Thursday, March 19, 2026

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Bau | Immobilien

Wie mit Bauabfällen umgegangen wird, rückt zunehmend in den Fokus europäischer Nachhaltigkeitsregeln. Zum ersten Mal wurde die Berechnungsmethodik einer digitalen Entsorgungsplattform im deutschsprachigen Raum offiziell als EU-Taxonomie-konform eingestuft.

Ralf Mittermayr, Saubermacher; Bernadette Triebl-Wurzenberger, Thomas Deutsch, PS Plattformen & Systeme


Wastebox Österreich und Wastebox Deutschland GmbH, beide Teil der Saubermacher-Gruppe, haben von einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eine Bestätigung für die Berechnungsmethodik ihrer stofflichen Verwertungsquote erhalten. Laut Unternehmen erfüllt sie die Vorgaben der EU-Taxonomie für nachhaltiges Wirtschaften. Diese schreibt vor, unter welchen Bedingungen wirtschaftliche Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten – etwa im Bereich der Abfallverwertung. Dass eine digital erhobene Quote nun erstmals als konform eingestuft wurde, gilt als ein Schritt in Richtung standardisierter, nachvollziehbarer Nachhaltigkeitskennzahlen.

„Diese Bestätigung ist ein starkes Signal für planbare und belegbare Kreislaufwirtschaft“, sagt Ralf Mittermayr, CEO der Saubermacher-Gruppe.

Laut Wastebox lassen sich Verwertungsquoten live im System verfolgen und in strukturierter Form für Berichtspflichten nutzen. Die Plattform kommt nach eigenen Angaben aktuell in rund 70 Projekten in Österreich und Deutschland zum Einsatz.

Erfasst werden Abfallmengen, Fraktionen und Verwertungswege. Auch Wiegescheine und Abschlussdokumente fließen laut Unternehmen automatisiert in die digitale Nachweisführung ein. Dass diese Daten standardisiert und in Echtzeit verfügbar sind, gilt aus Sicht des Unternehmens als Voraussetzung dafür, sie regulatorisch verwerten zu können.

Mit der geprüften Methode soll künftig besser nachvollziehbar werden, welchen Beitrag einzelne Bauprojekte tatsächlich zur Kreislaufwirtschaft leisten.

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