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Die USA bauen laut einer Studie ihre Position als zweitwichtigster Handelspartner aus. US-Unternehmen verantworten 2,5 % des BIP in Österreich.

Transatlantische Handelsbeziehungen: Exportmarkt USA wächst


Der Exportmarkt USA wächst. Die USA bauen ihre Position als zweitgrößter Handelspartner Österreichs weiter aus. „Österreichs Exporte sind in fast allen Ländern zurückgegangen. In die USA ist das Exportvolumen von 14,7 auf 16,2 Milliarden Euro gestiegen“, sagt Michael Zettel, Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Österreich (AmCham) und Country Managing Director Accenture Österreich, anlässlich der Präsentation der gemeinsamen Studie von AmCham (Link), dem Wirtschaftsforschungsinstitut Economica und Accenture über die Entwicklung der transatlantischen Handelsbeziehungen. Der US-Anteil an allen Exporten ist von 7,4 % (2023) auf 8,5 % (2024) gestiegen.

„Österreich verzeichnet seit über 20 Jahren eine positive Handelsbilanz, die stetig zunimmt. Der Handelsbilanzüberschuss von 8,5 Milliarden Euro unterstreicht die große Bedeutung der USA als Zielland für Produkte aus Österreich“, erläutert Zettel. Neben dem Handel mit Produkten wächst parallel der Handel mit Dienstleistungen. Österreich exportierte im Jahr 2000 noch Dienstleistungen im Wert von 1,3 Milliarden Euro in die USA. 2024 waren es bereits 3,4 Milliarden Euro. Trotz des Wachstums verzeichnet Österreich im Bereich Dienstleistungen ein Handelsbilanzdefizit. Hauptgrund sind die starken US-Exporte in den Bereichen Finanzdienstleistungen sowie Rechts- und Wirtschaftsdienste. „Die transatlantischen Handelsbeziehungen sind tief verwurzelt, langfristig ausgerichtet und erfassen unterschiedliche Bereiche. Zudem prägen Schlüsseltechnologien den Handel zwischen Österreich und den USA und die Investitionen nehmen von beiden Seiten zu. Die USA sind nicht nur Absatzmarkt, sondern Investitionsmarkt“, erläutert Zettel. 23,7 Milliarden Euro investierten Österreichs Konzerne 2024 in den USA. Zu einer Dynamisierung kam es im vergangenen Jahr bei den Investitionen aus den USA in Österreich. Die FDI-Bestände liegen bei 16,8 Milliarden Euro.

USA: Höhere Zolleinnahmen, niedriger Zollsatz

„Die USA generieren aktuell insgesamt höhere Zolleinnahmen, der gewichtete Zollsatz ist jedoch niedriger“, erläutert Christian Helmenstein, Vorstand von Economica und Chefökonom der IV, der für die Studie die gegenseitigen Zölle analysiert hat. Österreich generiert 148 Millionen Euro Zolleinnahmen aus US-Einfuhren. Der Zollsatz beträgt durchschnittlich 1,88 %. Die USA erhalten 188 Millionen Euro von Einfuhren aus Österreich bei einem durchschnittlichen Zollsatz von 1,05 %. „EU-seitig werden mehr Produktkategorien mit einem Zollsatz höher als 1 % belegt als von den USA. Die EU erhebt in der Mehrheit aller gehandelten Produktkategorien höhere Zollsätze als die USA“, erklärt Helmenstein.. Dies betrifft über 1.400 Produktkategorien mit einem um 0,5 bis 4,5 Prozentpunkte höheren Zollsatz.

Bedeutende Investitionsbeziehungen

„Unser Handel basiert auf einigen der fortschrittlichsten Technologien, darunter Arzneimittel, moderne Maschinen, Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile sowie medizinische Geräte“, betont Ken Walsh, Senior Commercial Officer U.S. Embassy Vienna, und führt weiter aus: „Zudem sind unsere Investitionsbeziehungen von Bedeutung. Zehntausende von Arbeitsplätzen werden durch US-Investitionen in Österreich und österreichische Investitionen in den USA gestützt. Tatsächlich gehört Österreich seit drei Jahren in Folge zu den zehn am schnellsten wachsenden Investitionsquellen in den USA.“

US-Unternehmen als Wirtschaftsfaktor in Österreich

„Die Top-50 US-Unternehmen in Österreich sind ein konstant starker Partner für die heimische Wirtschaft und ein echter Faktor für unsere Volkswirtschaft. Sie verantworten 2,5 % des BIP, schaffen und sichern 148.000 Arbeitsplätze und zahlen 5,1 Milliarden. Euro an Steuern und Abgaben in Österreich“, erklärt Philipp Krabb, Research Lead Accenture Österreich. Die Top-50 US-Unternehmen erwirtschaften 16,7 Milliarden Euro Umsatz durch ihre Tätigkeit in Österreich. „Einen besonders starken Impact haben die Unternehmen der IKT-Branche. Sie sichern in Österreich 39.000 Mitarbeiter, generieren 4,2 Milliarden Euro Umsatz, ermöglichen österreichischen Unternehmen die Nutzung innovativer Technologien wie Künstliche Intelligenz“, erzählt Krabb. „Die transatlantischen Handelsbeziehungen sind vielschichtig und in beiden Ökonomien tief verwurzelt. Die USA sind für die österreichische Wirtschaft zweifellos ein wichtiger Partner“, betont Karin Zeltner, Generalsekretärin der AmCham.

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