Tuesday, February 24, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Die Tiroler Riederbau erweitert die Geschäftsführung und expandiert nach Deutschland. 2026 soll die Bauleistung erstmals die 100-Millionen-Euro-Marke knacken.

Bild: Grenzübergreifende Partnerschaft: Anton Rieder, Riederbau, und Ulrike Renner-Kästner, Michael Renner Bauunternehmung GmbH (Bildquelle: Christoph Ascher)

Mit Projekten wie der FC Bayern Welt, dem Milchhäusl oder dem Kare Möbelhaus prägt die Michael Renner Bauunternehmung GmbH seit über einem Jahrhundert das Münchner Stadtbild. Speziell in den Bereichen klassischer Hochbau, Betonbau und Bauen im Bestand verfügt Renner über umfassende Expertise für Logistik, Bauabwicklung und technische Umsetzung. Damit und der jährlichen Bauleistung von 25 bis 30 Millionen Euro hat der Spezialist für komplexe Innenstadtbaustellen das Interesse der Tiroler Riederbau geweckt. Das Unternehmen des stv. Bundesinnungsmeisters Bau, Anton Rieder, steigt mit 75 % bei Renner ein, 25 % verbleiben im Besitz von Ulrike Renner-Kästner.

Durch die Partnerschaft soll der Design-&-Build-Ansatz von Riederbau in das Münchner Unternehmen integriert werden. Als Totalunternehmen vereint Riederbau Planung, Architektur, Statik, Gebäudetechnik, Bauausführung und Projektsteuerung in einem klar strukturierten Prozess. „Der Weg nach München ist für uns ein wichtiger Schritt. Gemeinsam mit einem starken Partner vor Ort wollen wir unsere Design-&-Build-Kompetenz im Schlüsselfertigbau, in der Planung und in der Projektentwicklung gezielt weiterentwickeln", erklärt Anton Rieder. Von der ersten Idee bis zur schlüsselfertigen Übergabe übernimmt das Unternehmen die Gesamtverantwortung – mit integraler Planung und digitaler Prozesssteuerung. „Durch diese Verzahnung von Planung und Ausführung lassen sich Abläufe optimieren und Risiken minimieren. Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit werden bereits in der frühen Planungsphase ganzheitlich mitgedacht. Design & Build bedeutet bei Riederbau Effizienz in der Umsetzung und strategische Wertschöpfung über Jahrzehnte hinweg", so Rieder. Mit dem Einstieg bei Renner will Riederbau heuer die Bauleistung auf über 100 Millionen Euro heben. Im eben abgelaufenen Geschäftsjahr waren es rund 75 Millionen Euro.

Interne Weichenstellungen
Auch intern gibt es bei Riederbau Neuigkeiten. Mit Lukas Hechenblaickner und Raphael Lindermayr rücken zwei Führungskräfte aus den eigenen Reihen in die Geschäftsführung auf. Beide haben nach der HTL bei Riederbau begonnen, sämtliche Stationen vom Techniker über Bau- und Projektleitung durchlaufen. Beide haben sich nebenberuflich weiter qualifiziert: Raphael Lindermayr kann auf einen DI (FH) und die Baumeisterprüfung verweisen, Lukas Hechenblaickner verfügt über einen MBA in Bauwirtschaft. „Das Vertrauen, das Anton Rieder uns entgegenbringt, motiviert uns sehr“, betonen die beiden unisono. „Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und wir freuen uns, dass wir die nächsten Schritte geschäftsführend mitgestalten werden.“
Lukas Hechenblaickner verantwortet insbesondere die Weiterentwicklung des Riederbau-Holzbausystems: „Systematisierung und Vorfertigung bieten enormes Zukunftspotenzial. Diesen Bereich konsequent weiterzuentwickeln, ist ein klarer strategischer Schritt.“ Raphael Lindermayr fokussiert sich auf Prozessqualität und Effizienz: „Ein wesentlicher Hebel liegt in der Optimierung unserer Bauprozesse. Mit myBauOffice verbessern wir Abläufe gezielt und reduzieren Verschwendung bei Zeit und Ressourcen.“

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