Montag, September 07, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Tipp für Freibetrag

Jetzt oder nie: 220.000 Euro Steuervorteil für PV-Investitionen bis Ende 2026.

Die Photovoltaikbranche ist ein Abbild unserer Konjunktur. In rezessiven Phasen wird weniger in die Zukunft investiert, dabei wäre gerade dies ein wichtiger Motor für die günstige Energie und Wettbewerbsfähigkeit. Nichts schützt besser vor energiebedingter Inflation als die bereits bezahlte PV-Anlage am eigenen Dach, die um 5 ct/kWh Strom die nächsten 30 Jahre produziert.

Jetzt eröffnet ein erhöhter Investitionsfreibetrag (IFB) Unternehmen die Möglichkeit, Investitionen steuerlich deutlich stärker zu begünstigen. Für nachhaltige Technologien wie Photovoltaikanlagen und Stromspeicher gibt es noch nie dagewesene Vorteile. Für alle begünstigten Investitionen beträgt der IFB 20 % (bisher 10 %) der Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Im Bereich Ökologisierung werden sogar 22 % (bisher 15 %) gewährt – entscheidend für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher. Die maximale Bemessungsgrundlage pro Betrieb und Wirtschaftsjahr liegt bei einer Million Euro, was bis zu 220.000 Euro steuerliche Betriebsausgabe ermöglicht.

Begünstigt sind nur neue, ungebrauchte Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren, die im Inland betrieben werden und in den betrieblichen Bereich fallen. Investitionen in gebrauchte Güter, Fahrzeuge mit Emissionen oder fossile Energiesysteme sind ausgeschlossen.

Vorteile für PV und Speicher
Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher profitieren am meisten. Alle Investitionen, die im Rahmen eines betrieblichen Nutzungskonzepts den Eigenverbrauch oder die Einspeisung optimieren, können ab November 2025 mit dem vollen Satz steuerlich geltend gemacht werden, sofern es sich um neue Anlagen handelt.

PV-Anlagen und Speicher gelten als »öko-begünstigt« und bringen damit die maximale Steuerersparnis von 22 %. Auch für betriebliche Batteriespeicher – ob integriert in das Eigenverbrauchsmodell oder als Stand-alone-Lösung für Flexibilisierungsstrategien – ist diese Begünstigung nutzbar. Die Kombination mit der degressiven Abschreibung ist möglich; andere Investitionsförderungen (beispielsweise EAG-Zuschüsse) werden berücksichtigt, dürfen aber die Bemessungsgrundlage nicht überschreiten bzw. müssen von dieser abgezogen werden.

Für Unternehmen, die zukünftig wettbewerbsfähig bleiben und ihre Energiekosten senken wollen, ist das ein entscheidender Impuls: Die Investitionskosten für PV-Anlagen und Speicher senken sich – mit IFB und weiteren Förderungen – teilweise um ein Drittel gegenüber dem Listenpreis.

Rascher Handlungsbedarf
Das attraktive IFB-Zeitfenster ist befristet: Es umfasst alle Investitionen bis 31. Dezember 2026. Da die Umsetzung größerer Photovoltaik- und Speicherprojekte von Unternehmen realistisch oft zwölf Monate oder länger dauert – von Dimensionierung, Planung, Förderanträgen und Genehmigungen bis zur Inbetriebnahme –, besteht bereits jetzt Handlungsbedarf, um rechtzeitig von den verbesserten steuerlichen Rahmenbedingungen zu profitieren.

Der Investitionsfreibetrag ist ein einzigartiger Impuls für betriebliche PV- und Speicherinvestitionen. Das kombinierte Zusammenspiel von IFB, möglicher degressiver Abschreibung und den kürzlich wieder veröffentlichten Bundesförderungen macht die nächsten Monate zur wohl attraktivsten Zeit für PV-Investitionen. Unternehmen sollten deswegen rasch die Weichen stellen, um von diesen Vorteilen in vollem Umfang zu profitieren.

Über die Autorin
Cornelia Daniel begleitet Unternehmen bei der Umsetzung von PV-Projekten. Ihre Initiative Tausendundein Dach ist ein One-Stop-Shop von der Erstberatung bis zur schlüsselfertigen Inbetriebnahme. Hinter dem Projekt steht die Solarberatung Dachgold und der Photovoltaikspezialist 10hoch4.

Dieser Artikel ist am 14. Oktober 2025 auf LinkedIn erschienen: https://www.linkedin.com/pulse/jetzt-oder-nie-220000-steuervorteil-f%C3%BCr-bis-ende-2026-cornelia-daniel-1bqnf/?trackingId=rJongunkYLGiElu8UFPq5A%3D%3D

×
Stay Informed

When you subscribe to the blog, we will send you an e-mail when there are new updates on the site so you wouldn't miss them.

Handeln statt jammern
Souveräne KI für österreichische Unternehmen

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.report.at/

Firmen | News

AWS (Amazon Web Services)
07 September 2026
Firmen | News
Cloud- und KI-Technologien von Amazon Web Services (AWS) ermöglichen schnellere Diagnosen, unterstützen die Entwicklung gezielter Therapien und verbessern so die Versorgung von mehr als 300 Millionen Betroffenen weltweit. Die Weltgesundheitsorganisat...
Vertiv
07 September 2026
Firmen | News
Die Übernahme im Wert von rund 1,45 Milliarden US-Dollar soll Vertivs Marktpotenzial im Bereich der Rechenzentren mit begrenzter Stromversorgung erweitern. Ergänzung des Vertiv-Portfolios um Steuerungen für Microgrids, die Koordination der Stromerzeu...
Firmen | News
04 September 2026
Firmen | News
Ein solides Datenmanagement spielt für Unternehmen eine immer größere Rolle. Mit dem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz steigt deshalb auch die Bedeutung jener Systeme, auf denen diese Daten gespeichert, verwaltet und verarbeitet werden....
Firmen | News
Autor: Jan Metzner, Principal Specialist Solutions Architect Manufacturing bei Amazon Web Services (AWS) Industrielle Anlagen erzeugen enorme Datenmengen, die häufig ungenutzt in einzelnen Steuerungen verbleiben. Erst die gezielte Verbindung von Werk...

Neue Blog Beiträge

07 September 2026
Intelligente Netze
Europa
Am Donnerstag, dem 3. September 2026, fielen innerhalb von 90 Minuten ChatGPT, Claude und Grok aus. Zuerst Grok, dann Claude, dann ChatGPT. Für rund drei Stunden waren die drei meistgenutzten KI-Dienste der westlichen Welt ganz oder teilweise nicht e...
03 September 2026
Architektur, Bauen & Wohnen
Bild: Martin Greiner ist Bundesinnungsmeister der Bauhilfsgewerbe. Österreich diskutiert intensiv über leistbares Wohnen, über Infrastruktur und über die Sanierung unserer Gebäude. Kaum jemand stellt sich dabei aber die entscheidende Frage: Wer soll ...
01 September 2026
Markt und Marketing
Neue Welt des Arbeitens
Mein Vater war Werkmeister, und das Wort ist ein wenig aus der Mode gekommen, obwohl darin etwas steckt, das wir heute vielleicht dringender brauchen als in den Jahrzehnten, in denen es noch selbstverständlich war. Ein Meister war nämlich nicht jeman...