Sonntag, Oktober 25, 2026

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Weniger Fahrten, mehr Effizienz – ein vernünftiger Schritt

Die Bau- und Baustoffwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: steigende Kosten, Fachkräftemangel, hohe Energiepreise und ambitionierte Klimaziele. Umso wichtiger sind politische Entscheidungen, die ökologische und wirtschaftliche Interessen miteinander verbinden. Mit der im Nationalrat Anfang Juli beschlossenen 42. Novelle des Kraftfahrgesetzes ist genau das gelungen.

Eine langjährige Forderung des Fachverbands Steine-Keramik wurde aufgegriffen und in eine sinnvolle Lösung umgesetzt: Die Erhöhung der höchstzulässigen Gesamtgewichte für Lastkraftwagen mit schweren Aufbauten wie Kippvorrichtungen oder Ladekränen. Diese Fahrzeuge sind für eine effiziente Baustellenversorgung unverzichtbar. Ihr hohes Eigengewicht reduziert jedoch die mögliche Nutzlast erheblich. Die bisherige Rechtslage führte dazu, dass mehr Fahrten notwendig waren, als aus technischer Sicht eigentlich erforderlich gewesen wären.

Mit der nun beschlossenen moderaten Tonnagenerhöhung wird dieser Nachteil ausgeglichen. Das Ergebnis ist eine Win-win-win-Situation für Wirtschaft, Umwelt und Bevölkerung. Weniger Fahrten bedeuten weniger Verkehr auf den Straßen, geringere Emissionen und eine spürbare Entlastung für Anrainerinnen und Anrainer. Gleichzeitig sinken Treibstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß. Gerade bei regionalen Baustofftransporten, wo auch der schienengebundene Transport keine realistische Alternative darstellt, ist das ein wichtiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.

Stärkung der regionalen Wirtschaft
Auch wirtschaftlich setzt die Novelle ein positives Signal. Sie stärkt die regional strukturierte österreichische Bau- und Baustoffwirtschaft, verbessert die Effizienz der Logistik und trägt dazu bei, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Regionen zu sichern. In Zeiten angespannter Märkte und großer Investitionserfordernisse ist das ein wichtiger Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich.

Intelligente Rahmenbedingungen
Die Novelle zeigt, dass sachliche Argumente, belastbare Fakten und der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft zu tragfähigen Lösungen führen können. Sie ist daher weit mehr als eine technische Änderung. Sie beweist, dass moderne Verkehrs­politik nicht in Verboten und Einschränkungen bestehen muss, sondern durch intelligente Rahmenbedingungen Effizienz steigern, Emissionen reduzieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit stärken kann. Wenn Politik und Praxis gemeinsam an einem Strang ziehen, entstehen Lösungen, von denen Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen profitieren.
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