Dienstag, Juni 30, 2026

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Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur allein ist es aus Sicht von SMATRICS nicht getan. Der neue Masterplan rückt deshalb Netzintegration, Zugänglichkeit und die besonderen Anforderungen des elektrischen Schwerverkehrs in den Mittelpunkt.

Orangefarbener elektrischer Sattelzug lädt an einer Schnellladestation vor dunklem Hintergrund; das Licht spiegelt sich auf dem Boden
Bild: iStock; 3alexd

Ein elektrischer Sattelzug an einer Schnellladestation. Bild: iStock; 3alexd

Bis 2030 rechnet SMATRICS mit rund einer Million rein elektrisch betriebenen Pkw auf Österreichs Straßen. Im Ladeinfrastruktur Masterplan 2.0 formuliert das Unternehmen fünf Forderungen für die weitere Entwicklung der Elektromobilität.

Der erste Masterplan aus dem Jahr 2022 konzentrierte sich laut SMATRICS vor allem auf steigende Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen und den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Ein Großteil der damals formulierten 13 Maßnahmen sei inzwischen umgesetzt worden.

Aus Sicht von SMATRICS verlagert sich der Schwerpunkt nun auf die Einbindung der Ladeinfrastruktur in das Energiesystem. Fahrzeuge, Ladestationen und Stromnetze müssten künftig stärker gemeinsam geplant und gesteuert werden.

Mobilität und Energie verknüpfen

Für eine erfolgreiche Mobilitäts- und Energiewende brauche es laut SMATRICS ein intelligentes Gesamtsystem. Mobilität und Energie müssten, wie SMATRICS-CEO Hauke Hinrichs fordert, „endlich als Teamplayer agieren“.

Nach Vorstellung von SMATRICS soll dabei das bidirektionale Laden eine Rolle spielen. Elektrofahrzeuge könnten dadurch nicht nur Strom aufnehmen, sondern Energie auch wieder an Gebäude oder das Stromnetz abgeben. Dafür brauche es technische Standards sowie geeignete wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen.

Weiteren Handlungsbedarf sieht SMATRICS vor allem bei Netzanschlüssen, Genehmigungsprozessen und der Digitalisierung. Lange Wartezeiten, fehlende Standardisierung und uneinheitliche Abläufe würden den Ausbau bremsen.

Vor allem Schnellladeparks und Anlagen für schwere Nutzfahrzeuge erfordern laut SMATRICS hohe Anschlussleistungen. Aus Sicht des Unternehmens sollten Netzkapazitäten, Standorte und der erwartete Ladebedarf deshalb gemeinsam geplant werden.

Zugang nicht an Öffnungszeiten binden

Mit zunehmender Marktreife verändern sich laut Hinrichs auch die Anforderungen an öffentliche Ladeangebote. Neben der Verfügbarkeit gehe es um einen einfachen Zugang, die Einbindung in den Alltag und eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung.

Öffentlich zugängliche Ladestationen sollten nach Auffassung von SMATRICS unabhängig von Handelsöffnungszeiten rund um die Uhr nutzbar sein. Hinrichs formuliert den Anspruch so: „Die beste Ladeinfrastruktur ist jene, über die man nicht nachdenken muss.“

Darüber hinaus fordert das Unternehmen eine praxistaugliche und barrierefreie Gestaltung. Richtlinien und Vorschriften sollten regelmäßig an technische Entwicklungen und die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen angepasst werden.

Als wirtschaftliche Anreize nennt SMATRICS unter anderem eine Mautbefreiung für elektrische Lkw, Sonderabschreibungen für Investitionen in nachhaltige Energie- und Ladeinfrastruktur sowie gezielte Unterstützungsmodelle für kleine und mittlere Unternehmen.

Eigene Rahmenbedingungen für E-Lkw

SMATRICS verweist beim elektrischen Schwerverkehr auf höhere Ladeleistungen, größere Flächen und planbare Ladefenster. Diese Anforderungen müssten stärker in Standortkonzepte und regulatorische Vorgaben einfließen.

Entscheidend seien aus Sicht des Unternehmens nun schnellere Netzanschlüsse, einheitlichere Verfahren und geeignete Rahmenbedingungen für den elektrischen Schwerverkehr.

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