Donnerstag, Juli 09, 2026

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Der wohnfonds_wien, Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung, macht seinen Standort in der Lenaugasse 10 zukunftsfit und nachhaltiger. Obwohl das 1840 erbaute Haus in einer Schutzzone steht, war es unter Einhaltung entsprechender Auflagen möglich, eine PV-Anlage zu installieren und Nistkästen für teils streng geschützte Vögel und Fledermäuse anzubringen.

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, Wohnbau-Stadträtin Elke Hanel-Torsch und Gregor Puscher, Geschäftsführer des wohnfonds_wien

Bild: Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, Wohnbau-Stadträtin Elke Hanel-Torsch und Gregor Puscher, Geschäftsführer des wohnfonds_wien freuen sich über die Altbausanierung (Bild: Stadt Wien/Martin Votava)

Zahlreiche Amtsgebäude und Standorte von stadtnahen Unternehmen und Institutionen werden aktuell saniert und modernisiert. Die umgesetzten Maßnahmen reichen dabei von erneuerbarer Energieversorgung, über vorausschauende Wartungsarbeiten bis hin zu freiwilligen Beiträgen zur Biodiversität im urbanen Raum. Ein Beispiel dafür ist der Standort des wohnfonds_wien in der Lenaugasse 10, der mit einem Bündel an kleinen und großen Maßnahmen zukunftsfit gemacht wird.

Die Präsidentin des wohnfonds_wien, Stadträtin Elke Hanel-Torsch betont, dass die Stadt Wien beim Thema Nachhaltigkeit mit gutem Beispiel vorangeht: „Die nachhaltige Sanierung und
Modernisierung unserer Altbauten ist ein wesentlicher Faktor, um Wien klimafit zu gestalten und gleichzeitig das wunderschöne Stadtbild zu erhalten. Deshalb ist es notwendig, dass alle ihren Beitrag leisten – natürlich auch die stadtnahen Institutionen und insbesondere jene, die Teil des Ressorts der Wohnbaufamilie sind. Der wohnfonds_wien zeigt hier vorbildhaft, wie man ein historisches Gebäude Schritt für Schritt weiter optimieren und für Generationen bewahren kann.“

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky zeigt sich erfreut, dass die Wiener Sonnenstrom-Offensive auch bei historischen Gebäuden genutzt wird: „Selbst bei Häusern in Schutzzonen sind PV-
Anlagen möglich, die nicht nur Energie sparen, sondern unmittelbar eine Wirkung im Klimaschutz haben. Mit sauberem Sonnenstrom sparen wir in Wien jährlich über 70.000 Tonnen CO₂ – vergleichbar mit einem Fußabdruck einer Kleinstadt mit ca. 8.500 Einwohner*innen oder dem Effekt von Millionen Flugreisen.“

Sonnenstrom für Eigenverbrauch und öffentliches Netz
Gregor Puscher, Geschäftsführer des wohnfonds_wien, konkretisiert die jüngsten Maßnahmen am Haus: „Letztes Jahr wurden bereits alle Leuchtmittel auf LED-Leuchtkörper getauscht und vor Kurzem haben wir eine PV-Anlage montiert, die einerseits primär zur Deckung des Eigenverbrauchs genutzt wird, aber überschüssige Energie auch ins öffentliche Netz einspeist.“

Die Photovoltaikanlage in der Lenaugasse 10 umfasst PV-Module mit einer Gesamtleistung von 25,48 kWp, verteilt auf eine Fläche von 111,89 m² auf dem Dach des Gebäudes. Insgesamt sind es 56 Solarpaneele: 30 Stück straßenseitig und 26 Stück hofseitig. Der wohnfonds_wien kann dadurch rund 22% seines Stromverbrauchs, also mehr als 18.000 kWh pro Jahr, über die
eigene PV-Anlage decken und speist darüber hinaus laut Vorausberechnung rund 5.000 kWh pro Jahr ins öffentliche Netz ein.

Artenschutz in der Stadt für Vögel und Fledermäuse
Zusätzlich konnten am Dach und an den Außenwänden auch Maßnahmen für den Artenschutz in der Stadt gesetzt werden – mit Nistkästen für so genannte Gebäudebrüter. Angepasst an die Möglichkeiten vor Ort wurden zwei Quartiere für Fledermäuse, ein Nistkasten für streng geschützte Turmfalken und ein Nistkasten für Hausrotschwänze im Innenhof des Gebäudes
errichtet.

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