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Wo sind unsere Daten zuhause? Die dezentrale Zukunft der IT-Infrastruktur

Die IT-Landschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Früher dominierten zentralisierte Rechenzentren, ein neuer Trend favorisiert nun aber eine verteilte IT-Infrastruktur. Diese erstreckt sich vom Kern (dem Rechenzentrum) über die Cloud bis hin zu vielen entfernten Standorten, die als „Edge" bezeichnet werden.

Die Abkehr von der zentralisierten IT hat begonnen – und das ist laut Experten erst der Anfang. Denn Branchenanalysten sind sich einig: Diese Entwicklung wird sich weiter beschleunigen. Mit dieser neuen, stark verteilten IT-Architektur geht Komplexität einher. Umfangreiche Integrationsarbeit ist auf Hardware- und Softwareebene erforderlich, und auch die Zusammenarbeit mit Cloud-Anbietern ist notwendig, um die Dinge in Bewegung zu setzen. „Umdenken und Transformation sind ausschlaggebend, da sich der Fokus von den traditionellen Datenzentren wegbewegt. Immer mehr Daten werden in der Cloud erzeugt, während das Internet der Dinge (IoT) eine Vielzahl neuer Datenquellen schafft. Dies führt zu einem wachsenden Bedarf an ‚Edge Computing', bei dem Daten nahe am Entstehungsort verarbeitet werden", erklärt Robert Kreillechner, Geschäftsführer Fujitsu Österreich (Bild oben).

Die Datenzentren werden somit nicht mehr den Mittelpunkt der Daten darstellen. Immer mehr Daten entstehen heute in der Cloud durch Anwendungen, die ausschließlich dort verfügbar sind. Gleichzeitig schafft das Internet der Dinge neue Datenquellen nahezu überall. Fujitsu spielt eine entscheidende Rolle, indem Kunden bei der Integration und Zusammenarbeit mit Cloud-Anbietern unterstützt werden, um diese Transformation erfolgreich zu bewältigen.

Mix aus On-Premise und Cloud
Hybrid-IT zeichnet sich durch eine hohe Heterogenität aus. Fujitsu bietet eine umfassende Lösung für Hybrid-IT, die private, öffentliche und verwaltete Clouds nahtlos mit der vorhandenen On-Premise-IT verbindet, um die Geschäftsmobilität zu verbessern und bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen. Die Hybrid-IT von Fujitsu erstreckt sich über verschiedene Aspekte und Datenzentrumskomponenten wie Server, Speicher, Netzwerk und Software. Dabei kommen integrierte Systeme zum Einsatz, um Komplexität, Zeit und Risiken bei der Erstellung von Rechenzentrumsinfrastrukturen zu reduzieren und die operationale Effizienz zu steigern. Ergänzend dazu werden, je nach Sparte und Unternehmenszielen, produktbezogene Dienstleistungen benötigt.

Es gibt im Wesentlichen zwei Ansätze, um hybrid zu werden. Der „Inside-Out-Ansatz" beschreibt die Erweiterung der vorhandenen Rechenzentrumsinfrastruktur in die Cloud mit einer einheitlichen Verwaltung. Der „Outside-In"-Ansatz hingegen erweitert die cloudbasierte Präsenz auf On-Premise-Standorte. „Der Vorteil liegt dabei klar auf der Hand – die Hybrid-IT ermöglicht hohe Flexibilität bei der Nutzung von IT-Ressourcen", so Kreillechner.

Fujitsu kombiniert seine Server-, Speicher- und Netzwerktechnologien aus eigener Entwicklung oder von Technologiepartnern. Die zugrunde liegende Hardware kann über den Fujitsu Infrastructure Manager mit einer einzigen Steuerungseinheit verwaltet, betrieben und aktualisiert werden.

Es gibt auch einen Bedarf an verwalteten Infrastrukturdiensten, da nicht jede Organisation über die Ressourcen, Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügt, um Infrastrukturen zu verwalten. Hosting-Dienste sind erforderlich, wenn nicht genügend Platz auf dem eigenen Gelände vorhanden ist. Cloud-Dienste werden benötigt, wann immer neue IT-Dienste schnell und kostengünstig verfügbar sein sollen.

Edge Computing als Zukunftsperspektive

Mit dem Aufkommen des Internets der Dinge (IoT) steigt drastisch die Datenmenge – es wird erwartet, dass 2025 bereits drei Viertel (75 %) der Unternehmensdaten außerhalb von Rechenzentren produziert und verarbeitet werden.

Ein beträchtlicher Teil dieser Daten hat einen niedrigen Wert pro Byte und wird nur für kurze Zeit oder lokal oder für unmittelbare Analysen verwendet. Edge Computing gewinnt daher zunehmend an Bedeutung, da es eine schnelle und lokale Verarbeitung dieser Daten ermöglicht – ob im produzierenden Gewerbe, im Gesundheitswesen, im Transportwesen, im Einzelhandel mit mehreren Standorten, im Bankwesen, in der Pharmaindustrie, in der Energie- und Versorgungswirtschaft oder im öffentlichen Sektor (Smart Cities). „Es ist wichtig, dass Betriebstechnologie und Informationstechnologie nahtlos ineinander übergehen. Die Wahrheit ist, das Rechenzentrum wird nicht länger das Zentrum der Daten sein", schließt Robert Kreillechner.

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