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Von Daten zu Taten: KI-Startups gestalten die Zukunft des Klimaschutzes

Von Lisbeth Kaufman, Head of Climate Tech BD, Startups and Venture Capital bei AWS, und Benoit de Chateauvieux, Startup Solutions Architect bei AWS

Es gibt nur wenige Probleme, die dringender sind als die Klimakrise. Die Welt befindet sich in einem Rennen, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen und die globale Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, bevor die Auswirkungen des Klimawandels endgültig unumkehrbar werden. Schnelligkeit ist für die Bewältigung der Klimakrise von entscheidender Bedeutung – generative KI entwickelt sich bereits jetzt zu einem wichtigen Instrument, um die Entwicklung und den Einsatz von Lösungen gegen den Klimawandel zu beschleunigen.

Der Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz (KI) durch Climate-Tech-Startups zur Bekämpfung der Klimakrise ist ein innovativer Ansatz, der über reine Kreativität hinausgeht. Diese Startups nutzen die fortschrittlichen Fähigkeiten der KI, wie Texterstellung, Bildgenerierung und Datenanalyse, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln und so zum Klimaschutz beizutragen.

BrainBox AI: Beschleunigung der Dekarbonisierung von Gebäuden durch generative KI

BrainBox AI nutzt fortschrittliche Künstliche Intelligenz, um Gebäude energieeffizienter zu machen und so den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Da Gebäude laut der Internationalen Energieagentur (IEA) weltweit für einen erheblichen Teil des Energieverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Emissionen verantwortlich sind, spielt die Senkung ihres Energiebedarfs eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel.

Das innovative System von BrainBox AI verbindet sich mit bestehenden Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen in Gebäuden und optimiert diese autonom. Durch die Analyse von historischen Daten und externen Faktoren wie dem Wetter passt BrainBox AI die Gebäudetemperatur in Echtzeit an, um Energie zu sparen und Emissionen zu senken. So konnte das Unternehmen beispielsweise Hauseigentümern helfen, Energiekosten um bis zu 25% und CO2-Emissionen um bis zu 40% reduzieren.

Um die Einführung seiner Technologie in neuen Gebäuden zu beschleunigen, setzt BrainBox AI generative KI ein. Diese Technologie ermöglicht es, schneller notwendige technische Informationen zu extrahieren und in nutzbare Daten umzuwandeln. Ein Prozess, der früher sehr zeitaufwendig war und manuelles Durchforsten von technischen Handbüchern erforderte, wird nun durch die KI automatisiert und erheblich beschleunigt. Mit der Unterstützung von Amazon Bedrock kann BrainBox AI diesen Prozess, um über 90 % schneller durchführen, was es ermöglicht, mehr Gebäude effizienter und schneller zu optimieren.

Pendulum: Dekarbonisierung der Lieferkette mit generativer KI

Das Technologie-Unternehmen Pendulum macht sich KI zunutze, um KI-gestützte Lösungen anzubieten, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Abläufe intelligent zu verwalten und Produktabfälle, Umsatzverluste und übermäßige Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Die Optimierung von Lieferketten ist entscheidend für die Reduktion von Kohlenstoffemissionen. So gehen beispielsweise jedes Jahr schätzungsweise 562 Milliarden US-Dollar an überschüssige Bestände verloren, wobei 17 Prozent der Lebensmittelprodukte und acht Prozent der Einzelhandels- und Konsumgüterprodukte weggeworfen werden.

Die auf AWS basierende Software von Pendulum kann Nachfrage vorhersagen, das besser Angebot planen und Sendungen geografisch zuordnen. Der Zugriff auf Unternehmensdaten ist für die Pendulum-Plattform entscheidend. Die Daten werden jedoch häufig in isolierten Systemen und unstrukturierten Dokumenten wie PDF- und Textdateien gespeichert. Die Software von Pendulum ist darauf ausgelegt, die wichtigsten Datenquellen für die betriebliche Entscheidungsfindung zu nutzen. Pendulum setzt generative KI ein, um wichtige Informationen aus langen und komplizierten Dokumenten zu erschließen und so die Zeit bis zur Wertschöpfung für seine Kunden zu verkürzen.

Ein Beispiel für den effektiven Einsatz dieses Verfahrens ist die Präzisionslandwirtschaft. Das Pendulum-Team verwendet einen "Human-in-the-Loop"-Ansatz, um ein großes Sprachmodell (LLM) mit Amazon SageMaker abzustimmen. Damit werden aus unstrukturierten Dateien maschinenlesbare Daten generiert, anhand derer die Landwirtschaftsmaschinen der Kunden bestimmen können, wie viel Pestizide, Wasser und andere Produkte sie einsetzen müssen. Dadurch ist es für den Kunden weniger wahrscheinlich, dass er Ressourcen überbeansprucht oder überbestellt, er kann Geld sparen und seinen ökologischen Fußabdruck und die Umweltbelastung verringern.

Was kommt als Nächstes für generative KI und Klimatechnologie?

Unternehmen wie BrainBox AI oder Pendulum nutzen bereits jetzt die Möglichkeiten der generativen KI auf AWS mit beeindruckenden Ergebnissen. Die Technologie ermöglicht es ihnen, wichtige Informationen aus komplexen Datenmengen herauszufiltern und neue Lösungen zu entwickeln. Das Ergebnis: Eine schnellere Kundenbetreuung, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und niedrigere Kosten durch Effizienzgewinne für die Unternehmen und deren Kunden.

In der Zukunft werden Startups im Bereich Klimaschutztechnologien zweifellos weiterhin innovative Anwendungen für generative KI finden, um einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise zu leisten.

Bild: iStock

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