Mittwoch, Juli 15, 2026

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Der Eisenstädter Bürgermeister Thomas Steiner hat am 12. Mai gemeinsam mit Stephan Sharma, CEO von Burgenland Energie, den ersten Großspeicher Burgenlands in Betrieb genommen.
Großspeicher im Burgenland
Thomas Steiner (Bürgermeister Eisenstadt) und Stephan Sharma (CEO Burgenland Energie)
 
„Heute geht der erste große Batteriespeicher des Burgenlands in Betrieb. Damit setzen wir den nächsten Meilenstein zur Energieunabhängigkeit und Energiesicherheit Burgenlands. Unsere heimische Erzeugung aus Wind und Sonne wird so jederzeit verfügbar, auch wenn gerade kein Wind weht und keine Sonne scheint. So bauen wir die sichere und unabhängige Energieversorgung Burgenlands auf drei Säulen: Wind, Sonne und Speichern“, so Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie, am Dienstag bei der Inbetriebnahme des ersten Großspeichers in Eisenstadt. In den nächsten Tagen gehen auch an drei weiteren Standorten – Siegendorf, Rechnitz und Oberpullendorf – Großspeicher ans Netz. Der neue errichtete Batteriespeicher in Eisenstadt hat eine Speicherkapazität von 5 Megawattstunden. Er ist ein Lithium-Ionen-Speicher, wie man ihn auch aus E-Autos oder bei privaten PV-Heimspeichern kennt. Nur deutlich größer und in Container-Bauweise. „Unser Ziel ist es bis Mitte 2027 an insgesamt 10 Standorten im Burgenland große Batteriespeicher mit einem Speichervolumen von rund 700 Megawattstunden zu errichten.“ 
 
Bürgermeister Thomas Steiner freute sich, dass mit dem Speicher ein wichtiger Schritt zur Energieunabhängigkeit gesetzt wird. „Als Landeshauptstadt sind wir Vorreiter im Erneuerbaren Energiebereich. Mit dem Klimafahrplan sowie als Pionierstadt haben wir klare Ziele für die Zukunft definiert. Viele dieser Projekte setzen wir gemeinsam und Hand in Hand mit der Burgenland Energie um. Der neue Batteriespeicher ist ein weiteres starkes Signal für Versorgungssicherheit, Energieunabhängigkeit und eine nachhaltige Stadtentwicklung.“
 
Stephan Sharma betonte die Wichtigkeit von Batteriespeichern für die Versorgungssicherheit Österreichs und Burgenlands. „Aus energiewirtschaftlicher Sicht gibt es vier wichtige Punkte für den Einsatz von Speichern: Erstens: Die Synchronisierung erneuerbare Erzeugung und Verbrauch; zweitens die Stärkung Stromnetzstabilität; drittens die Erhöhung von Blackout-Resilienz und viertens die Erhöhung der Energieunabhängigkeit vom Ausland. Mit Batteriespeichern können wir nun die Stromerzeugung mit dem Strombedarf im Burgenland synchronisieren, indem PV- und Wind-Überschüsse zu Mittag und in der Nacht für die Versorgungslücke in den Morgen- und Abendstunden verfügbar werden. Die Netzstabilität wird gestärkt, indem Volatilitäten im Stromnetz geglättet werden. Im Blackout-Fall kann die Versorgungssicherheit wiederhergestellt werden, indem die Batteriespeicher ‚schwarz‘, ohne Netzstrom, wieder hochfahren können und den Stromnetzwiederaufbau ermöglichen. Und wir können mit den neuen Speichern unsere Energiesicherheit und Energieunabhängigkeit von aktuellen Energieimporten aus dem Ausland erhöhen.“

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