Sonntag, Oktober 25, 2026

Mehrwert für Manager

Doka setzt am Standort Amstetten erstmals einen elektrisch betriebenen Lkw ein. In einem Bereich, in dem E-Schwerlastfahrzeuge bisher kaum verbreitet sind, soll der Einsatz zeigen, wie sich Elektromobilität in der Werkslogistik praktisch bewährt.

Doka fährt elektrisch

(v.l.n.r.): Natalie Kocher (Vice President, MAN) Alf Behnke (Vice President-Supply Chain, Doka), Rudi Kuchta (Managing Director, MAN), Hubert Mattersdorfer (COO, Doka) Robert Hauser (CEO, Doka), Gerhard Kamleithner (Direktor, Raiffeisen-Lagerhaus Amstetten), Julia Weber ( Head of Sustainability, Doka)

Seit 25. November betreibt Doka am Hauptsitz in Amstetten einen vollelektrischen MAN-Lkw. Er transportiert Schalungs- und Gerüstmaterial zwischen Amstetten, St. Georgen/Ybbsfelde und St. Martin und übernimmt damit die Aufgaben eines Dieselmodells, das laut Unternehmen zu den verbrauchsstärksten Fahrzeugen der internen Logistik gehörte. Der benötigte Strom stammt aus erneuerbaren Quellen.

Emissionsdaten und Einordnung

Doka geht davon aus, dass sich durch den Austausch jährlich rund 36 Tonnen CO₂ einsparen lassen. Bezogen auf dieses Nutzungsszenario entspricht das einer Reduktion der transportbedingten Emissionen um etwa 97 Prozent. Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf den internen Werksverkehr und lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Transportprofile übertragen.

Stellung im Klimaprogramm des Unternehmens

Der eLkw ist Teil eines breiteren Maßnahmenpakets, mit dem Doka Emissionen in Produktion und Logistik schrittweise reduzieren möchte. CEO Robert Hauser verweist auf die übergeordnete Zielrichtung: „Die Dekarbonisierung betrifft neben verschiedensten Aktivitäten entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette natürlich auch die eigene Produktion und Transportlogistik.“ Bis 2035 sollen weitere Fahrzeugkategorien des Unternehmens – darunter Pkw, Stapler und zusätzliche Lkw – auf batterieelektrischen Antrieb umgestellt werden.

Erfahrungen für zukünftige Entscheidungen

Der neue eTruck ist derzeit das einzige Schwerfahrzeug über zwölf Tonnen im österreichischen Doka-Fuhrpark mit Elektroantrieb. Wie sich Reichweite, Ladezeiten und Betriebseffizienz im Alltag entwickeln, wird sich im laufenden Betrieb zeigen. Auch Auswirkungen auf Transporttaktung und Fahrzeugverfügbarkeit stehen erst mit längerer Beobachtung fest. Ob daraus eine breitere Umstellung entsteht, hängt weniger vom Ziel als von den Erfahrungen ab, die der Pilotbetrieb liefert.

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