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Private 5G: Werden Drohnen 2024 zum Überflieger?


Die Abschaffung von Latenzzeiten und die schnelleren Datenübertragungsraten tragen zu signifikanten Entwicklungen von Private 5G-Netzwerken bei. Fügt man Edge-Computing-Dienste, KI, maschinelles Lernen und Datenanalyse hinzu, erreicht die Datennutzung ein völlig neues Niveau, wie man am Beispiel von Drohnen sieht. Eine Analyse von Robert Kreillechner, Managing Director bei Fujitsu Österreich. 

„Die Leistungsfähigkeit von 5G ist beeindruckend. Aber erst die Einbettung von 5G in ein Ökosystem von Technologien hebt es auf eine neue Ebene. Die aktuellen Entwicklungen markieren einen spannenden Zeitpunkt, um mit der Nutzung der Leistung privater 5G-Netze zu beginnen – denn während sich viele Anwendungsfälle abzeichnen, gibt es einen immensen Spielraum für Innovationen. Wir bei Fujitsu bringen die Technologien, Partner und Lieferanten zusammen, um die Rahmenbedingungen für die jeweiligen Projekte und Unternehmen zu schaffen", erklärt Robert Kreillechner, Managing Director bei Fujitsu Österreich.

Durch die Investitionen der letzten Jahre in öffentliche Netze hat die 5G-Technologie den Verbrauchermarkt bereits erobert. Mit Stand Januar 2023 haben 229 Netzbetreiber in 87 Märkten 5G-Mobildienste eingeführt, und bis Ende dieses Jahres sollen weitere 30 Märkte hinzukommen. Damit steigt die Anzahl der globalen Verbindungen auf 1,5 Milliarden. 

Auch auf Unternehmensseite kann man von einer regelrechten 5G-Revolution sprechen; Beispiele hierfür sind die Automatisierung von Fertigungslinien, Roboter und automatisierte Fahrzeuge für Lagerlogistik. Airbus sei ein Vorreiter und nutze Private 5G, um Daten zwischen Ingenieurteams und Geräten in ihren Werken in Europa zu übertragen, führt Kreillechner ein Beispiel an. Die Abschaffung der Latenz und die extrem schnellen Datengeschwindigkeiten, die durch die Millimeterwellen-Technologie (mmWave) möglich werden, eröffnen neue Anwendungsfälle. „Die EU hat die Nutzung von Millimeterwellen für Private 5G harmonisiert, aber die Akzeptanz war bisher langsam. Einige Länder wie Deutschland, Hongkong, Japan, Südkorea, Schweden und das Vereinigte Königreich haben mmWave-Frequenzen für Private 5G reserviert. Fujitsu hat in Japan ein privates 5G-Netz eingerichtet, das auch die 28-GHz-Frequenz umfasst. Und weitere Länder, darunter nun auch Österreich, sind dabei, mmWave anzubieten", führt Kreillechner aus.

Anwendungsfeld Drohnen-Technologie
Die Vorteile von mmWave liegen auf der Hand– besonders für extrem schnelle Datenübertragung und Echtzeitreaktionen. Im Privatkundenbereich werden Drohnenlogistikdienste allmählich zum Mainstream, da Liefer-Giganten Amazon und UPS ihre Möglichkeiten erweitern. 

Im B2B-Bereich werden Drohneninspektionen zunehmend in Branchen wie Öl und Gas, Versorgungsunternehmen und Bauwesen eingesetzt. Drohnen bieten eine sicherere und effizientere Methode zur Inspektion von Infrastruktur und Ausrüstung. Da sie schneller und kostengünstiger sind, ermöglichen sie eine automatisierte Überwachung mehrmals am Tag statt wie bei den heutigen manuellen Systemen nur wenige Male pro Woche. Auch in Fabriken und Lagern kommen immer mehr Roboter zum Einsatz, die die von mmWave ermöglichte Präzisionssteuerung benötigen. 

Ein weiterer Anwendungsfall, wenn auch noch etwas weiter entfernt, ist die Telechirurgie: Die treibende Kraft dabei ist die rasche Verbreitung von Operationsrobotern – ein Markt, der bis 2026 voraussichtlich 14,4 Milliarden Dollar erreichen wird, so die Prognose. 

„Im Jahr 2024 wird daher ein zunehmend schneller Fortschritt bei mmWave-Geräten erwartet. Unser Partner Ericsson plant im ersten Quartal die Markteinführung neuer Radios und Antennen, die von nationalen Behörden zertifiziert werden. Wir von Fujitsu werden dafür alle implementierten Private 5G-Installationen für die Integration der mmWave-Technologie vorbereiten. Sobald diese verfügbar ist, steht der Zukunft von Private 5G nichts mehr im Weg", erklärt Robert Kreillechner, Managing Director Fujitsu Österreich.

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