Sunday, April 05, 2026

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Eine Plattformlösung für Mobilitätsdaten zeigt eindrucksvoll die Zukunft von Versicherungsservices und Kontaktmöglichkeiten mit den Endkund*innen.

Bild: iStock


Die Generali Versicherung belohnt sicheres Autofahren und die ökologisch bessere Fortbewegung mit dem Fahrrad oder der Bahn. Analysiert werden mit der »Generali Mobility App« Geschwindigkeit, Beschleunigung, Brems- und Kurvenverhalten, aber auch Gefahrenquellen wie die Handynutzung am Steuer. Durch achtsames Fahrverhalten und »Challenges« werden Erfolgspunkte und Gewinn-Tickets gesammelt, die gegen Belohnungen, Gutscheine und Rabatte eingetauscht werden können.

Dieses »Kontextualisieren von Mobilitätsverhalten« ist laut dem Umsetzungspartner Harald Trautsch, CEO und Co-Founder von Dolphin Technologies, auf vielseitige Weise möglich. Anlassbezogen werden den Kund*innen Informationen und Services bereitgestellt – zum Beispiel in Verknüpfung mit Wetterdiensten für Hagelwarnungen, um das Auto in die Garage zu stellen. Oder Empfehlungen, den Wagen auch einmal stehen zu lassen: Statistiken zufolge passieren ein Viertel aller Unfälle im Straßenverkehr in den ersten drei Minuten. Gleichzeitig haben 40 % aller Fahrten in Österreich eine Dauer von weniger als zehn Minuten. Demnach spart bei Strecken von unter zwei Kilometern das Fahrrad oder ein Fußweg – sofern dies möglich ist – nicht nur Geld, sondern ist oftmals auch zeitlich effizienter, meint der Experte.

Auch ein smarter Kfz-Versicherungstarif der Porsche Bank bietet Vergünstigungen bei einer achtsamen Fahrweise und weniger gefahrenen Kilometern. Der Einbau eines GPS-Geräts im Fahrzeug ist nicht notwendig, das Monitoring von Geschwindigkeit und Beschleunigung erledigt die »Smart Driver«-App am Handy. Die Nutzer haben es in der Hand, ihre Versicherungskosten um bis zu 20 % zu reduzieren.

Weitere ortsbasierte Services sind übers Handy denkbar, etwa für den Sportbereich oder den Handel. Das Wiener Unternehmen setzt kräftig auch auf KI. So werden mit Large-Language-Modellen internationale Wetterinformationen in verschiedenen Formaten für die Anwendung vereinheitlicht. KI wird auch eingesetzt, um die Funktionstüchtigkeit der App auf den Endgeräten zu gewährleisten und Einstellungen im Betriebssystem zu optimieren.

Trautsch beschäftigt sich intensiv mit dem Technologiephänomen KI. Dass Data Science und die KI-Modellsprache »Model Context Protocol (MCP)« Telematikservices massiv verändern werden, darüber spricht er im Podcast »Insurance Telematics« (Link). Der Techniker weiß: Wer das Potenzial KI-gestützter Geschäftsprozesse bei eigenen Services für die Kunden ausschöpfen will, sollte die Technik von Grund auf verstehen und selbst formen können.

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Bild: Harald Trautsch ist CEO und Co-Founder von Dolphin Technologies.

Dolphin Technologies hat mit dem Kunden Vienna Insurance Group App-Nutzer*innen vor allem in Zentral- und Osteuropa – und weitere Pilotprojekte in gut 15 Ländern. Vertrieblich hilft gut die Möglichkeit eines »Fast Prototyping« der App: Firmenfarben, Logos und Basisfunktionen der gewünschten Service-App sind innerhalb einer Minute erstellt, der Prototyp ist über einen QR-Code aus dem Apple- oder Google-App-Store installiert und verfügt bereits über die Datenschnittstelle für eine funktionstüchtige Demo.

»Ein solcher Pilot hat früher mindestens 50.000 Euro an internen und externen Kosten verursacht. Mit unserer Technologie habe ich auf Knopfdruck eine funktionierende Anwendung, die ich dem Vorstand zeigen kann«, setzt der Dolphin-CTO auf einen niederschwelligen Zugang. Er will auch mit seinem Pod­cast eine große Lücke schließen: »Viele Unternehmen wissen gar nicht, was man mit der Technologie alles machen kann.«

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