Weiter gedacht … Freibier für alle!
Freibier für alle! So oder so ähnlich lautete ein Spruch in meiner Jugendzeit der vermitteln sollte, dass es sinnvoll ist, den Menschen Bier zu geben, um sie bei Laune zu halten. Egal wann, egal wo und vor allem gratis. Wir haben das damals als Scherz gesehen, und entsprechend wurde das auch geistig gehandhabt und verarbeitet – als Scherz.
Jetzt aber zur Gegenwart: Die europaweit feststellbaren Schwierigkeiten, ausreichend günstigen Wohnraum in den großen Ballungszentren zu finden, hat die EU auf den Plan gerufen – die rein rechtlich gesehen selbst dafür gar nicht zuständig ist. „Die EU-Kommission hat am 16.12.2025 einen „Affordable Housing Plan" präsentiert", sagte ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel bei der Pressekonferenz des ÖVI Ende 2025.
Zurück in die Vergangenheit. Der Scherz „Freibier für alle" war natürlich rein logisch und logistisch nicht umzusetzen. Wie sollte man das handhaben? Das Bier war relativ günstig, und sollten jetzt wirklich alle Bier trinken, dann wäre das vom Produktionsaufwand her unmöglich zu erreichen gewesen. So viel Bier, wer soll denn das brauen?
So gesehen ist der „Affordable Housing Plan" der EU als ähnlicher Scherz zu betrachten – nicht zuletzt wegen der entscheidenden Frage: Wer soll denn das bauen? Welcher Bauträger soll bitte in Österreich – und vermutlich auch in Europa – unter den gegebenen Umständen so viel bauen können, dass wir wirklich wieder zu leistbarem Wohnraum kommen? Vor allem im Mietbereich, „wo Angebot und Produktion fehlen", so Georg Flödl, ÖVI-Präsident: „2024 lagen die Mietsteigerungen bei Neuabschlüssen bereits zwischen 6,2 und 7,7 Prozent – und dieser Trend setzte sich 2025 fort." Ich ergänze: 2026, 2027 wird es so weitergehen, und dann werden wir sehen, ob es in diesen zwei Jahren möglich war, die Basis von „Freibier für alle", also leistbares Wohnen, bereitzustellen.
Um das nämlich wirklich zu schaffen, müssten auch einige Vorschriften rund ums Bauen abgeschafft oder zumindest geändert werden, und danach sieht es im Augenblick nicht aus. Wie es darum in anderen europäischen Staaten bestellt ist, kann ich nicht sagen. Deutschland hat den Gebäudetyp „E", aber bis zur breiten Umsetzung kann es angesichts der deutschen Bürokratie noch ein weiter Weg sein. Und die österreichische Bürokratie kennen wir schließlich auch.
Somit kann man den „Affordable Housing Plan" nur als frommen Wunsch verstehen – er fällt daher für mich unter die Kategorie „Freibier für alle!".
Jetzt aber zur Gegenwart: Die europaweit feststellbaren Schwierigkeiten, ausreichend günstigen Wohnraum in den großen Ballungszentren zu finden, hat die EU auf den Plan gerufen – die rein rechtlich gesehen selbst dafür gar nicht zuständig ist. „Die EU-Kommission hat am 16.12.2025 einen „Affordable Housing Plan" präsentiert", sagte ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel bei der Pressekonferenz des ÖVI Ende 2025.
Zurück in die Vergangenheit. Der Scherz „Freibier für alle" war natürlich rein logisch und logistisch nicht umzusetzen. Wie sollte man das handhaben? Das Bier war relativ günstig, und sollten jetzt wirklich alle Bier trinken, dann wäre das vom Produktionsaufwand her unmöglich zu erreichen gewesen. So viel Bier, wer soll denn das brauen?
So gesehen ist der „Affordable Housing Plan" der EU als ähnlicher Scherz zu betrachten – nicht zuletzt wegen der entscheidenden Frage: Wer soll denn das bauen? Welcher Bauträger soll bitte in Österreich – und vermutlich auch in Europa – unter den gegebenen Umständen so viel bauen können, dass wir wirklich wieder zu leistbarem Wohnraum kommen? Vor allem im Mietbereich, „wo Angebot und Produktion fehlen", so Georg Flödl, ÖVI-Präsident: „2024 lagen die Mietsteigerungen bei Neuabschlüssen bereits zwischen 6,2 und 7,7 Prozent – und dieser Trend setzte sich 2025 fort." Ich ergänze: 2026, 2027 wird es so weitergehen, und dann werden wir sehen, ob es in diesen zwei Jahren möglich war, die Basis von „Freibier für alle", also leistbares Wohnen, bereitzustellen.
Um das nämlich wirklich zu schaffen, müssten auch einige Vorschriften rund ums Bauen abgeschafft oder zumindest geändert werden, und danach sieht es im Augenblick nicht aus. Wie es darum in anderen europäischen Staaten bestellt ist, kann ich nicht sagen. Deutschland hat den Gebäudetyp „E", aber bis zur breiten Umsetzung kann es angesichts der deutschen Bürokratie noch ein weiter Weg sein. Und die österreichische Bürokratie kennen wir schließlich auch.
Somit kann man den „Affordable Housing Plan" nur als frommen Wunsch verstehen – er fällt daher für mich unter die Kategorie „Freibier für alle!".
Stay Informed
When you subscribe to the blog, we will send you an e-mail when there are new updates on the site so you wouldn't miss them.
About the author
Walter Senk ist Chefredakteur der »unabhängigen Immobilien Redaktion« und zählt zu den führenden Analysten und Kommentatoren der österreichischen Immobilienbranche.
immobilien-redaktion.com
By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.report.at/
Firmen | News
Salesforce
25 August 2026
Salesforce stellt Slack Code vor. Die neue Arbeitsumgebung bringt die Software-Entwicklung mit KI-Agenten direkt in eigenen Code-Kanälen in Slack zusammen und macht sie für Entwickler:innen und Fachabteilungen kollaborativ nutzbar. Slack Code unterst...
Firmen | News
21 August 2026
Ein eigener Pool setzt nicht zwingend einen weitläufigen Garten voraus. Auf kleinen Grundstücken entscheidet allerdings weniger die reine Beckengröße als eine sorgfältige Abstimmung aller Flächen, ob das Projekt gelingt. Wasser, Terrasse, Wege, Bepfl...
Salesforce
19 August 2026
Salesforce erweitert Headless 360, damit autorisierte KI-Agenten vorhandene Salesforce Funktionen, Workflows und Daten sicher über den offenen MCP-Standard nutzen können. Unternehmen müssen Geschäftslogik, Berechtigungen und Governance dafür nicht fü...
Firmen | News
19 August 2026
Ein Schmuckstück aus dem Nachlass wirft oft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Ist der Ring aus dem Schmuckkästchen der Großmutter wertvoll, oder handelt es sich um modischen Schmuck ohne nennenswerten Materialwert? Der tatsächliche Wert lässt sich...
Neue Blog Beiträge
25 August 2026
Heiße Sommer und längere Hitzeperioden gehören mittlerweile zur betrieblichen Realität. Besonders Beschäftigte im Freien sind hohen Temperaturen und intensiver UV-Strahlung ausgesetzt. Die Folgen reichen von körperlicher Belastung und Kreislaufproble...
23 August 2026
Am 19. August 2026 wurde Donald Trump im Roosevelt Room des Weißen Hauses gefragt, ob seine Regierung genug getan habe, um den Anleihemarkt zu stabilisieren. Der Anlass war handfest: Die Rendite dreißigjähriger US-Staatsanleihen war auf 5,31 Prozent ...
21 August 2026
Mit der Revision der ISO 19011, dem weltweit anerkannten Leitfaden für die Auditierung von Managementsystemen, werden Organisationen und Auditoren und Auditorinnen auf die Herausforderungen einer sich rasch verändernden Arbeits- und Geschäftswelt vor...