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E-Commerce-Studie: Online-Shopping im Ausland ist beliebt


Eine neue Studie zum Thema Online-Shopping in Österreich enthüllt, dass immer mehr Österreicher gern im Internet einkaufen. Das tun sie immer häufiger per Smartphone. Ein Großteil der Käufe erfolgt allerdings nicht bei inländischen Shops. Die wachsenden Umsätze im Onlinehandel fließen stattdessen zu über 50 % ins Ausland. Und auch beim Thema Nachhaltigkeit zeigt sich aktuell ein Rückwärtstrend.

Studie: Handy-Shopping boomt, aber das Shopping im Inland schwächelt
Eine Studie des Handelsverbandes Österreich (HV) in Zusammenarbeit mit der KMU Forschung Austria enthüllt interessante Details über das Thema Online-Shopping in Österreich. Die Zahl der Menschen, die online Käufe tätigen, wächst stetig. Fünf Prozent mehr als im Vorjahr haben die Österreicher dabei investiert. Die Pro-Kopf-Ausgaben sind dabei nur moderat angestiegen. Im Schnitt gibt jeder Österreicher 1.840 € pro Jahr online aus.

Was deutlich angestiegen ist, ist die Anzahl mobiler Transaktionen. Die Einkäufe mit dem Smartphone nahmen um ganze 36 Prozent zu.

Die steigende Lust am Online-Einkauf kommt allerdings in erstaunlich geringem Maße der österreichischen Wirtschaft zugute. Über die Hälfte der Umsätze im E-Commerce fließt ins Ausland ab. Und das, obwohl Österreich mittlerweile über 12.000 inländische Webshops aufweisen kann.

Warum österreichische Shops nicht stärker profitieren, ist anhand der Studiendaten nicht ersichtlich. Grundsätzlich befürwortet ein Großteil der Österreicher den Kauf im eigenen Land. Die Wirtschaftskammer Österreich will dies mithilfe eines Siegels für österreichische Onlineshops weiter fördern.

Auch Shopbetreiber selbst können durch Optimierungsmaßnahmen dafür sorgen, dass mehr Kaufkraft ins eigene Land fließt. So kann etwa Suchmaschinenoptimierung (SEO) dazu beitragen, dass österreichische Shops bessere Platzierungen bei Google und anderen Suchmaschinen erhalten. Suchmaschinenoptimierung kann ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Onlineshops sein. Sie verbessert die Sichtbarkeit im Netz und könnte nicht nur mehr österreichische, sondern auch Kunden aus anderen Ländern auf die Seiten der Shopbetreiber locken. SEO-Experten empfehlen bei der Optimierung insbesondere auch auf eine spezifisch österreichische Ausdrucksweise zu setzen, um die heimische Kundeschaft verstärkt zu erreichen.

Weniger Nachhaltigkeit beim Kaufverhalten

Spielwaren, Sportartikel, Bekleidung und Elektrogeräte haben den größten Anteil an den Online-Umsätzen. Doch längst nicht alles, was online bestellt wird, bleibt auch beim Konsumenten. Die Retourenquote stieg im Vorjahresvergleich von 38 % auf 42 %. Auffällig ist dabei die Altersaufteilung. Vornehmlich die junge Konsumentengruppe zwischen 15 und 29 Jahren – eigentlich bekannt für ihr hohes Interesse an Nachhaltigkeit – sendet die meisten Waren zurück. Dieselbe Altersgruppe weist gleichzeitig den höchsten Anteil bei den Einkäufen im Ausland auf. Je älter die Konsumenten, desto häufiger werden gezielt österreichische Händler ausgewählt.

Zudem sind insgesamt weniger Konsumenten bereit, von herkömmlichen Produkten auf nachhaltige umzusteigen. Die Bereitschaft dazu sank um 18 %. Den Grund hierfür sehen Experten hauptsächlich in der Verteuerung der vergangenen beiden Jahre, die viele Verbraucher zu günstigeren Produkten greifen lässt. Deren mindere Qualität könnte ebenfalls ein Faktor für gestiegene Rücksendequoten sein. Vor allem Billig-Shops aus dem asiatischen Ausland profitieren vom aktuellen Trend.
Im Zusammenhang damit erhofft sich der Handelsverband Österreich eine Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen für Onlinehändler im Inland. Unter anderem wird eine Abschaffung der Zollfreigrenze gefordert. Sie liegt derzeit bei 150 € und gilt somit für einen Großteil preisgünstiger Warenbestellungen aus dem Ausland.

Bild: iStock

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