Thursday, April 16, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Die Nachfrage ist enorm: Das Druckvolumen hat sich verdoppelt, der Maschinenpark ist mitgewachsen. Jedes Jahr verlassen 45 Millionen gedruckte Seiten das Druck- und Logistikzentrum der WienIT, dem zentralen IT & Business Partner der Wiener Stadtwerke Gruppe. Um die deutlich gestiegenen Anforderungen auch in Zukunft mit höchster Effizienz abzuwickeln, haben die Delivery- und Output-Services der WienIT ein neues Druck- und Logistikzentrum im 21. Bezirk bezogen. Von dort liefern 25 E-Lastenmopeds jeden Tag CO2-frei rund 20.000 Poststücke in ganz Wien aus. Und es sollen noch deutlich mehr werden, so der Plan des zuständigen Bereichsleiters Gerhard Divischek.

WienIT-Zusteller:innen liefern täglich 20.000 Briefe aus. (Foto:Bubu Dujmic)

Die Anforderungen sind in den letzten Jahren enorm gestiegen: Von der Druckvorbereitung, über den Druck bis zur Auslieferung an die Endkund*innen und die revisionssichere Archivierung digitaler Dokumente sind die Delivery- und Output-Services der WienIT die zentrale Anlaufstelle für alle Print-Vorhaben der Wiener Stadtwerke-Gruppe. Egal ob Gehaltszettel, Stromrechnung, personalisiertes Info-Schreiben an die Kund*innen oder die Jahreskarte der Wiener Linien: Im Hintergrund läuft alles bei WienIT zusammen – auch die Zustellung an die Endkund*innen. Um einerseits die dahinter liegenden Prozesse noch effizienter zu gestalten und andererseits noch nachhaltiger und ressourcenschonender zu produzieren, wurde jüngst ein neues Druck- und Logistikzentrum in Wien Strebersdorf bezogen. Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke-Gruppe, kommentiert: „Mit ihren Delivery- und Output-Services trägt die WienIT dazu bei, den CO2-Ausstoss in der Stadt zu reduzieren. Bis 2029 wird die Stadtwerke Gruppe 9,4 Milliarden Euro investieren, um die Dekarbonisierung ihrer Energiesysteme umzusetzen und das klimaneutrale Wien bis 2040 zu ermöglichen. Die Praxis zeigt, dass es viele kleinere und größere Schritte braucht, um dieses Ziel zu erreichen. Die Investition in das neue Druck- und Logistikzentrum ist einer dieser Schritte, dem noch viele weitere folgen werden.“

Deutlicher Ausbau des Zustellservices geplant

Im Sommer 2020 startete bei WienIT der Probebetrieb für die CO₂‑freie Auslieferung von Poststücken der Wiener Stadtwerke‑Gruppe, die in der WienIT-eigenen Druckerei hergestellt werden. Mittlerweile fahren Tag für Tag 25 E-Lastenmopeds durch Wien und legen jedes Jahr 110.000 Kilometer zurück. „Diesen einmaligen Service wollen wir weiter ausbauen. Mein Ziel ist es, auf Sicht von drei bis fünf Jahren an die 100 Zusteller*innen zu beschäftigen“, erklärt Gerhard Divischek, Bereichsleitung Delivery- und Output-Services bei WienIT. Wobei Divischek extra betont, dass alle Zusteller*innen direkt bei WienIT in Vollzeit beschäftigt sind und kein Leihpersonal eingesetzt wird. Ein in der Zustellbranche nicht alltäglicher Zustand: „Trotzdem schaffen wir es, unsere Zustellung deutlich günstiger anzubieten als der Markt“, so Divischek.

Das Geheimnis des Erfolgs: Während bei zahlreichen Mitbewerber*innen speziell beim Sortieren der Briefe manuelle Arbeitsschritte anfallen, werden die personalisierten Briefe von WienIT schon in der richtigen Reihenfolge gedruckt und landen automatisch bei der richtigen Zustellerin bzw. dem richtigen Zusteller – oder vereinfacht ausgedrückt: Sobald die Daten und der Brieftext in der Druckmaschine zusammenlaufen, weiß der Brief schon, bei welchem/welcher Zusteller*in er landen wird. „Das ist natürlich eine Riesenherausforderung, da wir Druck und Zustellung ja jeden Tag neu planen müssen“, erklärt Divischek: „Durch den Einsatz unserer ausgeklügelten Logistiksoftware mit leistungsstarken Servern und einem speziellen Algorithmus für die Routenplanung gelingt uns das sehr gut.“

Nicht zuletzt aufgrund dieses digitalen Wettbewerbsvorteils und des konkurrenzfähigen Angebots ist Divischek zuversichtlich, was den Ausbau der Partnerschaften betrifft. Eine solche Partnerschaft existiert seit einiger Zeit mit dem Kommunikations- und Druckdienstleister Vendo, der die Zustellung von Vendo-Sendungen innerhalb des Zustellnetzes der WienIT vorsieht. „Als Tochter der Wiener Stadtwerke-Gruppe mit unserer langjährigen Erfahrung sind wir natürlich auch ein interessanter Ansprechpartner für kommunale Einrichtungen“, meint Divischek. Er ist überzeugt, dass die Zustellung von gedruckten Dokumenten auch in Zukunft reüssieren wird: „Unsere Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass nach dem coronabedingten Hype bei der digitalen Zustellung das Pendel wieder umgeschlagen ist. Wir wachsen, weil die Menschen das gedruckte und persönlich zugestellte Schriftstück weiterhin schätzen“, erklärt Divischek.

Der Fokus der Delivery- und Output-Services liegt auf hochvolumigem, personalisierten Massendruck, der in der hochspezialisierten Transaktionsdruckerei abgewickelt wird. Das Portfolio umfasst weiters den Kartendruck für Jahreskarten (z.B. für Wiener Linien) im Scheckkartenformat, über die Auslieferung bis hin zur Entwicklung und Wartung von Workflows für das Dokumentenmanagement und bei der Formularerstellung. Die Archivierung digitaler Dokumente erfolgt in einem revisionssicheren, DSGVO-konformen Datenspeicher.

Um CO2 zu vermeiden, hat man bei WienIT, gemäß den hohen Umweltstandards der Stadt Wien, von Anfang an auf die Zustellung mittels E-Lastenmopeds gesetzt. Diese Lösung ist nicht nur klimaneutral, sondern birgt auch eine Fahr- und Zustellungsgarantie – selbst für den Fall, dass Umweltstandards, etwa bei einem Smog-Alarm, verschärft werden sollten. „Mit dieser Transportlösung entlasten wir die Umwelt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung sowie zu einer nachhaltigen City-Logistik. Mit unseren Delivery- und Output-Services tragen wir aktiv dazu bei, die Bundeshauptstadt klimafreundlicher zu gestalten“, resümiert Gerald Stöckl, Geschäftsführer der WienIT.

Populär

IT-Projekte: Einreichen und gewinnen – eAward 2026!

Der Wirtschaftspreis eAward zeichnet Digitalisierungsprojekte aus dem Raum...

Überraschendes Aus für Sanierungsbonus

Nach nur zwei Monaten ist Schluss. Seit 2. Februar sind keine Anträge für die...

Was 2026 kommt und wichtig wird

Wir haben unsere Leser*innen befragt, was 2026 kommt und wichtig wird....

Die Meinungsführer*innen: Führungskräfte auf LinkedIn

LinkedIn ist die mit Abstand wichtigste Businessplattform im Netz. Exklusiv...

Die Top 12 Persönlichkeiten, die Österreich bewegen

Wechsel, Neubestellungen und Verantwortungen: Wer zu Jahresbeginn 2026 für...

Neue NÖ Bauordnung ab 1. März in Kraft

Mit 1. März 2026 tritt die umfassende Novelle der Niederösterreichischen...

Aus der Praxis: Verlust des Werklohns

In der Rubrik „Aus der Praxis“ gibt Roland Weinrauch, Weinrauch Rechtsanwälte, den Leser*innen...

Langer Weg mit viel Potenzial

Trotz technologischer Fortschritte verläuft der Ausbau der...

Eventtipp: Enquete KI 2026

In einer Zeit, in der Unternehmen mit dauerhaft hohen Energiepreisen,...

Cybersecurity im Fadenkreuz

Digitale Sicherheit ist längst Chefsache. KI-gestützte Angriffe, geopolitische...

KI in 2026: Vom Alltagswerkzeug zum strategischen Betriebssystem

Künstliche Intelligenz ist im Begriff, ihren Sonderstatus zu verlieren und...

Mit Stromspeichern Geld verdienen

Die Energiewende bringt nicht nur herausfordernde Umstellungen für Unternehmen mit sich,...