Friday, June 05, 2026

Mehrwert für Manager

Doka setzt am Standort Amstetten erstmals einen elektrisch betriebenen Lkw ein. In einem Bereich, in dem E-Schwerlastfahrzeuge bisher kaum verbreitet sind, soll der Einsatz zeigen, wie sich Elektromobilität in der Werkslogistik praktisch bewährt.

(v.l.n.r.): Natalie Kocher (Vice President, MAN) Alf Behnke (Vice President-Supply Chain, Doka), Rudi Kuchta (Managing Director, MAN), Hubert Mattersdorfer (COO, Doka) Robert Hauser (CEO, Doka), Gerhard Kamleithner (Direktor, Raiffeisen-Lagerhaus Amstetten), Julia Weber ( Head of Sustainability, Doka)

Seit 25. November betreibt Doka am Hauptsitz in Amstetten einen vollelektrischen MAN-Lkw. Er transportiert Schalungs- und Gerüstmaterial zwischen Amstetten, St. Georgen/Ybbsfelde und St. Martin und übernimmt damit die Aufgaben eines Dieselmodells, das laut Unternehmen zu den verbrauchsstärksten Fahrzeugen der internen Logistik gehörte. Der benötigte Strom stammt aus erneuerbaren Quellen.

Emissionsdaten und Einordnung

Doka geht davon aus, dass sich durch den Austausch jährlich rund 36 Tonnen CO₂ einsparen lassen. Bezogen auf dieses Nutzungsszenario entspricht das einer Reduktion der transportbedingten Emissionen um etwa 97 Prozent. Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf den internen Werksverkehr und lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Transportprofile übertragen.

Stellung im Klimaprogramm des Unternehmens

Der eLkw ist Teil eines breiteren Maßnahmenpakets, mit dem Doka Emissionen in Produktion und Logistik schrittweise reduzieren möchte. CEO Robert Hauser verweist auf die übergeordnete Zielrichtung: „Die Dekarbonisierung betrifft neben verschiedensten Aktivitäten entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette natürlich auch die eigene Produktion und Transportlogistik.“ Bis 2035 sollen weitere Fahrzeugkategorien des Unternehmens – darunter Pkw, Stapler und zusätzliche Lkw – auf batterieelektrischen Antrieb umgestellt werden.

Erfahrungen für zukünftige Entscheidungen

Der neue eTruck ist derzeit das einzige Schwerfahrzeug über zwölf Tonnen im österreichischen Doka-Fuhrpark mit Elektroantrieb. Wie sich Reichweite, Ladezeiten und Betriebseffizienz im Alltag entwickeln, wird sich im laufenden Betrieb zeigen. Auch Auswirkungen auf Transporttaktung und Fahrzeugverfügbarkeit stehen erst mit längerer Beobachtung fest. Ob daraus eine breitere Umstellung entsteht, hängt weniger vom Ziel als von den Erfahrungen ab, die der Pilotbetrieb liefert.

Wer wir sind

Populär

IT-Projekte: Einreichen und gewinnen – eAward 2026!

Der Wirtschaftspreis eAward zeichnet Digitalisierungsprojekte aus dem Raum...

Cybersecurity im Fadenkreuz

Digitale Sicherheit ist längst Chefsache. KI-gestützte Angriffe, geopolitische...

Aus der Praxis: Verlust des Werklohns

In der Rubrik „Aus der Praxis“ gibt Roland Weinrauch, Weinrauch Rechtsanwälte, den Leser*innen...

Die Meinungsführer*innen: Führungskräfte auf LinkedIn

LinkedIn ist die mit Abstand wichtigste Businessplattform im Netz. Exklusiv...

Strom, Zahlen und die Frage der Wahrheit

Vorwurf mit Sprengkraft: Das Fraun­hofer Institut habe absichtlich falsch...

Aus für Sanierungsbonus: Das sagt das Ministerium

Am 2. Februar verkündete das Umweltministerium das überraschende Aus für die...

Neue NÖ Bauordnung ab 1. März in Kraft

Mit 1. März 2026 tritt die umfassende Novelle der Niederösterreichischen...

Langer Weg mit viel Potenzial

Trotz technologischer Fortschritte verläuft der Ausbau der...

Eventtipp: Enquete KI 2026

In einer Zeit, in der Unternehmen mit dauerhaft hohen Energiepreisen,...

Was CFOs 2026 erwartet

Die Finanzchef*innen der Unternehmen werden zu strategischen Architekt*innen...

Forschungsprämie als wichtiger Joker

Ende 2025 wurde die Forschungsprämien-Verordnung in Österreich novelliert....

Mit Stromspeichern Geld verdienen

Die Energiewende bringt nicht nur herausfordernde Umstellungen für Unternehmen mit sich,...