Wednesday, May 27, 2026

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In der Stadtgemeinde St. Andrä im Lavanttal baut die Kelag Energie & Wärme den 1.000sten Kilometer Fernwärmetrasse, um eine Wohnanlage des Kärntner Siedlungswerkes an das Fernwärmenetz anzuschließen.



Die Kelag Energie & Wärme befindet sich in St. Andrä im Lavanttal auf unternehmenshistorischem Boden: 1989 betrat die Kelag unternehmerisches Neuland. Im November nahm sie die erste Ausbaustufe des Fernwärmenetzes St. Andrä in Betrieb. Es umfasste damals 7,5 km Fernwärme-netz, etwa 200 Kunden hatten Fernwärmelieferverträge mit der Kelag vereinbart. Das Projekt wurde gemeinsam mit der damaligen ÖDK umgesetzt. Die Wärme für die Kunden in St. Andrä stammte aus dem Dampfkraftwerk St. Andrä und aus zwei Biomassekesseln. Was einst klein in St. Andrä begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem wichtigen Geschäftsfeld, das nun im Tochterunternehmen Kelag Energie & Wärme gebündelt ist und symbolisch den Kreis des 1.000sten Kilometer Fernwärmetrasse schließt.

Aktueller Stand Fernwärme St. Andrä im Lavanttal
Heute liefert die Kelag Energie & Wärme in St. Andrä für etwa 400 Gebäude pro Jahr rund 16 Millionen Kilowattstunden Wärme. Dies entspricht dem Bedarf von 3.200 Wohnungen. Besonders zu erwähnen ist, dass in St. Andrä mit Fernwärme auch Mais getrocknet wird. Das Fernwärmenetz umfasst rund 20 Kilometer. Die Wärme stammt aus dem Biomasseheizwerk in St. Andrä und in Zukunft teilweise auch aus industrieller Abwärme von Mondi in Frantschach. „Wir arbeiten am Projekt der Fernwärmetransportleitung zwischen den Netzen in St. Andrä und Wolfsberg/ Frantschach-St. Gertraud“, erläutert Adolf Melcher, Sprecher der Geschäftsführung der Kelag Energie & Wärme. „Nach deren Inbetriebnahme im Jahr 2027 können wir beide Netze energie-wirtschaftlich optimieren und die Sicherheit der Versorgung in beiden Netzen weiter erhöhen.“ Das Fernwärmenetz in St. Andrä wird weiter ausgebaut, wie das Beispiel der neuen Wohnanlage des Kärntner Siedlungswerkes zeigt. „Bis 2040 sehen wir hier ein zusätzliches Absatzpotenzial von rund fünf Millionen Kilowattstunden “, betont Adolf Melcher.

Von null auf 1.000
In 37 Jahren hat sich die Kelag Energie & Wärme dynamisch entwickelt. „Wir haben bei null angefangen und halten jetzt bei 1.000 km Fernwärmetrasse“, sagt Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag. „Unser Tochterunternehmen Kelag Energie & Wärme ist heute der größte österreichweit tätige Fernwärmeanbieter auf der Basis von industrieller Abwärme und Biomasse und damit die Nummer 2 auf dem österreichischen Fernwärmemarkt. Wir betreiben 89 Fernwärmenetze und rund 900 Heizzentralen in ganz Österreich, liefern rund zwei Milliarden Kilowattstunden Fernwärme an Kundinnen und Kunden und beschäftigen knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unsere Wärme-Tochter ist von Vorarlberg bis ins Burgenland und von Kärnten bis ins Waldviertel tätig.“

Partnerschaften für nachhaltige, sichere und möglichst unabhängige Wärmeversorgung
„Was die Kelag im Jahr 1989 begonnen hat, gilt bis heute“, betont Reinhard Draxler. „Schon damals setzte die Kelag auf Kooperationen, mit der ÖDK als Wärmelieferant und mit der Stadtgemeinde St. Andrä im Lavanttal mit dem damaligen Bürgermeister Rudolf Kores.“ Darüber hinaus wurden auch schon die Weichen für eine nachhaltige und von Importen unabhängige Wärmeversorgung auf Basis industrieller Abwärme und Biomasse gestellt. Draxler: „Investitionen in den Fernwärmeausbau erfordern Ausdauer und eine langfristige Planung. Unsere Kundinnen und Kunden wünschen sich einen langfristig verlässlichen Partner bei der Wärmeversorgung. Auch heute ist die Zusammenarbeit mit den Gemeinden ein wichtiger Erfolgsfaktor: Nur in enger Partnerschaft mit den Gemeinden lassen sich Fernwärmesysteme nachhaltig umsetzen.“

Verlässliche und nachhaltige Energieversorgung
Das Kärntner Siedlungswerk (KSW) gehört zu den großen Kunden der Kelag Energie & Wärme. Nahezu 1.000 Wohnungen des Kärntner Siedlungswerk werden von der Kelag Energie & Wärme in ganz Kärnten mit Wärme versorgt. Geschäftsführer Stefan Konecny sagt: „Eine verlässliche und nachhaltige Energieversorgung ist heute ein zentraler Bestandteil zukunftsfähiger Wohnbauprojekte. Das KSW setzt im Wohnbau konsequent auf zeitgemäße energetische Standards. Auch das Projekt in St. Andrä soll im klimaaktiv Silber Standard umgesetzt werden und verbindet eine ressourcen-schonende Bauweise mit moderner Energieversorgung. Die Photovoltaikanlage sowie die Anbindung an die Fernwärme der Kelag Energie & Wärme leisten dazu einen wichtigen Beitrag. So verbinden wir hohe energetische Qualität mit langfristiger Versorgungssicherheit. Bereits heute werden rund 25 Liegenschaften des Kärntner Siedlungswerks mit Fernwärme der Kelag versorgt. Unsere langjährige Zusammenarbeit mit der Kelag Energie & Wärme zeigt, wie wichtig starke regionale Partnerschaften für eine nachhaltige und leistbare Wohnbauentwicklung sind.“

Ökologische und soziale Nachhaltigkeit
Beim Wohnprojekt in St. Andrä entstehen aktuell 24 geförderte Mietwohnungen. „Vier
Wohnungen im Erdgeschoß werden gemeinsam mit dem Hilfswerk Kärnten als voll betreute Wohneinheiten für Menschen mit Beeinträchtigung realisiert“, erläutert Geschäftsführer Florian Stadtschreiber. „Damit verbindet unser Wohnprojekt in St. Andrä ökologische und soziale Nachhaltigkeit auf besondere Weise. Mit großzügigen Freiflächen, Photovoltaik und einer modernen Energieversorgung entsteht hier leistbarer Wohnraum mit hoher Lebensqualität, der Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Inklusion verbindet. Unser Anspruch als gemeinnütziger Bauträger ist es, leistbaren Wohnraum zu schaffen, der gleichzeitig ökologisch nachhaltig, qualitativ hochwertig und zukunftsorientiert ist. Wir freuen uns, mit diesem Projekt einen Beitrag zu einer nachhaltigen und lebenswerten Gemeindeentwicklung in St. Andrä leisten zu können.“

Ein besonderer Meilenstein
Maria Knauder, Bürgermeisterin der Stadt St. Andrä im Lavanttal, sagte heute auf der Baustelle des 1.000sten Fernwärme-Trassenkilometers: „Es freut mich sehr, dass dieser besondere Meilenstein gerade hier in St. Andrä erreicht wird. Das erste Fernwärmeprojekt der Kelag wurde damals in unserer Stadt begonnen. Umso schöner ist es, dass wir heute den 1.000sten Kilometer Fernwärmetrasse ebenfalls hier in St. Andrä feiern dürfen. Mit dem Ausbau wird in eine nachhaltige Energieversorgung investiert, die zugleich die Lebensqualität in St. Andrä weiter verbessert und eine gute Zukunft für kommende Generationen schafft. Mein herzlicher Dank gilt der Kelag, der Kelag Energie & Wärme, dem Kärntner Siedlungswerk und allen Beteiligten für die wertvolle Zusammenarbeit.“

Nachhaltige Energiezukunft
Landeshauptmann Daniel Fellner, Bürger der Stadt St. Andrä im Lavanttal, betont die Bedeutung einer nachhaltigen Fernwärmeversorgung nicht nur in seiner Heimatstadt: „Der 1.000ste Kilometer Fernwärmetrasse in St. Andrä ist ein starkes Zeichen dafür, wie konsequent wir in Kärnten an einer nachhaltigen Energiezukunft arbeiten. Mit der Verbindung der Fernwärmesysteme im Lavanttal entsteht eine moderne, intelligente Wärmeversorgung, von der die Menschen in der Region langfristig profitieren. Dieses Projekt steht für Klimaschutz und Versorgungssicherheit, vor allem aber auch für echten Fortschritt vor Ort.“

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