Donnerstag, Juli 16, 2026

Mehrwert für Manager

Doka setzt am Standort Amstetten erstmals einen elektrisch betriebenen Lkw ein. In einem Bereich, in dem E-Schwerlastfahrzeuge bisher kaum verbreitet sind, soll der Einsatz zeigen, wie sich Elektromobilität in der Werkslogistik praktisch bewährt.

Doka fährt elektrisch

(v.l.n.r.): Natalie Kocher (Vice President, MAN) Alf Behnke (Vice President-Supply Chain, Doka), Rudi Kuchta (Managing Director, MAN), Hubert Mattersdorfer (COO, Doka) Robert Hauser (CEO, Doka), Gerhard Kamleithner (Direktor, Raiffeisen-Lagerhaus Amstetten), Julia Weber ( Head of Sustainability, Doka)

Seit 25. November betreibt Doka am Hauptsitz in Amstetten einen vollelektrischen MAN-Lkw. Er transportiert Schalungs- und Gerüstmaterial zwischen Amstetten, St. Georgen/Ybbsfelde und St. Martin und übernimmt damit die Aufgaben eines Dieselmodells, das laut Unternehmen zu den verbrauchsstärksten Fahrzeugen der internen Logistik gehörte. Der benötigte Strom stammt aus erneuerbaren Quellen.

Emissionsdaten und Einordnung

Doka geht davon aus, dass sich durch den Austausch jährlich rund 36 Tonnen CO₂ einsparen lassen. Bezogen auf dieses Nutzungsszenario entspricht das einer Reduktion der transportbedingten Emissionen um etwa 97 Prozent. Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf den internen Werksverkehr und lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Transportprofile übertragen.

Stellung im Klimaprogramm des Unternehmens

Der eLkw ist Teil eines breiteren Maßnahmenpakets, mit dem Doka Emissionen in Produktion und Logistik schrittweise reduzieren möchte. CEO Robert Hauser verweist auf die übergeordnete Zielrichtung: „Die Dekarbonisierung betrifft neben verschiedensten Aktivitäten entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette natürlich auch die eigene Produktion und Transportlogistik.“ Bis 2035 sollen weitere Fahrzeugkategorien des Unternehmens – darunter Pkw, Stapler und zusätzliche Lkw – auf batterieelektrischen Antrieb umgestellt werden.

Erfahrungen für zukünftige Entscheidungen

Der neue eTruck ist derzeit das einzige Schwerfahrzeug über zwölf Tonnen im österreichischen Doka-Fuhrpark mit Elektroantrieb. Wie sich Reichweite, Ladezeiten und Betriebseffizienz im Alltag entwickeln, wird sich im laufenden Betrieb zeigen. Auch Auswirkungen auf Transporttaktung und Fahrzeugverfügbarkeit stehen erst mit längerer Beobachtung fest. Ob daraus eine breitere Umstellung entsteht, hängt weniger vom Ziel als von den Erfahrungen ab, die der Pilotbetrieb liefert.

Wer wir sind

Populär

IT-Projekte: Einreichen und gewinnen – eAward 2026!

IT-Projekte: Einreichen und gewinnen – eAward 2026!

Der Wirtschaftspreis eAward zeichnet Digitalisierungsprojekte aus dem Raum...
Mistral: Expansion von KI-Diensten in Europa

Mistral: Expansion von KI-Diensten in Europa

Digital Realty hat eine strategische Partnerschaft mit Mistral AI geschlossen. Ziele sind...
Kosmos und IBM: Modernes Deployment und automatische Skalierung

Kosmos und IBM: Modernes Deployment und automatische Skalierung

Ob zu Ostern oder zu Weihnachten, während der Geschenkesaison geht es beim...
Agri-PV in Altenmarkt

Agri-PV in Altenmarkt

Die Energie AG hat nach knapp einem halben Jahr Bauzeitkürzlich in Altenmarkt...

Best of ... Connectivity

Vernetzung und Kommunikation auf Wasserstraßen, im Außendienst, im Vertrieb, im...
Forschungsprämie als wichtiger Joker

Forschungsprämie als wichtiger Joker

Ende 2025 wurde die Forschungsprämien-Verordnung in Österreich novelliert....
Mann in Anzug und mit Krawatte lächelt in die Kamera

Neuer Präsident von Österreichs E-Wirtschaft

Die Spitzengremien von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der...
Was CFOs 2026 erwartet

Was CFOs 2026 erwartet

Die Finanzchef*innen der Unternehmen werden zu strategischen Architekt*innen...
Ein Wolf im Wald zwischen Bäumen

Tierlieb

Manchmal geht das mit dem Naturschutz auch nach hinten los – Zeit, die Krone...
Mahlzeit am Morgen ohne Kummer und Sorgen

Mahlzeit am Morgen ohne Kummer und Sorgen

Wer sein Business-Breakfast nicht immer im Meetingraum veranstalten will, dem...
Großspeicher im Burgenland

Großspeicher im Burgenland

Der Eisenstädter Bürgermeister Thomas Steiner hat am 12. Mai gemeinsam mit...
Porträtbild von Helmut Leopold, er schaut in die Kamera

Wenn ich das damals gewusst hätte ...

Helmut Leopold verbindet als Head of Center for Digital Safety & Security die...