Wednesday, April 15, 2026

Mehrwert für Manager

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Im Kampf um die besten Talente steigt der Druck auf Unternehmen, über das Gehalt hinaus ansprechende Sozialleistungen zu bieten. Benefits wie Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten, zählen jedoch nicht dazu: Sie werden wie der Obstkorb als Selbstverständlichkeit betrachtet und genügen keineswegs als Alleinstellungsmerkmal.

Joachim Schuller ist Competence Center Manager bei GrECo.

Das spiegelt sich auch in den Wünschen der Arbeitnehmer*innen wider, wie die »Health & Benefits«-Studie der Versicherungsgesellschaft GrECo aufzeigt. »Lösungen, die Mitarbeiter*innen auch in Zukunft gut absichern, stehen an oberster Stelle der Wunschliste. Eine zusätzliche Pensions- und Krankenvorsorge, die deutlich über die staatliche Grundversorgung hinausgeht, wird zunehmend geschätzt«, erklärt Joachim Schuller, Competence Center Manager bei GrECo. »Nur wer langfristige Absicherung und moderne Arbeitsmodelle kombiniert, wird im Wettbewerb um die besten Talente bestehen können.«

67 % der Unternehmen schöpfen die Vorteile betrieblicher Vorsorgeleistungen noch nicht aus. Für acht von zehn Befragten haben diese Benefits jedoch eine höhere Priorität als kurzfristige Vorteile wie etwa Fitnessangebote. Mehr als ein Drittel der Befragten wäre sogar bereit, für ansprechende Sozialleistungen auf zehn Prozent des Gehalt zu verzichten.

Vier Werkzeuge für Employer Branding:

1. Positionierung
Was macht Sie als Arbeitgeber einzigartig? Auch im Employer Branding geht es darum, sich im Wettbewerbsumfeld klar zu positionieren. Eine starke Unternehmensmarke wirkt wie ein Magnet. Doch um glaubwürdig zu sein, müssen Werte, Vision und Kultur des Unternehmens sichtbar und stimmig sein. Die stete Präsenz auf Karriere- und Bewertungsplattformen signalisiert aktives Interesse an Talenten.

2. Versprechen
Die Employer Value Proposition ist das Nutzenversprechen an die Mitarbeitenden – vergleichbar mit der Unique Value Proposition (UVP) im klassischen Marketing. Welche Entwicklungsmöglichkeiten können Sie bieten, wie unterstützen Sie sie? Eine starke, authentische EVP hebt das Unternehmen von der Konkurrenz ab. Benefits und zusätzliche Angebote sollten transparent dargestellt werden.

3. Kommunikation
Egal ob auf Social Media, in Jobinseraten oder auf der Unternehmens­-Website – die Botschaften sollten immer aufeinander abgestimmt sein. Echte Geschichten, die via Story­telling über den Arbeitsalltag und die Kultur im Betrieb erzählt werden, machen die Arbeitgebermarke greifbar. Mitarbeitende teilen als Markenbotschafter*innen ihre Erlebnisse und Eindrücke, das schafft Vertrauen.

4. Konsistenz
Employer Branding ist ein laufender Prozess. Holen Sie regel­mäßig Feedback der Mitarbeiter*innen ein, um die aktuelle Stimmung zu erfassen und zu erfahren, wie sie das Unternehmen wahrnehmen. Führungskräfte agieren als Vorbilder, die definierte Werte vorleben. In regelmäßigen Workshops kann die Bedeutung der Arbeitgebermarke vermittelt werden.

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