Sunday, February 01, 2026

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Ein Großteil der Österreicher:innen sieht KI-Agenten als Unterstützung am Arbeitsplatz – und das in unterschiedlichsten Rollen. Gleichzeitig bleiben teilweise Skepsis und Vertrauensdefizite bestehen. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine repräsentative marketagent-Umfrage von Salesforce. Der Business-Software-Hersteller hat mit "Agentforce" eine Plattform entwickelt, mit der KI-Agenten erstellt und eingesetzt werden können.

Manuela Mohr-Zydek ist Country Managerin bei Salesforce. (Foto: Martin Hörmandinger)

Bereits 2023 hat Salesforce in einer Umfrage erheben lassen, wie die Österreicher:innen über KI allgemein denken. Zwei Jahre später hat der Entwickler von Agentforce erneut ein Stimmungsbild der österreichischen Bevölkerung eingeholt und dabei den Fokus auf KI-Agenten gelegt. Während 2023 nur 28,9 % der Befragten KI allgemein für eine spannende neue Möglichkeit hielten, sieht das mittlerweile mehr als ein Drittel der Befragten so (37,3 %).

Rund 40 % (2023: 36,6 %) nehmen KI grundsätzliche als Chance wahr, bei der aber noch unklar ist, wohin die Reise führt. Nach wie vor ist KI für knapp ein Drittel der Befragten (32,7 %) eine Entwicklung, die mit einem sorgenvollen Blick verbunden ist — der Vergleich mit 2023 (34 %) zeigt dabei einen Rückgang, wenn auch nur einen geringen.

Blickt man auf die Arbeitswelt, zeigt die Umfrage, dass 60 % der Befragten glauben, dass KI-Agenten einen positiven Einfluss auf die Qualität der beruflichen Arbeit haben werden. Wie zu erwarten, liegt die Generation Z (1994 — 2010) bei dieser Einschätzung mit über 70 % ganz vorne, gefolgt von den Millennials (1980 — 1993) mit rund 60 %, der Generation X (1965 — 1979) mit 55,1 % und schließlich den Babyboomern (1946 — 1964) mit rund 50 %.

Diese optimistische Einschätzung wird durch aktuelle globale Zahlen aus dem Slack Workforce Index bestätigt: Beschäftigte, die täglich KI nutzen, berichten, dass sie 64 Prozent produktiver arbeiten und 81 Prozent zufriedener mit ihrem Job sind als Nichtnutzer:innen.

Der Umfrage zufolge würde mehr als ein Drittel der Befragten (37,6 %) aus der Generation Z gerne mit einem KI-Agenten als virtuellen Kollegen zusammenzuarbeiten, über alle Generationen hinweg sind es nur ein Viertel (24,3 %). Fragt man nach der Rolle, die diese KI-Agenten einnehmen sollen, sehen vier von zehn Befragten (41 %) die Agenten als virtuelle Assistenten, die bei Routine-Aufgaben und Administration unterstützen. Mehr als ein Drittel ordnet sie aber auch als kreative Assistenten, etwa beim Schreiben oder Gestalten (35 %) oder auch als „allwissende" Ressource, die alle Fragen schnell beantwortet (32,4 %) ein.

KI-Agenten und die Vertrauensfrage
Zwei von zehn Proband:innen (22,5 %) würde einen KI-Agenten als Kollegen strikt ablehnen. Das könnte daran liegen, dass zwei Drittel der Befragten (65,9 %) einer Entscheidung, die von KI-Agenten am Arbeitsplatz getroffen wird, eher nicht oder auf gar keinen Fall vertrauen würden. Bei der Vertrauensfrage setzt sich der Trend der KI-affinen Generation Z fort: 45,5 % würden KI-Entscheidungen vertrauen.„Vertrauen ist für den erfolgreichen Einsatz von KI unabdingbar. Salesforce investiert seit über zehn Jahren in vertrauenswürdige ethische KI und hat mit dem Einstein Trust Layer eine sichere KI-Architektur entwickelt. Unternehmen können so über Agentforce den kompletten Datenschatz ihres Unternehmens für KI-Anwendungen nutzen und dabei sicher sein, dass ihre Daten im Unternehmen bleiben. Unternehmen können damit das volle Potenzial der KI nutzen und ihre Belegschaft nahezu unbegrenzt skalieren - das ist gerade für den österreichischen Mittelstand ein unglaublicher Wettbewerbsvorteil", erklärt Manuela Mohr-Zydek, Country Managerin bei Salesforce Österreich.

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