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Von Drift Detection bis zu Copilot Agents: Axians bringt Microsoft-Praxis auf die techConference Wien


Zwei Tage vollgepackt mit Keynotes, Workshops und Networking – das war die techConference 2026 von Microsoft in der Messe Wien. Neben KI und anderen IT-Trends stand dabei das Thema Security besonders im Fokus. Axians steuerte dazu einen Workshop zum Setup von Copilot Agents bei und zeigte in einer Keynote, wie man einen Microsoft Tenant NIS2-ready macht.

NIS2 verpflichtet nun deutlich mehr Unternehmen in der EU zu besonderen Standards zur IT-Sicherheit. Dabei geht es um weit mehr als um das Abarbeiten einer Checkliste, sondern um ein dauerhaftes Betriebsmodell. Axians stellte dazu in einer Keynote vor, wie Unternehmen ihren Microsoft-Tenant nachhaltig NIS2-konform betreiben. Die drei Referent:innen Stefan Dohnal, Doris Glatzl-Caszar und Sebastian Wild gingen dabei auf unterschiedliche Aspekte des Themas ein.

Das Problem: Konfigurationsdrift

Durch das Einspielen von Änderungen, Ausnahmen oder neuen Apps weichen Einstellungen im Microsoft Tenant nach und nach vom ursprünglich gehärteten Zustand ab. Der Fokus liegt oft auf dem Aufrechterhalten des Betriebs – Dokumentation, kontinuierliche Weiterentwicklung oder Hardening bleiben da auf der Strecke. Selbst eine Umgebung, die heute noch NIS2-konform ist, entspricht durch diesen Konfigurationsdrift den Vorgaben dann nicht mehr. „Unsere Umgebung ist sicher, weil wir es vor drei Jahren so gesagt bekommen haben – diese Einschätzung ist ein Risiko", verdeutlichte Doris Glatzl-Caszar.

Drift Detection ermöglicht, Abweichungen automatisch zu erkennen: Sie überwacht kontinuierlich, ob die tatsächliche Konfiguration mit den definierten Sicherheitsstandards übereinstimmt. In Unternehmen mit SOC (Security Operations Center) können damit nahezu vollständig automatisierte Evidenzpakete erzeugt werden. Besonders hilfreich ist auch die automatische Remediation bei Drift Detection: Schwerwiegende Konfigurationsfehler oder vernachlässigte Ausnahmen werden nicht nur erkannt, sondern automatisch korrigiert. Die Keynote zeigte damit eindrucksvoll auf, wie mit Drift Detection und Tenant Governance eine NIS2-Compliance erreicht wird, die im Alltag funktioniert. 

 „Beyond compliance: Operating a resilient and NIS2 aligned tenant": Keynote von Doris Glatzl-Caszar Stefan Dohnal und Sebastian Wild auf der techConference (v. l.).

Copilot Agent versus Chat

Ebenso spannend war der Workshop von Markus Bell zu Copilot Agents. Während ein Chatbot einzelne Anfragen beantwortet, übernimmt ein Agent konkrete, wiederkehrende Aufgaben dauerhaft und strukturiert, ohne jedes Mal neu angeleitet werden zu müssen. Sei es die Vorbereitung eines Angebots, die Beantwortung typischer Fragen an den IT-Support oder die Erstellung konsistenter Inhalte und Vorlagen.

Hands-on-Session

Wie das in der Praxis funktioniert, wurde beim Workshop gleich mit einer Hands-on-Übung demonstriert. Die Teilnehmenden definierten dazu einen eigenen Anwendungsfall und legten dann Agents an – entweder aus einer Vorlage oder „from scratch": Dabei wurde Wissen hinterlegt (etwa FAQs oder SharePoint-Inhalte) und das Verhalten sowie die Aufgaben wurden konfiguriert. Anschließend testeten die Teilnehmenden das Ergebnis und verbesserten es iterativ. Am Ende der 70 Minuten hatten alle Teilnehmenden einen funktionierenden Agent konfiguriert. Aus einer ersten Idee wurde rasch ein funktionierendes Werkzeug!

Skalierbarer Ansatz

Für Markus Bell ist der erste Agent aber erst der Beginn, der für weitere Szenarien als Vorlage dient. Unternehmen lernen damit nach und nach, wie sie ihre eigenen Abläufe in strukturierte, wiederverwendbare Logiken übersetzen können: „So entsteht Schritt für Schritt eine Landschaft spezialisierter Agents, die verschiedene Rollen und Prozesse unterstützen. Copilot wird damit nicht mehr nur als persönliches Tool genutzt, sondern entwickelt sich zu einer Plattform für organisationsweite Automatisierung und Wissensnutzung", erläuterte Markus Bell.

Die Art zu arbeiten verändert sich damit grundlegend: Mitarbeiter:innen werden zunehmend zu „Orchestratoren" von Agents. Unternehmen, die früh beginnen, eigene Anwendungsfälle umzusetzen, schaffen so eine wichtige Grundlage auf einem erfolgreichen Weg in diese Richtung.

Workshop „Copilot Agents – Von 0 zum eigenen Agent in 70 Minuten" mit Markus Bell von Axians.

Credit alle Fotos: Axians 

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