Tuesday, March 17, 2026

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Eine neue Studie der Universität Graz, Deloitte Österreich und Wien Energie zeigt: Die Zustimmung zu erneuerbaren Energien bleibt in Österreich hoch. Zugleich rücken langfristige Energie- und Mobilitätslösungen stärker in den Fokus – darunter Photovoltaik, Stromspeicher und Elektrofahrzeuge.


Die repräsentative Befragung von rund 1.000 Personen wurde am 23. Februar 2026 vorgestellt. Mehr als zwei Drittel der Befragten stehen erneuerbaren Energieprojekten positiv gegenüber, auch im direkten Wohnumfeld. Studienautorin Nina Hampl sagt: „Die Zustimmung zu erneuerbaren Energieprojekten hält sich laut unserer Umfrage weiterhin auf hohem Niveau – trotz Teuerung und Kostendruck.“  

Photovoltaik und Speicher im Alltag

Photovoltaik bleibt laut Studie die am häufigsten genutzte erneuerbare Technologie im privaten Bereich. Fast ein Drittel der Befragten verfügt über eine PV-Anlage; als Gründe nennt die Studie erwartete Kosteneinsparungen, ökologische Motive und öffentliche Förderungen. 2025 wurden im privaten Bereich besonders viele Stromspeicher installiert. Laut Studie verfügt inzwischen fast die Hälfte der Haushalte mit PV-Anlagen über entsprechende Speichermöglichkeiten. Geschäftsführer Karl Gruber von Wien Energie betont: „Das Jahr 2025 brachte ein Rekordhoch bei installierten Stromspeichern im privaten Bereich.“

Strukturelle Maßnahmen und Energiegemeinschaften

Bei Energiesparmaßnahmen nennt die Studie vermehrt Investitionen wie Gebäudesanierungen oder den Austausch von Heizungssystemen, um den Energieverbrauch dauerhaft zu senken. Auch gemeinschaftliche Energieformen gewinnen an Bedeutung. Mehr als ein Drittel der Befragten zeigt Interesse an Beteiligungsmodellen; 15 Prozent sind bereits Teil einer Energiegemeinschaft oder haben selbst eine gegründet. Gruber sagt dazu: „Die Österreicherinnen und Österreicher beschäftigen sich immer mehr mit langfristigen Lösungen im Energiebereich und ziehen weiter auch gemeinschaftliche Modelle in Betracht.“ 

Elektromobilität gewinnt wieder an Interesse

Nach einem Rückgang im Vorjahr steigt das Interesse an Elektroautos wieder. 67 Prozent nennen geringere Betriebskosten als Hauptmotiv, 60 Prozent führen Klimaschutzargumente an. Förderungen spielen eine geringere Rolle als früher. Gerhard Marterbauer von Deloitte Österreich erklärt: „Förderungen allein setzen den Markt nicht nachhaltig in Bewegung – es braucht vor allem leistbare E-Fahrzeuge.“ Laut Marterbauer haben mehrere Hersteller neue Modelle im unteren und mittleren Preissegment für 2026 und 2027 angekündigt.

Erwartungen an die Politik

Rund die Hälfte der Befragten fordert laut Studie eine raschere Umsetzung gesetzlicher Klimaschutzmaßnahmen. Marterbauer sieht darin ein Signal, dass die Bevölkerung weitere Schritte in der Energie- und Mobilitätswende unterstützt.

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