Saturday, April 25, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Siemens hat auf dem Mobile World Congress 2026 eine verifizierte Cybersecurity-Lösung für industrielle private 5G-Netzwerke in Zusammenarbeit mit Palo Alto Networks angekündigt. Die Lösung kombiniert Siemens' private 5G-Infrastruktur mit der Next-Generation Firewall (NGFW) von Palo Alto Networks, die speziell für Künstliche Intelligenz (KI) optimiert wurde. Siemens hat die Lösung umfassend getestet, um hohe Verfügbarkeit, Netzwerkresilienz und unterbrechungsfreien Betrieb sicherzustellen. Sie ermöglicht es Herstellern, unterschiedliche industrielle Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die kritische Leistung aufrechtzuerhalten, die ihre zunehmend KI-gesteuerten Produktionen erfordern.

Bild: iStock

„Eine Pharmaproduktion hat andere Sicherheitsanforderungen als eine Automobilmontagelinie", sagt Michael Metzler, Vice President Horizontal Management Cybersecurity for Digital Industries bei Siemens. „Die verifizierte Lösung von Siemens mit Palo Alto Networks adressiert diese branchenspezifischen Anforderungen durch eine speziell entwickelte Architektur. Hersteller erhalten dadurch sichere 5G-Konnektivität, die auf ihre Betriebsabläufe zugeschnitten ist – ohne Kompromisse bei der Leistung."

„Palo Alto Networks und Siemens vernetzen nicht nur die Fabrikhalle – wir bauen das zentrale Nervensystem für die Zukunft der Industrie. Eine Zukunft, die intelligent, autonom und von Grund auf sicher ist", sagt Dharminder Debisarun, Smart Industries Cybersecurity Executive bei Palo Alto Networks.

Industrietaugliche Sicherheit
Datengetriebene Produktionssysteme benötigen drahtlose Konnektivität für unzählige Sensoren und mobile Assets. Das macht privates 5G zu einer unverzichtbaren Infrastruktur. Gleichzeitig können Cyberangriffe kostspielige Ausfallzeiten verursachen oder die Sicherheit von Mitarbeitern gefährden. Zusätzlich verlangen Regulierungen wie NIS2 Defense-in-Depth-Sicherheitsarchitekturen, die Industriestandards wie etwa IEC 62443 entsprechen. Standard-IT-Sicherheitslösungen können Leistungsengpässe verursachen oder adressieren OT-spezifische Bedrohungen in industriellen Umgebungen nicht ausreichend.

Die Zusammenarbeit zwischen Siemens und Palo Alto Networks adressiert diese Lücke. Palo Alto Networks hat seine NGFW-Technologie speziell für Siemens' private 5G-Infrastruktur optimiert. Siemens hat die Lösung in umfangreichen Tests über mehrere Einsatzszenarien hinweg verifiziert. Dieser Verifizierungsprozess bestätigt, dass die Lösung industrietaugliche Sicherheit liefert, ohne die niedrige Latenz und den hohen Durchsatz zu beeinträchtigen, die Echtzeit-Produktionssysteme erfordern – ein entscheidender Unterschied zu generischen IT-Sicherheitsansätzen.

Die Lösung kombiniert drei Elemente für erweiterte Cybersecurity. Siemens hat die Lösung speziell für industrielle Umgebungen in seinem Digital Connectivity Lab in Erlangen getestet und verifiziert:

Siemens' private 5G-Infrastruktur bietet lokale, deterministische drahtlose Konnektivität für mobile und bewegliche Assets mit integrierten Sicherheitsfunktionen, die die Core-Network-Infrastruktur schützen. Die Lösung gewährleistet Datensouveränität und Kommunikation mit niedriger Latenz – unabhängig von Mobilfunknetzbetreibern.

SINEC Security Monitor: Siemens-Software für passives, nicht-intrusives, kontinuierliches On-Premises-Sicherheitsmonitoring während der Produktion. Das System identifiziert Kommunikationsanomalien, nicht autorisierte Geräte oder potenzielle Bedrohungen, ohne den Produktionsbetrieb zu beeinträchtigen.

Palo Alto Networks Firewall liefert Layer-7-Sicherheit und dedizierte OT-Protokollanalyse, die speziell für industrielle Umgebungen optimiert wurde. Anders als Standard-IT-Sicherheitslösungen bietet sie Deep Packet Inspection für OT-Protokolle und behält dabei die niedrige Latenz bei, die Echtzeit-Steuerungsanwendungen erfordern – jetzt auch in der drahtlosen Kommunikation über private 5G-Netzwerke. Dies umfasst Schutz vor Malware, Eindringversuchen und Datenexfiltration ohne die Leistungseinbußen, die für handelsübliche Sicherheitstools typisch sind.

Diese verifizierte Architektur erfüllt die IEC-62443-Anforderungen für die Sicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme und erhält gleichzeitig die Leistungsmerkmale aufrecht, die für zeitkritische Produktionsanwendungen essenziell sind. Die Lösung ist ab sofort als Teil des Siemens-Xcelerator-Portfolios verfügbar.

Populär

IT-Projekte: Einreichen und gewinnen – eAward 2026!

Der Wirtschaftspreis eAward zeichnet Digitalisierungsprojekte aus dem Raum...

Was 2026 kommt und wichtig wird

Wir haben unsere Leser*innen befragt, was 2026 kommt und wichtig wird....

Überraschendes Aus für Sanierungsbonus

Nach nur zwei Monaten ist Schluss. Seit 2. Februar sind keine Anträge für die...

Die Meinungsführer*innen: Führungskräfte auf LinkedIn

LinkedIn ist die mit Abstand wichtigste Businessplattform im Netz. Exklusiv...

Cybersecurity im Fadenkreuz

Digitale Sicherheit ist längst Chefsache. KI-gestützte Angriffe, geopolitische...

Aus der Praxis: Verlust des Werklohns

In der Rubrik „Aus der Praxis“ gibt Roland Weinrauch, Weinrauch Rechtsanwälte, den Leser*innen...

Die Top 12 Persönlichkeiten, die Österreich bewegen

Wechsel, Neubestellungen und Verantwortungen: Wer zu Jahresbeginn 2026 für...

Neue NÖ Bauordnung ab 1. März in Kraft

Mit 1. März 2026 tritt die umfassende Novelle der Niederösterreichischen...

Eventtipp: Enquete KI 2026

In einer Zeit, in der Unternehmen mit dauerhaft hohen Energiepreisen,...

Langer Weg mit viel Potenzial

Trotz technologischer Fortschritte verläuft der Ausbau der...

Aus für Sanierungsbonus: Das sagt das Ministerium

Am 2. Februar verkündete das Umweltministerium das überraschende Aus für die...

Mit Stromspeichern Geld verdienen

Die Energiewende bringt nicht nur herausfordernde Umstellungen für Unternehmen mit sich,...