen in den Unternehmen zur Anwendung gebracht. 160 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten dafür bereits zusammen. Schweden führt bei der Integration von Big Data und Datenanalyse in unternehmerische Prozesse das internationale Ranking an, Österreich belegt nur Platz 55.

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Grafik: In vielen internationalen Indizes hat Österreich den Anschluss zur Spitze verloren und liegt nur noch im Mittelfeld. 

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