Friday, April 17, 2026

Mehrwert für Manager

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Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance stellen gerade im Finanzsektor höchste Anforderungen an den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. ONTEC AI zeigt mit der Implementierung von zwei KI-Lösungen bei dem Finanzdienstleistungsunternehmen grenke, dass generative KI nicht nur sicher und Compliance-konform eingesetzt werden kann, sondern dass sie zugleich die tägliche Arbeit von Mitarbeitenden deutlich erleichtert.

„Hallo, ich bin ELLA! Wie kann ich Ihnen heute helfen?“ Mit dieser Frage begrüßt die KI-Assistentin der grenke ihre menschlichen Kolleg:innen – bereit, sie bei alltäglichen Aufgaben wie Textgenerierung, Übersetzungen, Zusammenfassungen oder Korrekturen zu unterstützen. Ein weiteres Feature von ELLA ist das KI-Wissensmanagement: eine semantische Frage-Antwort-Lösung für interne Dokumente, die den rund 2300 Mitarbeitenden der grenke täglich viel Zeit spart. Ein Beispiel: Fragt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter nach der maximalen Kredithöhe, die eine Führungskraft im Bereich Sales in einem bestimmten Land genehmigen darf, berücksichtigt ELLA automatisch die geltenden Richtlinien für das jeweilige Land und die Abteilung. Die KI liefert nicht nur die Antwort, sondern verweist auch auf die relevanten internen Dokumente und erklärt, wie diese Regelung zustande kommt. So erhalten die Mitarbeitenden nicht nur eine schnelle Antwort, sondern auch die Sicherheit, dass sie auf Basis der richtigen Informationen handeln. Dieses Beispiel ist nicht nur bankenrelevant, sondern zeigt auch, wie ELLA durch die Berücksichtigung von Geltungsbereichen und Berechtigungen den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden erleichtert. Es unterstreicht, dass ELLA nicht einfach nur eine Suchmaschine ist, sondern eine intelligente Assistentin, die hilft, komplexe Prozesse zu verstehen und sicher umzusetzen.

Neben der automatischen Suche nach den relevantesten Dokumenten unterstützt ELLA auch ein ‚Chat-with-Documents‘-Feature. Dabei ermöglicht es die KI den Mitarbeitenden, Dokumente aller Art – inklusive veralteter Versionen – hochzuladen. Anschließend können sie Fragen zum Inhalt in Form einer Unterhaltung stellen und erhalten sofort kontextbezogene Antworten. „Das Besondere dabei ist, dass auch ‚schwer lesbare‘ Dokumente, beispielsweise Tabellen mit verbundenen Zellen oder absichtlich hervorgehobene Zeilen, von ELLA erkannt und korrekt eingeordnet sowie in Relation zu anderen Dokumenten gesetzt werden können. Von der schnellen Analyse komplexer Verträge bis hin zur Beantwortung spezifischer Fragen zu internen Richtlinien und vieles mehr: ELLA verknüpft Informationen dokumentübergreifend und macht implizites Wissen zugänglich“, erklärt Dr. Tobias Eljasik-Swoboda, AI Development Lead bei ONTEC AI.

Klarheit statt Halluzinationen
Auch für die Qualitätssicherung sorgt ONTEC AI: Die KI-Lösungen sind so konzipiert, dass das System über verschiedene Schnittstellen auf interne Dokumentenablagen zugreift. Es basiert auf RAG-Technologie (Retrieval-Augmented Generation) und nutzt erweiterte Validierungs-Algorithmen, um die Richtigkeit und Zuverlässigkeit der Antworten sicherzustellen – und somit Halluzinationen der KI zu vermeiden. Dies ist insbesondere bei Anfragen wichtig, die Einfluss auf die Bearbeitung von Cost-Benefit-Analysen haben oder sich auf gesetzliche Rahmenbedingungen für das hochregulierte Unternehmen beziehen. Auch dass die Datenhoheit ausschließlich bei der grenke liegt, war und ist ein wesentlicher Faktor bei der Nutzung von KI im Unternehmen.

Nicht nur in Belangen der Qualitätssicherung und IT-Security, sondern generell ist man bei der grenke mehr als zufrieden mit dem erfahrenen und agilen ONTEC AI-Team, wie Dr. Tobias Wüchner, Managing Director der grenke Digital GmbH, betont: „Wir freuen uns über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der ONTEC AI. Alle Lösungen, die wir bisher in Anspruch genommen haben, passen genau zu unseren Anforderungen. Vor allem schätzen wir die Flexibilität, Agilität und das hohe Maß an Service-Gedanken – eine absolute Notwendigkeit im fluiden und schnelllebigen Umfeld der Künstlichen Intelligenz. Wir schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit, bei der wir gemeinsam an einer Lösung arbeiten, anstatt ein Produkt zu kaufen und es dann ohne weitere Abstimmung zu implementieren.“

Großes Potenzial bei KI-Agenten
Gemeinsam mit ONTEC AI plant grenke weitere Use Cases entlang einer klar definierten Implementierungs-Roadmap zu realisieren. Erste Beta-Tests haben beispielsweise gezeigt, wie intelligente Agenten Suchanfragen kontextbezogen verfeinern, Formularfelder automatisch vorausfüllen oder mehrsprachige Ergebnisse liefern können. Dabei folgt das System dem Prinzip „Human-in-the-loop“: Der KI-Agent übernimmt vorbereitende Arbeit, die finale Entscheidung liegt aber weiterhin bei der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter. Ein anderes Beispiel für die zukünftige Nutzung von ELLA: Wenn sich Mitarbeitende bei ELLA über die Nutzung einer Tankkarte im Ausland erkundigen, könnte der KI-Agent zukünftig daraus schließen, dass eine Dienstreise bevorsteht. Daraufhin könnte die KI selbstständig vorschlagen, ein Hotel zu buchen und Termine mit Kolleg*innen und Partner*innen vor Ort vereinbaren – und es dann durchführen. Die sicheren Authentifizierungsmechanismen, Dashboards zur Kostenkontrolle und die nahtlose Integration in die bestehende IT-Architektur der Lösungen von ONTEC AI stellen bereits jetzt die Weichen für die Zukunft. „Diese neuen KI-Lösungen führen zu einem besseren Arbeitserlebnis für die Mitarbeitenden und die noch zu hebenden Potenziale können kaum zu hoch bewertet werden“, sagt auch Dr. Tobias Eljasik-Swoboda.

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