Sunday, February 22, 2026

Mehrwert für Manager

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»Wir bauen eine Villa, bleiben dabei aber im Vorzimmer stehen«,
beschreibt Barbara Schmid, Generalsekretärin des Branchenverbands Österreichs Energie, den zögerlichen Wandel des Energiesystems derzeit.

Bild: iStock

»Nicht Nachhaltigkeit macht Produkte teurer, sondern die überbordenden bürokratischen Anforderungen.«
Andreas Wolf, Geschäftsführer Mapei, räumt mit einem weitverbreiteten Vorurteil auf.

»Ich sehe im Telekombereich kaum Spielräume für Fusionen, die nicht wettbewerbsschädlich wären«,
beobachtet Natalie Harsdorf, Generaldirektorin der Bundeswettbewerbsbehörde, den Wettbewerb in Österreich kritisch.

»Es gibt keinen Grund für den Abgesang auf die Industrie, auf Europa, auf den Westen, auf die Welt.«
Für Trendforscher Franz Kühmayer entsteht aus Krisen stets Neues. Nach dem Motto: Abbruch-Zeiten sind Aufbruch-Zeiten.

»Unsere erste Finanzierung lief noch über die Hausbank, heute weiß ich: Man darf nie nur auf eine Bank setzen.«
Für den Unternehmer Peter Lieber, Präsident Österreichischer Gewerbeverein, sind auch Großbanken ein Risiko. Manche würden sich »wenig partnerschaftlich« verhalten.

»Wer nie hinfällt, lernt auch nicht aufzustehen«,
weiß Peter Lieber aus eigener Erfahrung.

»Ich habe die Zinsen abgesichert, die Kredite verlängert und aufs Bauen gesetzt. Damit habe ich heute gegenüber anderen Bauträgern einen Vorteil von zwei bis drei Jahren.«
Michael Schmidt, CEO der 3SI Immogroup, erklärt, wie er das Unternehmen durch die Krise navigiert hat.

»Ich würde dem österreichischen Baugewerbe derzeit die Schulnote 3–4 geben, was die wirtschaftliche Situation betrifft. Unsere Leistungsfähigkeit würde aber eine wesentlich bessere Bewertung verdienen. Die konjunkturelle Lage ist nach wie vor sehr angespannt, aber nicht hoffnungslos.«
Robert Jägersberger, Bundesinnungsmeister Baugewerbe, mit einer realistischen Einschätzung der wirtschaftlichen Lage seiner Mitglieder.

»Der Idealfall ist, wenn man als Eltern weiß, dass die Kinder manches besser können.«
Notar Ulrich Voit, Österreichische Notariatskammer, ist bei Nachfolgereglungen in Unternehmen überzeugt: Wer Freiraum zulässt, hat später weniger Konflikte.

»Wenn die Politik zu Recht sagt, dass Strom billiger sein sollte, ist es kontraproduktiv, on top noch 20 Prozent draufzuschlagen.«
Michael Strugl, CEO Verbund, hat eine feste Meinung zu Besteuerung von Energie in Österreich.

»Wenn man sich als Unternehmen entwickeln will, braucht es Wachstum. Wir sind also zu Wachstum verdammt, um Prozesse zu optimieren und Neues zu entwickeln.«
Peter Krammer, CEO Swietelsky und Obmann des Fachverbands der Bauindustrie der WKO, erklärt gewohnt pointiert wirtschaftliche Notwendigkeiten.

»Sobald Zölle und Grenzbeschränkungen eingeführt werden, könnten wir nicht einmal mehr Socken herstellen.«
Suzanne Berger, Leiterin der Initiative Manufacturing@MIT, spricht über den Mangel an Modernisierung in der produzierenden Industrie in den USA.

»Wir können beim besten Willen nicht vorhersagen, was in den nächsten drei bis fünf Jahren auf uns zukommt.«
Für Thomas Steirer, CTO Nagarro, beginnt sich das Bild bei KI zu klären - das Thema benötige aber noch viel Erfahrung und Arbeit.

»Hätte ich gewusst, dass Putin in die Ukraine einmarschiert, hätte ich früher aufgehört zu akquirieren. Im Rückblick muss man sagen, dass alles, was zwischen 2020 und 2022 eingekauft wurde, zu teuer war.«
Mit dem Wissensstand von heute hätte UBM-CEO Thomas G. Winkler die eine oder andere Kaufentscheidung vertagt.

»Investitionen in Wohnen und Infrastruktur sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, die sich mehrfach bezahlt macht. Jeder Euro, der heute klug eingesetzt wird, ist ein Gewinn für uns alle und eine Investition in die nächsten Generationen. Das sind wir unseren Kindern schuldig.«
Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz, fordert von der Politik Geld für den Bau.

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