Donnerstag, Juni 25, 2026

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Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel


Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Ereignisse betreffen uns alle – sowohl als Einzelpersonen als auch als Unternehmen. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, die eigene Belegschaft sicher durch Veränderungen zu führen und ihr ein Gefühl von Stabilität und Orientierung zu vermitteln. Genau diese Begleitung im Wandel steht im Mittelpunkt aktueller Trends und Entwicklungen in der Arbeitswelt. Aktuell können wir aus unserer täglichen Arbeit fünf Trends ableiten:

#1 Listening Culture & Themenbefragungen

Unternehmen stehen vor der schwierigen Aufgabe, den aktuellen Wandel aktiv zu gestalten. Ein zentraler Aspekt ist dabei der Aufbau einer Listening Culture. Dabei geht es darum, den Mitarbeitenden aktiv zuzuhören, daraus Erkenntnisse abzuleiten und Transparenz zu schaffen. Ziel ist es, eine Unternehmenskultur aufzubauen, in der aktiv Feedback eingeholt und genutzt wird. Wie setzt man dies am besten um? Essenziell ist die (Weiter-)Entwicklung einer digitalen Feedbacklandschaft. Der Employee Lifecycle (ELC) bietet optimale und breit gefächerte Angriffspunkte, um wertvolle Daten zu generieren. Hierbei sind regelmäßige Pulsbefragungen, also kleinere Erhebungen zu spezifischen Themen, besonders wirkungsvoll und identitätsstiftend.

#2 Mitarbeitendengespräch 2.0

Ein weiterer Trend ist die Weiterentwicklung des klassischen 1:1-Mitarbeitendengesprächs. Konkret geht es dabei um eine digitale Evaluierung der Selbsteinschätzung des Mitarbeitenden sowie der Beurteilung durch die Führungskraft im Vorfeld des persönlichen Gesprächs. Auf dieser Basis findet ein strukturiertes, persönliches Gespräch statt, das sich an den Übereinstimmungen und Diskrepanzen des Feedbacks orientiert.

Der Vorteil: mehr Struktur, Transparenz und Verbindlichkeit – insbesondere durch datenbasierte Maßnahmenableitungen und eine gezielte Zielsetzung für die weitere Zusammenarbeit und Entwicklung.

#3 Weiterentwicklung von Führungskräften

Führungskräfte prägen durch ihr Verhalten, ihre Kommunikation und ihren Führungsstil maßgeblich die Unternehmenskultur. Sie sind der Anker in stürmischen Zeiten und vermitteln Sicherheit für ihr Team, was sich wiederum auf die Zufriedenheit und Produktivität der gesamten Belegschaft auswirkt. Daher ist es essenziell, sie gezielt weiterzuentwickeln und mit den richtigen Werkzeugen auszustatten.

Ein bewährtes Instrument zur Führungskräfteentwicklung ist das 360-Grad-Feedback. Durch eine ganzheitliche Betrachtung, die verschiedene Perspektiven von Mitarbeitenden, Kolleg:innen und Vorgesetzten einbezieht, lassen sich Stärken und Entwicklungsfelder datenbasiert identifizieren. Diese Erkenntnisse bilden eine solide Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Weiterentwicklung.

#4 Einsatz von KI

Künstliche Intelligenz spielt eine immer größere Rolle im Berufsalltag. Ihr Einsatz im Personalbereich bedeutet jedoch nicht, dass der persönliche Austausch ersetzt wird. Vielmehr stellt KI eine wertvolle Unterstützung dar, um datenbasierte Maßnahmen abzuleiten und entsprechende Aktionen zu setzen. KI schließt die Lücke zwischen Ergebnissen und gezielter Maßnahmenableitung für Führungskräfte.

Wie kann das konkret aussehen?

- Zusammenfassung & Analyse von Freitextantworten

- Analyse & Interpretation von Ergebnissen

- Empfehlungen für Führungskräfte

- Evaluierung von Fragestellungen

- DSGVO-konforme Umsetzung

- Konkrete Handlungsempfehlungen


#5 MA-Feedback als Wettbewerbsvorteil

Ein starkes Employer Branding beginnt von innen heraus – mit den tatsächlichen Stärken und gelebten Werten eines Unternehmens. Indem Unternehmen auf echtes Feedback setzen und ihre Mitarbeitenden als Multiplikator:innen der Unternehmenskultur nutzen, verstärken sie nicht nur ihre Attraktivität für potenzielle Bewerber:innen, sondern sorgen auch für eine nachhaltige Innen- und Außenwirkung. Wer echte Werte lebt und nach außen trägt, schafft Vertrauen – und damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Wenn Mitarbeitende öffentlich über ihre Erfahrungen sprechen, entsteht eine glaubwürdige und greifbare Arbeitgebermarke.

Durch die angespannte Wirtschaftslage in Österreich müssen Unternehmen zeigen, dass die bisherigen Versprechungen gegenüber Mitarbeitenden nicht nur "schön Wetter Versprechen" sind. Es geht darum, gemeinsam mit den Mitarbeitenden weiter an einer Arbeitsumgebung zu arbeiten, bei der Freude, Fleiß und Mitbestimmung aufeinandertreffen können. In den nächsten Monaten wird die Attraktivität krisensicherer Arbeitsplätze sprunghaft steigen. Doch mit den erwähnten Maßnahmen können Unternehmen weiter an einer erfolgreichen Zukunft bauen.

Statement von Andreas Hermann (CEO von Business Beat und Arbeitspsychologe).

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