Thursday, March 19, 2026

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Kurswechsel im EU-Vergaberecht gefordert. Ingenieurverbände drängen auf Reformen: Nachhaltigkeit und Innovation sollen zentrale Vergabekriterien werden.

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Die European Federation of Engineering Consultancy Associations (EFCA) fordert eine tiefgreifende Neuausrichtung des öffentlichen Beschaffungswesens in der EU. Der Verband kritisiert die weitverbreitete Vergabe nach dem billigsten Preis – insbesondere bei Planungs- und Ingenieurleistungen. Diese Praxis gefährde Innovation, Nachhaltigkeit und letztlich auch die Qualität öffentlicher Infrastruktur. »Europa braucht die besten Lösungen, nicht die billigsten«, so EFCA-Präsidentin Inés Ferguson. Öffentliche Aufträge müssten sich stärker an langfristigem Nutzen und Lebenszykluskosten orientieren. Zu den zentralen Reformvorschlägen zählen: die verpflichtende Anwendung des wirtschaftlich günstigsten Angebots (MEAT), Preisuntergrenzen gegen Dumpingangebote, das Zwei-Umschlags-Verfahren zur getrennten Bewertung von Qualität und Preis sowie der Abbau von Bürokratie für KMU.
Gut geplante und nachhaltig gebaute Infrastruktur sei eine Investition in die Zukunft – im Einklang mit dem Green Deal und den Resilienz-Zielen der EU. Beratende Ingenieure können dabei eine Schlüsselrolle spielen. Damit ihr Know-how zur Entfaltung kommt, braucht es laut EFCA ein Vergabesystem, das Qualität belohnt statt sie zu unterbieten. Die gesamte Bauwirtschaft sei nun gefragt, diese Reformen aktiv mitzugestalten.

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