Monday, March 23, 2026

Mehrwert für Manager

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Der Wettbewerb in den Mobilnetzen ist vorbei. Was beginnt, ist ein Kampf um die Vorherrschaft in der KI-Ära. Europa steht dabei vor einer doppelten Herausforderung.


»Wenn wir die Vorteile aus 5G nicht konsequent nutzen und die Netze ausbauen, haben wir ein Problem«, sagt Vivek Badrinath, Chef der GSMA, sinngemäß bei der Eröffnung des Mobile World Congress im März in Barcelona. Mobilfunk trägt 7,6 Billionen Dollar Wertschöpfung zur globalen Wirtschaft bei, droht derzeit aber, den wachsenden digitalen Herausforderungen nicht gewachsen zu sein. Der Ausbau der Netze ist bei weitem nicht abgeschlossen, die Chancen durch KI werden ungleich in der Welt verteilt.

Warnende Stimmen wie diese sind auf der Großmesse der Telekommunikationsbranche bekannt. Während die Branche seit Jahren über die Möglichkeiten der »Monetarisierung« von Investitionen in 5G diskutiert – und bis heute kaum befriedigende Antworten gefunden hat – , verschiebt sich jetzt der Fokus. Das ist bei der Mehrheit der Aussteller in den Hallen zu sehen. Nicht Mobilfunk selbst steht im Mittelpunkt, sondern die KI-Infrastruktur, die alles steuern wird – auch die Netze der Telcos – und die Frage, wer sie baut, betreibt und damit Geld verdient. Gleichzeitig wollen Teile Europas die Abhängigkeit von Technologielieferanten aus anderen Regionen reduzieren – und trotzdem sicherstellen, dass man nicht den Anschluss verliert. Schwierig.

Der chinesische Technologiekonzern Huawei hat in den vergangenen Jahren den Netzausrüstermarkt in Österreich gehörig umgekrempelt. Huawei präsentiert auch heuer die gewohnt hohe Leistungsdichte an Equipment und Lösungen für die Netzin­frastruktur draußen ebenso wie für den »Core«. Jetzt zeigt man auf dem MWC mit dem Atlas 950 SuperPoD eine fixfertige KI-Cluster-Lösung. Sie verspricht enorme Rechenleistung zu Kampfpreisen, und zudem auch Offenheit in den Systemen. »Wir bieten dem globalen KI-Markt zusätzliche Alternativen«, erklärt Michael Nowak, Unternehmenssprecher von Huawei Austria.

Die neuen Lösungen, Teil eines breiten SuperPoD-Portfolios, ermöglichen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Cloud-Anbietern eine schnelle Implementierung großskaliger KI-Trainingsumgebungen und sind maßgeschneidert für die wachsenden Rechenanforderungen, die alle erwarten.

Zurück zu den Mobilnetzen. Manche Länder haben chinesische Hersteller bereits aus ihren Netzen verbannt, andere setzen – auch aus Kostengründen – noch stark auf Hersteller wie Huawei und ZTE. Wie sind die Erwartungen für politische Entscheidungen bei Huawei selbst? Regeln sollten für alle gelten, betont Nowak im Gespräch: »Wenn man der Meinung ist, dass die Sicherheitsvorgaben nicht ausreichend sind, sollte man sie verschärfen – aber für alle Hersteller.«

In Österreich, wie in vielen anderen europäischen Ländern, stammt ein beträchtlicher Teil der Mobilfunkinfrastruktur von chinesischen Ausrüstern. Ein plötzlicher Ausschluss, wie ihn der »EU Cybersecurity Act« vorsieht, würde nicht nur Milliardenkosten verursachen, sondern auch die digitale Resilienz Europas gefährden. »Dazu kommen kurzfristig Versorgungsengpässe und langfristig der Verlust von Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft«, warnt Nowak (siehe auch Interview unten).

Einfacher Nutzen
Jason Keane, Leiter Portfolio Business & Operations Support Systems bei Ericsson, sieht die grundlegende Problematik der europäischen Mobilfunkbranche in ihrer mangelnden Fähigkeit, neue Geschäftsmodelle zu etablieren. »Die Branche verzeichnet nur bescheidenes Wachstum, oft nur im Rahmen der allgemeinen Inflation«, erklärt Keane. »Seit 20 Jahren stagnieren die Einnahmen aus Mobilfunkdiensten.« Mit 5G war das ursprüngliche Versprechen differenzierte Konnektivität – bessere Nutzererlebnisse, Slicing, ultra-niedrige Latenz. Doch der eigentliche Durchbruch kommt von überraschend einfachen Anwendungsfällen, wie etwa Event-Pässen bei Großveranstaltungen. »Wenn Zahlungen scheitern oder langsam sind, wirkt sich das direkt auf die Einnahmen aus«, so Keane.

Bei 4G konnten Netzbetreiber keine Servicelevel garantieren, es gab nur eine »bestmögliche Leistung«. 5G ändert das. Jetzt können Betreiber spezifische Verbindungsqualität und Bandbreiten bereitstellen und dafür Gebühren erheben. Das ist besonders für Unternehmen spannend, die prinzipiell auf Ausfallsicherheit und gewisse Servicelevels setzen müssen. KI vereinfacht zudem den Netzwerkbetrieb. Die Verwaltung von 5G ist komplex, aber KI hilft, die Services zu optimieren und die Qualität aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer Bereich, der Hoffnung macht, ist Fixed Wireless Access (FWA), mit dem Angebot von unterbrechungsfreien Breitbandverbindungen. »Betreiber, die die richtigen Zielgruppen ansprechen und Qualität sichern, werden das auch zu Geld machen können«, ist Keane überzeugt. Doch während Nordamerika und Asien 5G als Wettbewerbsfaktor sehen, sucht Europa noch seinen Weg. »Der europäische Transportkorridor, in dem Lkw künftig autonom koordiniert werden, ist ein Beispiel, aber die Einführung verläuft langsamer als in Nordamerika oder Asien.« (Jason Keane im Gespräch mit dem Report hier.)

KI gegen KI
Doch nicht nur die Infrastruktur steht im Fokus. »Cyberkriminalität durchläuft eine industrielle Revolution«, warnt Gergely Revay, leitender Forscher bei FortiGuard Labs und Senior Director für Threat Intelligence in der EMEA-Region. »Früher hatten wir es mit Einzelpersonen zu tun, die mit Systemen experimentiert haben. Heute ist Cyberkriminalität ein Geschäft mit Arbeitsteilung, bei dem verschiedene Gruppen sich auf Ransomware, Datendiebstahl und anderes spezialisieren.« Die nächste Phase ist die Industrialisierung – Angreifer nutzen Automatisierung und KI, um ihre Operationen zu skalieren. »Mit Hilfe von KI können Angriffe dynamisch angepasst werden.«

Die Geschwindigkeit, mit der Angriffe ablaufen, hat sich in vielen Fällen dramatisch erhöht. »Bei ›Advanced Persistent Threats‹ bleiben Angreifer oft monatelang unentdeckt, insbesondere wenn es um Spionage oder Sabotage geht«, erklärt Revay. »Bei Cyberkriminalität wie Ransomware läuft der Prozess dagegen sehr schnell ab.« Angreifer lokalisieren in kürzester Zeit Domain-Controller, setzen Ransomware ein und filtern Daten für Erpressungen ab. »Die Automatisierung beschleunigt jeden dieser Schritte ungemein – von der Identifizierung der gesuchten Daten bis zur Ausführung der Angriffe.«

Doch wie können sich Unternehmen wehren? »Traditionelle Antivirenprogramme reichen nicht mehr aus«, sagt Revay. »Mit einer ›Endpoint Detection and Response‹ wird das Verhalten von Endgeräten analysiert.« Ein Beispiel: Malware, die KI nutzt, um verschlüsselte Prompts zu generieren, die erst bei der Interaktion mit einem Sprachmodell entschlüsselt werden. »EDR kann diese Interaktionen erkennen und verdächtiges Verhalten melden.« Doch wird KI irgendwann den Menschen vollständig ersetzen? »In modernen ›Security Operations Centers (SOCs)‹ ist die Automatisierung bereits Realität«, erklärt Revay. Playbooks und Tools für das Zusammenspielen von Abwehrmaßnahmen rationalisieren den Umgang und die Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen. Dennoch bleibt der Mensch als verantwortliche Instanz bei Entscheidungen, insbesondere in komplexen Szenarien, unverzichtbar.

Trotzdem ist der menschliche Faktor auch eine Herausforderung in den SOCs. »Angesichts der unaufhörlichen Flut an Warnmeldungen kommt es oft zu einer Überlastung der Analysten«, sagt Revay. »KI kann helfen, indem sie Bedrohungen filtert und priorisiert, um diese kognitive Belastung zu verringern.« Ein weiterer faszinierender Trend ist die fortschreitende Entwicklung auf der dunklen Seite bei Advanced Persistent Threats (APT). »Innerhalb eines Jahrzehnts haben sich Akteure dort so weiterentwickelt, dass sie einfach die bestehenden Tools in den Systemen ihrer Opfer nutzen. Für den Angriff muss gar keine kompromittierte Datei mehr übertragen werden.« (Gergely Revay im Gespräch mit dem Report hier)

Es wächst zusammen
Neben der Vorstellung der SuperPoD-Lösungen hat auch Huawei auf dem MWC auf die enge Verzahnung von KI-Infrastruktur und künftigen Mobilfunkgenerationen gesetzt. Mit Blick auf 5G-Advanced und die Weiterentwicklung hin zu 6G arbeiten alle Netzausrüster an Architekturen, die KI-Funktionalitäten integrieren und so die Grundlage für intelligente, selbstoptimierende Netze schaffen.

Apropos Netz: In Barcelona präsentierte die Deutsche Telekom in Zusammenarbeit mit dem britischen Startup ElevenLabs einen KI-Service, der Telefongespräche in Echtzeit übersetzt. Das Sprachmodell agiert direkt aus dem Core des Netzes heraus und ist nicht auf den Endgeräten installiert. Der »Magenta AI Call Assistant« wird als Assistent positioniert, der noch vor dem Abheben Anrufer identifiziert und im Nachgang auch die Inhalte zusammenfassen kann – inklusive Handlungsempfehlungen.
Jetzt haben wir ihn bald endlich, den rund um die Jahrtausendwende vielbeworbenen »Concierge«-Service der Telcos, der für zahlungskräftige Nutzer*innen Hotels und Flüge – hoffentlich die richtigen – bucht.

 

Produktvorstellung: Sicherheit für industrielles 5G
Siemens hat eine verifizierte Cybersecurity-Lösung für industrielle private 5G-Netzwerke in Zusammenarbeit mit Palo Alto Networks angekündigt. Die Lösung kombiniert Siemens private 5G-Infrastruktur mit der Next-Generation Firewall (NGFW) von Palo Alto Networks. Siemens hat die Lösung umfassend getestet, um hohe Verfügbarkeit, Netzwerkresilienz und unterbrechungsfreien Betrieb sicherzustellen. Sie ermöglicht es Herstellern, unterschiedliche industrielle Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die kritische Leistung aufrechtzuerhalten, die ihre zunehmend KI-gesteuerten Produktionen erfordern. Diese verifizierte Architektur erfüllt die IEC-62443-Anforderungen für die Sicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme und erhält gleichzeitig die Leistungsmerkmale aufrecht, die für zeitkritische Produktionsanwendungen essenziell sind. Die Lösung ist ab sofort als Teil des Siemens-Xcelerator-Portfolios verfügbar.

Produktvorstellung: Assistent für den Alltag
Das kalifornische Startup AGI zeigt eindrucksvoll, wie KI auf Smartphones künftig agiert. Die App erledigt selbstständig Aufgaben auf dem Handy und navigiert einem Menschen gleich auf der grafischen Oberfläche. So werden – mit Zustimmung des Nutzers – Restauranttische reserviert, Fahrten organisiert oder Bestellungen durchführt. Das Besondere: Die KI nutzt die Benutzeroberfläche direkt, ohne auf API-Schnittstellen zurückzugreifen. In der Praxis sieht es wie ein menschlicher Fernzugriff aufs Handy aus, der Buttons klickt, Apps öffnet, in Formularfeldern Text eingibt und im Netz surft. Noch ist die Technologie in der Testphase, aber sie zeigt in Barcelona: Selbst eine zuvor nicht trainierte App wie die »MWC Series App« des Konferenzveranstalters wird von AGI problemlos bedient. Der Assistent navigiert nach Spracheeingabe eines gesuchten Messestandorts durch die digitale Karte und zoomt auf die richtige Stelle. Und das auf einem sieben Jahre altem Handy. Noch wird die Intelligenz von einem Large-Action-Modell aus der Wolke bereitgestellt. Künftig sollen Small Action Models lokal auf dem Endgerät laufen.
Preis: Entwicklung in Beta-Phase

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Heute noch in der Cloud, morgen sollen "Small Action Models" direkt auf den Smartphones laufen.

 

 

 

Regeln sollten für alle gelten

Im Gespräch mit Michael Nowak, Unternehmenssprecher bei Huawei

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Mit dem vorgeschlagenen »EU Cybersecurity Act (CSA2)« droht der Ausschluss von Netzausrüstern aus China vom europäischen Markt.

Michael Nowak: Die Bestrebungen der Europäischen Kommission sind, mehr Sicherheit für den Wirtschaftsraum zu schaffen. Es ist fraglich, ob das gelingt, indem man Anbieter aus bestimmten Ländern kategorisch ausschließt. Huawei ist einer der Marktführer in der Technologiebranche, also würde ich mir wünschen, dass auch technologische Kriterien zählen.

Wir sind eines der am stärksten geprüften Technologieunternehmen weltweit. Unsere Systeme werden von Regulatoren, Zertifizierungsstellen und natürlich auch von den Betreibern selbst überprüft. In Europa haben alle großen Betreiber umfangreiche Cybersecurity-Teams, die laufend die Systeme analysieren und testen. Wenn tatsächlich gravierende Sicherheitsprobleme existieren würden, dann hätten sie in diesen Prüfprozessen längst entdeckt werden müssen. Wenn man der Meinung ist, dass die Sicherheitsvorgaben, Audits und Zertifizierungen in Europa nicht ausreichend sind, sollte man sie also verschärfen – aber für alle Hersteller und nicht nur für einzelne aus bestimmten Regionen.

Welche Folgen hätte das Ausschließen aus dem Markt für die Netzbetreiber?

Nowak: Einige Länder könnten relativ problemlos ohne chinesische Hersteller auskommen. Die meisten Länder hätten damit aber erhebliche Schwierigkeiten. Auch Österreich gehört zu den Ländern, in denen ein beträchtlicher Anteil der Mobilfunkinfrastruktur von chinesischen Herstellern stammt. Alle drei Netzbetreiber haben Ausrüstung chinesischer Hersteller verbaut. Wenn man nun verlangt, diese Infrastruktur innerhalb weniger Jahre vollständig zu ersetzen, dann ist das ein massiver Eingriff in bestehende Systeme und bedeutet enorme Kosten.

Welche Kosten könnten dadurch entstehen?

Nowak: Allein in Österreich würde der CSA2 in seiner aktuellen Form direkten Schaden in Milliardenhöhe verursachen. Dazu kommen kurzfristig Versorgungsengpässe und langfristig der Verlust von Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Statt Digitalisierungsoffensiven voranzutreiben, wäre man in den betroffenen Ländern beschäftigt, die Netze umzubauen. Ich denke, jeder kann sich vorstellen, dass ein Schrumpfen von vier auf zwei Hersteller in einem Markt nicht gerade förderlich für den Wettbewerb und für bestmögliche Netze und Services ist.

 

Hintergrund: Drei Trends, die Unternehmen jetzt kennen sollten

1. KI als Infrastruktur
Die Integration von KI in Netzwerke wird zum Standard. Unternehmen, die in KI-gestützte Prozesse investieren, können ihre Effizienz, Skalierbarkeit und Resilienz steigern. Oder sie riskieren, abgehängt zu werden.

2. 5G als Geschäftsmodell
5G ermöglicht erstmals garantierte Servicelevels und neue Einnahmequellen, etwa durch »Fixed Wireless Access« oder autonome Logistik. Wer die richtigen Zielgruppen anspricht, kann die Technologie profitabel nutzen.

3. Cybersicherheit und KI
Angreifer nutzen KI, um Angriffe zu automatisieren und zu skalieren. Unternehmen sollten das auch tun, auf »Endpoint Detection and Response« setzen und möglichst viele Sicherheitsprozesse automatisieren.

 

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