Gekommen, um zu bleiben

 ist CEO von Zühlke Österreich. ist CEO von Zühlke Österreich.

Hört man in den Markt hinein, so stellt man eines schnell fest: Covid-19 hat Digitalisierung alternativlos gemacht. Die Diskussion dreht sich längst nicht mehr darum, ob und was zu tun ist. Ein Kommentar von Nikolaus Kawka, CEO Zühlke Österreich.

Jetzt geht es darum, bestehende Lücken effizient zu schließen und rasch neue erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln. Branchenübergreifend beobachte ich zwei Aspekte:

Unternehmen erarbeiten Strategien, um mit Daten Mehrwert für Kunden zu schaffen und schlussendlich Geld zu verdienen. Oft sind die internen Datenpools stark fragmentiert und es fehlt eine Daten-Pipeline quer durchs Unternehmen. Zühlke Österreich unterstützt Kunden hier auch 2021 verstärkt mit »Data Driven Innovation« rund um die Etablierung datengetriebener Geschäftsmodelle. Für mich ist dieses Konzept der größte Antriebsmotor, um die heimische Wirtschaft erfolgreich zu stärken. Dieser Idee folgt auch die bislang größte Investition unseres Partners Microsoft in Österreich: Die Errichtung eines eigenen österreichischen Rechenzentrums, das Konsumenten, Unternehmen und den öffentlichen Sektor durch größere Geschwindigkeit, geringere Latenzzeiten, Reduzierung von Kos­ten und Erhöhung der Sicherheit unterstützen soll.
Digitale Plattformökonomie ist branchenübergreifend nach wie vor ein heißes Thema mit großem Nachholbedarf. Hier geht der Trend schlussendlich zur Schaffung von digitalen Ökosystemen, die Lieferanten und Kunden einbinden.

Rund um die Nutzung von AR/VR-Technologien für Kunden und Mitarbeiter sehe ich gerade durch Reisebeschränkungen weiter rasant wachsendes Potenzial – von der Inbetriebnahme komplexer Industrieanlagen über Wartung bis hin zu Training von Mitarbeitern, Stichwort »Empowered Worker«.  Wir arbeiten hier beispielsweise schon länger erfolgreich mit der Hololens 2, aber auch vergleichbaren Technologien.

Der zweite Aspekt, den ich beobachte,  ist eine stärkere Reflexion der sozialen Verantwortung von Unternehmen gegenüber der Gesellschaft. Das Thema Sustainability tritt – angereichert mit einem starken Digitalisierungsaspekt – wieder in den Vordergrund. Wir bei Zühlke Österreich sehen für 2021 besonders im Bereich Energy & Water und IoT großes Potenzial, aber auch in der öffentlichen Wahrnehmung (»EU Green Deal«) gewinnt das Thema wieder massiv an Fahrt. Der Drive kommt dabei von den großen Technologieplayern, aber auch die Startup-Szene in Österreich ist hier aktiv involviert.

Auch nachhaltigen Mobilitätsalternativen stehen sicherlich wirtschaftlich exzellente Zeiten bevor, hier wird beispielsweise in die Infrastruktur des Eisenbahnwesens inves­tiert und dabei State-of-the-art-Technologie genutzt. Beispiele sind die zunehmende Bedeutung von Big Data und Machine Learning bei Wartung und Instandhaltung für Infrastruktur und Fahrzeuge oder das Thema »Digitales Stellwerk«.

Unser Gesundheitssystem ist jetzt stärker in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen. Covid-19 hat wie mit einem Röntgenblick dessen Schwächen offengelegt und gezeigt, was funktioniert und was nicht. Uns interessieren da natürlich im Besonderen die technologischen Anknüpfungspunkte: Health Data Platforms (AI, High Performance Computing), Smart Connected Health (Realtime Location Solutions) und der Bereich Intelligent Health (Data driven Solutions ) sind Trends im Bereich Healthcare & Life Sciences.

Insgesamt wurde ein großer Wandel eingeläutet. Business-Modelle wurden teilweise komplett neu erfunden, weil ganze Lieferketten zusammenbrachen. Data Security erlangte noch mehr Wichtigkeit, weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter remote mit sensiblen Daten arbeiten müssen. Die Frage nach der Produktivität in verteilten Teams erforderte eine veränderte Leadership-Kultur.

Auch das Mindset hat sich stark verändert: Gerade jetzt ist einmal mehr Mut und der Willen, schnell und beständig zu lernen, gefordert. Mit »Learning at the pace of crisis« bringt das McKinsey ganz gut auf den Punkt:  experimentieren, Silogrenzen sprengen, eine Fehlerkultur schaffen, schnell lernen und noch schneller adaptieren. Nur so bleibt man auch in ungewissen Zeiten erfolgreich.

»Time-to-Market« ist hier der essenzielle Faktor – neue Test-, Entwicklungs- und Lernstrategien ermöglichen, noch rascher zu prüfen, was am Markt das Potenzial zum Erfolg hat und was nicht.

Hier können wir durch unsere »24x7»-Sprints in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsberater Kalucon unterstützen und innerhalb kürzester Zeit Produkte und Services verschiedenster Branchen evaluieren, Prototypen und Handlungsempfehlungen liefern.

Es ist 2021 entscheidend, sich unerschrocken auf digitale Expeditionen zu begeben. Ich sehe hier insgesamt einen deutlichen Schwenk von kleineren, innovationsaffinen Abteilungen oft im Alleingang durchgeführten Pionierprojekten, hin zu größeren strategischen Projektportfolios mit unternehmensweitem Impact. Diese Expeditionen sprengen für viele Unternehmen oft die Grenzen dessen, was mit eigener Kraft machbar ist. Hier kommen wir als erfahrener Expeditionsleiter ins Spiel, der das richtige Team und die richtige Route zusammenstellt, Risken managt und mit Gold zurückkehrt.

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