Donnerstag, Juli 16, 2026

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Der Netzbetreiber KARLSTROM verkauft den Netzbetrieb und fokussiert auf den Betrieb seiner Kraftwerke und den Stromvertrieb. Die Versorgung im Konzessionsgebiet übernimmt Netz Oberösterreich.

Konsolidierung im Netzbereich
Das Stromnetz von KARLSTROM wird von der Netz OÖ weitergeführt.

Die energiepolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Netzbetreiber in Österreich werden immer mehr zur Herausforderung. Vor allem kleinere Verteilernetzbetreiber kämpfen mit den neuen, zusätzlichen Vorgaben, die z.B. die Richtlinie für den Schutz kritischer Infrastruktur, zusätzliche Sicherheitsvorgaben und erweiterte administrative Aufgaben mit sich bringen. Große Verteilernetzbetreiber, die entsprechende Abteilungen betreiben und Spezialisten beschäftigen, können mit geänderten Rahmenbedingungen wesentlich besser umgehen.

Der Netzbetreiber Karlstrom hat sich deshalb entschlossen, mit der Netz Oberösterreich GmbH, dem Verteilernetzbetreiber der Energie AG Oberösterreich, Gespräche über eine Übernahme des Netzbetriebes zu führen. Das Karlstrom-Versorgungsgebiet erstreckt sich über die Gemeinden Walding, St. Gotthard im Mühlkreis und Gramastetten, rund 1.060 Kundenanlagen mit rund 140 PV-Anlagen und sieben Kleinwasserkraftwerken sind an dieses Stromnetz angeschlossen. Die Netz Oberösterreich versorgt im Großteil von Oberösterreich und Randgebieten von Niederösterreich, der Steiermark und Salzburg rund 660.000 Kundenanlagen mit mehr als 85.000 PV-Anlagen.

„Für mich war wesentlich, dass meine Kundinnen und Kunden, die seit mehr als 100 Jahren vom Unternehmen meiner Familie versorgt werden, auch in Zukunft in guten Händen sind“, sagt Josef Karl, Geschäftsführer von Karlstrom in dritter Generation. In den Gesprächen mit den Netz-Kolleg:innen konnte rasch eine für beide Seiten vorteilhafte Übereinkunft gefunden werden. Karl: „Mit der Übereinkunft fällt die belastende Aufgabe des Netzbetriebes für mich weg und ich kann mich auf die verbleibenden Geschäftsfelder konzentrieren. Ich bin überzeugt, dass diese Lösung für meine Kunden vor allem mit dem Blick auf die Zukunft die Beste ist!“ 

Käufer der Netzanlagen von Karlstrom ist die Energie AG Oberösterreich, die Konzession für den Netzbetrieb liegt bei der Netz Oberösterreich GmbH. Alexander Kirchner, CTO der Energie AG und Aufsichtsratsvorsitzender der Netz Oberösterreich, betont die strategische Relevanz der Übernahme: „Mit der Übernahme der Versorgung in den betroffenen Gemeinden ist sichergestellt, dass alle Kundinnen und Kunden sich künftig auf einen leistungsfähigen Netzbetreiber verlassen können, der in vielen Bereichen Vorreiter in der Branche ist.“ Zudem ist Energie AG-CEO Leonhard Schitter überzeugt, dass es mit der Übernahme nur Gewinner gibt: „Wir haben ein gutes Angebot gemacht, das vor allem die Versorgungssicherheit in Zukunft gewährleistet und zugleich unsere strategische Ausrichtung auf eine zukunftsfähige, leistungsstarke Infrastruktur unterstützt.“

Karlstrom und Netz Oberösterreich haben gemeinsam den Antrag auf Konzessionsübertragung beim Amt der Oberösterreichischen Landesregierung gestellt. Diese Konzessionsübernahme wurde ohne Einspruch genehmigt und ist seit 1. Mai 2026 gültig.

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