Den Garten ins Haus geholt

Alle 14 neuen Zimmer und Suiten des Wiesenhof sind zum Garten hin ausgerichtet. Das Thema Natur zieht sich durchs ganze Haus. Alle 14 neuen Zimmer und Suiten des Wiesenhof sind zum Garten hin ausgerichtet. Das Thema Natur zieht sich durchs ganze Haus.

Ältere Gebäude bestechen oft durch Charme und Stil, die es sich durch liebevolles Renovieren zu erhalten lohnt. Das Hotel Wiesenhof in Algund bei Meran zeigt, dass ein Neubau trotzdem die bessere Lösung sein kann.

An eine Renovierung hatten auch Gabriele und Gerti Schrötter, die das Hotel seit 2005 führen, zunächst gedacht. Doch für den Innenarchitekten war die Sache nach einem kurzen Rundgang klar: »Du, des muasst frisch olls obireißn.« Als sich auch die Eltern Walter und Traudl Schrötter, die das Haus 1963 als kleine Pension gebaut hatten, einem Abriss des gesamten vorderen Gebäudeteils nicht abgeneigt zeigten, war der Entschluss rasch gefasst.
Die Idee, den Garten »ins Haus« zu holen, überzeugte schließlich alle, ist doch der knapp 5000 m² große Wiesenhof-Garten der ganze Stolz der Familie.

Der Grundstein wurde vor über fünf Jahrzehnten von dem Botaniker Karl Ludwig Honeck gelegt und die Anlage stets liebevoll gepflegt und sukzessive erweitert. Das milde Meraner Klima lässt hier auch seltene und exotische Pflanzen überaus gut gedeihen. Ein riesiger Tulpenbaum überragt den Wiesenhof weithin sichtbar, die üppige Pracht der Sternmagnolien und der rote Feuerahorn erfreuen seit jeher die Augen der Gäste.

Der Neubau eröffnete nun die Möglichkeit, das Foyer, das Restaurant und die Zimmer ins Grüne zu öffnen und zeitgemäß zu gestalten. Kein halbherziger Kompromiss sollte es werden, sondern ein rundum durchdachtes Konzept. Drei Entwürfe brauchte es, bis alle Wünsche, wie etwa das Hallenbad mit Spa-Bereich und ebenerdigem Ausgang zum Pool im Außenbereich, berücksichtigt waren. In der Planung und Umsetzung kamen ausschließlich Firmen aus der Region zum Zug. Gebaut wurde in Massivbauweise von November bis April – und hätte Corona nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht, wäre die Neueröffnung wie geplant am 1. Mai über die Bühne gegangen.

Von Licht durchflutet

Das gesamte Erdgeschoß ist mit Glaselementen eingefasst, die flexibel geöffnet werden können und die Grenze zwischen innen und außen verschwimmen lassen. Alle 14 neuen Zimmer und Suiten sind zum Garten hin ausgerichtet. Das Thema Natur zieht sich durchs ganze Haus – selbst auf dem Dach entstand eine kleine Oase zum Wohlfühlen und Seele baumeln. Auch das Restaurant öffnet den Blick ins Grüne, auf der neuen Terrasse lässt es sich vorzüglich frühstücken. Im großzügig gestalteten Empfangs- und Barbereich verweilt man gerne etwas länger und genießt bei einem guten Glas Wein das südliche Flair.

Die Symbiose von Licht und Natur spiegelt sich auch in der Gestaltung der Interieurs wider. Helle, elegante Möbel, hochwertige Naturmaterialien und fußfreundliche Holzfußböden tragen zur Behaglichkeit bei. Alle Zimmer verfügen über einen Balkon mit Blick auf die umliegenden Apfelgärten und das atemberaubende Bergpanorama. Trotz der begeisterten Rückmeldungen der Gäste konnten die beiden Hotelchefinnen den erfolgreichen Neustart noch nicht wirklich genießen.

»Das Gefühl, stolz darauf zu sein, was wir geschaffen haben, hat sich vor lauter Arbeit noch nicht ganz eingestellt«, gibt Gabriele Schrötter zu. »Im Herbst werden wir dann irgendwann ein Glasl Wein darauf trinken.«

Keine schlechte Idee – zwar hat in Südtirol jede Jahreszeit ihren Reiz, im »goldenen« Herbst freilich zeigt sich die Region nochmals von ihrer prächtigsten Seite. Während anderswo schon der Winter seine Boten vorausschickt, erscheint der Sommer hier von unendlicher Dauer. Die Natur präsentiert bei idealem Wander- und Mountainbike-Wetter ihr buntes Farbenkleid und beim Törggele-Abend mit Südtiroler Schmankerln und heißen Maroni schmeckt der junge Wein besonders gut.


Im Zeichen des Apfels

Der Wiesenhof bietet 4-Sterne-Ambiente zum Wohlfühlen. Die 43 Zimmer und Suiten mit gemütlicher Atmosphäre haben einen Balkon Richtung Garten. Hier lässt sich das milde Klima von März bis in den November genießen.
In der Küche trifft alpine Kernigkeit auf mediterrane Leichtigkeit. Mit Küchenchef Klaus Fedrigotti, seit 20 Jahren an Bord, ist hier ein Meister seines Fachs am Werk. Gabriele und Gerti Schrötter lassen dem Zauberer an den Kochtöpfen nicht ohne Grund freie Hand bei der Komposition kulinarischer Köstlichkeiten. Bei gesundheitsbewussten Gästen besonders beliebt ist das Low-Carb-Menü, das 100 % Genuss verspricht, aber den Körper nur mit 20 %
Kohlenhydraten belastet. Als ausgebildete Genussbotschafterin legt Gerti Schrötter höchsten Wert auf Qualitätsprodukte aus der Region.

In Küche und Spa steht das Thema Apfel im Mittelpunkt, liegen doch die Apfelplantagen des Etschtals unmittelbar vor der Haustür – Apfelwellness von innen und außen. Alle Kosmetikprodukte wurden von Gabriele Schrötter persönlich getestet. Sie sind im Hotelshop, dem Wiesenhof Ladele, ebenso erhältlich wie hausgemachte Spezialitäten, etwa der »Nusseler« nach altem Familienrezept.

Der Wiesenhof eignet sich perfekt als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Meran und Bozen sowie Touren durch die Südtiroler Bergwelt. Bei Wegstrecken zwischen 300 und 3000 Metern ist für alle etwas dabei. Zweimal wöchentlich begleitet Gerti Schrötter die Hotelgäste auf einer gemeinsamen Wanderung. Mit dem Südtirol GuestPass Algund ist die Nutzung der Busse und einiger Seilbahnen sowie der Eintritt in rund 80 Museen kostenlos.


Tipp: Schlemmerfreuden

Mitten in Meran beherbergt das ehemalige Wirtschaftsgebäude des Schloss Kallmünz aus dem 15. Jahrhundert ein modernes Restaurant, das die mediterrane Küche auf phantasievolle Weise interpretiert. Der kleine Innenhof mit altem Baumbestand bietet Ruhe von dem geschäftigen Treiben der Kurstadt.

An nicht mehr ganz so lauen Abenden geben die ehrwürdigen historischen Gemäuer Geborgenheit. Unter Kennern zählt das Kallmünz längst zu den besten Restaurants Merans. Klassische Gerichte werden hier mit regionalen Produkten, außergewöhnlichen Zutaten und viel Leidenschaft neu erfunden und zeigen, dass italienische Küche weit mehr kann als Pizza und Pasta. Gerösteter Oktopus vereint sich mit Teriyaki und Kichererbsencreme oder Erbsenrisotto mit Sardellen, saisonal schauen frischer Spargel und Sommertrüffel vorbei. Ein echtes Genusserlebnis!

Kontakt: Restaurant Kallmünz
Sandplatz 12, 39012 Meran
T. +39/0473/212 917
www.kallmuenz.it

Last modified onDonnerstag, 30 Juli 2020 11:51
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