Sunday, April 05, 2026

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Im Zuge eines gemeinsamen Pilotprojektes hat das Elektrizitätswerk Fernitz gemeinsam mit der Siemens AG Österreich die österreichweit erste smarte fabriksfertige typgeprüfte Trafostation in Betrieb genommen.

Foto: Pachernegg

Die fabriksfertige typgeprüfte Aluminium-Ortsnetzstation ist zu 100 Prozent fernbedien- und überwachbar und kann Spannungsschwankungen, verursacht durch Einspeiser und Verbraucher durch Einsatz eines regelbaren Ortsnetztrafos, automatisch ausregeln. Die integrierte umweltschonende blueGIS Schaltanlage nutzt das klimaneutrale Isoliermedium "Clean Air", das auf natürlichen Bestandteilen der Umgebungsluft wie beispielsweise Stickstoff oder Sauerstoff basiert und somit fluorierte Treibhausgase – kurz F-Gase – vollständig ersetzt. Integrierte Kurzschluss- und Messwerterfassung, über Kleinsignalwandler (SiBushing) auf der Mittelspannung, sichern einen zuverlässigen Betrieb. Abgangsüberwachte NH-Sicherungen, Strom-, Spannungs-, Leistungs- und Temperaturmonitoring sind, neben der klassischen Leitsystemanbindung, zusätzlich über eine Cloud verfügbar. Die zusätzliche Cloudintegration in Electrification X, das auf hoch skalierbaren Cloud-Services basiert, ermöglicht Management, Optimierung und Automatisierung der anspruchsvollen Elektrifizierungsinfrastruktur. Durch den modularen Aufbau kann die intelligente Ortsnetzstation an die Anforderungen von Energieversorgern optimal angepasst werden. Die Datenübertragung und -speicherung unterliegt höchsten Cybersicherheitsanforderungen gemäß der europäischen NIS 2-Richtlinie.

Robert Tesch, Head of Electrification and Automation bei Siemens Österreich: „Energieversorger und Industrieunternehmen verfolgen ehrgeizige Ziele zur Dekarbonisierung und Digitalisierung der Netze – gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Energieverteilung. Das EW Fernitz hat gemeinsam mit uns eine Lösung gefunden und ist mit der ersten smarten fabriksfertigen, typgeprüften Siemens-Ortsnetzverteilstation ein Pionier im Bereich Energieversorgung in Österreich. Wir sind stolz, Teil dieser Erfolgsstory zu sein.“

Christian Halsegger, Geschäftsführer und Betriebsleiter beim Elektrizitätswerk Fernitz: „Seitdem wir im Jahr 1907 begonnen haben elektrische Energie zu erzeugen und zu verteilen waren wir immer wieder Vorreiter und haben gelernt mit der Zeit zu gehen, um keinen technologischen Schritt zu verpassen. Heute können wir auf Grund dieses Projekts, gemeinsam mit unserem langjährigen Technologiepartner, wieder führend beim Thema Energiewende sein. Denn die Herausforderungen an den zuverlässigen Netzbetrieb bei gleichzeitigem Kostendruck und unter Einhaltung der Klimaziele waren noch nie so hoch.“

Die Anforderungen an die Energieverteilung und damit an die Stromnetze der Mittel- und Niederspannung steigen kontinuierlich. Wechselnde Energieflussrichtungen, Last- und Spannungsschwankungen, verursacht unter anderem durch vermehrte Einspeisungen aus volatilen Energiequellen, wie etwa Photovoltaik, bringen die heutigen Verteilnetze an ihre Kapazitätsgrenzen. Den Auswirkungen aus volatilen Energiequellen sind bestehende Ortsnetzstationen, die ursprünglich für einen rein unidirektionalen Energiefluss ausgelegt wurden und mit konventionellen Transformatoren ausgestattet sind, vielfach nicht mehr gewachsen. Die Folge sind immer häufigere Spannungsprobleme im klassischen Verteilnetz, die zu Abschaltungen oder Abregelungen der Erzeugungseinrichtungen führen. Mit regelbaren Ortsnetztrafos und vermehrtem Monitoring sowie einer Fernsteuermöglichkeit durch vollmotorisierte Schaltanlagen bei störungsbedingten notwendigen Netzumschaltungen im Mittelspannungsnetz, kann die Auswirkung auf die Netznutzer auf ein Minimum reduziert werden. Smarte Trafostationen und intelligente Lösungen für den Netzbetrieb sind ein wichtiger Baustein für einen zukunftssicheren Netzausbau.

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