Sunday, April 05, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Wie Jasmin Roopra-Pfeffer, Geschäftsführerin von The Scan Remote & Service, die Gesundheitsbranche mit einem neuen Ansatz für die Bereitstellung von Fachkräften unterstützt.

Bild: Die erfahrene Radiologietechnologin Jasmin Roopra-Pfeffer war Fachbereichsleiterin der MTDG (Abteilung für medizinische, therapeutische und diagnostische Gesundheitsberufe) im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien und hat ihr Unternehmen 2025 gegründet.

Die Radiologie leidet wie viele Bereiche des Gesundheitswesens unter einem deutlichen Fachkräftemangel. Für Jasmin Roopra-Pfeffer, Gründerin und Geschäftsführerin von The Scan Remote & Service FlexCo, ist dieser Engpass seit vielen Jahren spürbar. Sie berichtet, dass ineffizient genutzte Geräte, Überstunden und hohe Fluktuation von Radiologietechnolog*innen Menschen und Organisationen gleichermaßen unter Druck setzen. „Wir bedienen unterschiedlichste Maschinen und jedes Institut arbeitet anders. Das braucht viel Erfahrung und gründliche Einschulungen“, berichtet sie über die Arbeit.

Mit dem in Österreich neuen Konzept des Remote Scanning will ihr Unternehmen diese Situation entschärfen. Radiologietechnolog*innen können dabei MRT-, CT- oder PET-Geräte aus dem Homeoffice steuern. Roopra-Pfeffer erklärt, dass diese Lösung weltweit bereits seit rund zehn Jahren etabliert ist und enorme Vorteile bietet. „Erfahrene Remotescanner können zwei Geräte gleichzeitig bedienen. Zudem können Teilzeitkräfte leichter aufstocken, weil sie nicht mehr an lange Wegzeiten gebunden sind.“

Vor Ort bleibt dennoch medizinisches Personal für den Patientenkontakt oder Notfälle notwendig. Dass Remote Scanning technisch und rechtlich möglich ist, sei klar geregelt. Entscheidend sei jedoch Vertrauen in die Qualität. „Die Skepsis ist da, weil es in Österreich neu ist. Daher setzen wir ausschließlich auf hochqualifiziertes Personal“, betont sie – und erhält auch positives Feedback aus der Branche. So sieht der Wiener Radiologe Priv.-Doz. Dr. Claudio Spick in den Remote-Technologien „die Zukunft der Versorgung“.

Als Kernangebot plant nun The Scan Remote & Service nicht nur die Bereitstellung von Remote-Fachkräften, sondern auch die komplette Prozessprojektierung in bestehenden Strukturen. Institute profitieren laut Roopra-Pfeffer von erhöhter Ausfallsicherheit, weil kurzfristige Personallücken durch Abrufbereitschaften geschlossen werden können. „Es gibt nichts Schlimmeres als überfordertes Personal vor Ort. Wir können uns zuschalten und unterstützen.“ Röntgenuntersuchungen sind von dem Remote-Angebot ausgenommen, da sie manuelles Agieren direkt am Patienten erfordern.

Auch Kapazitätsengpässe lassen sich reduzieren. Durch verlängerte Öffnungszeiten und die Zusammenarbeit mit dem Teleradiologie-Partner Telescan können auch die Wartezeiten bei Befundungen sinken. „Aktuell warten Patienten oft vier Wochen oder länger auf einen Kassen-MRT. Unsere Lösung kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.“

Populär

Wo sich die Zukunft entscheidet

Europa steht vor einer wirtschaftlichen Neuausrichtung. Technologische...

Die Top-5-Tech-Trends für 2026

Capgemini zeigt in der Analyse „TechnoVision Top 5 Tech Trends to Watch in...

Wie KI-Agenten Unternehmen verändern

Salesforce-Country-Manager Manuela Mohr-Zydeksieht die Wirtschaft an einem...

Tipps: Das Business neu erfinden

Vier Schritte für den Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Und: Plattformen als...

Überraschendes Aus für Sanierungsbonus

Nach nur zwei Monaten ist Schluss. Seit 2. Februar sind keine Anträge für die...

Die Meinungsführer*innen: Führungskräfte auf LinkedIn

LinkedIn ist die mit Abstand wichtigste Businessplattform im Netz. Exklusiv...

Was 2026 kommt und wichtig wird

Wir haben unsere Leser*innen befragt, was 2026 kommt und wichtig wird....

Gasmarkt 2026 und danach

Warum Zentraleuropa vor einer neuen Realität steht. Aktuelle Entwicklungen und...

Report(+) 12/25

Wer die Zukunft gestaltet :Europa vor einer Neuausrichtung Chinas neue...

Die Top 12 Persönlichkeiten, die Österreich bewegen

Wechsel, Neubestellungen und Verantwortungen: Wer zu Jahresbeginn 2026 für...

Neue NÖ Bauordnung ab 1. März in Kraft

Mit 1. März 2026 tritt die umfassende Novelle der Niederösterreichischen...

KI-Trends, die Unternehmen im Jahr 2026 prägen

Mindbreeze, ein führender Anbieter von KI-basierten Wissensmanagementlösungen, identifiziert fünf zentrale...