Donnerstag, Juli 16, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Ein KI-Agent für Förderanträge, Unterricht für mehr Bildungsgerechtigkeit, verträglichere Krebstherapien, effiziente CO2-Einsparungen, eine semantische Suchmaschine für Immobilien sowie praktische Sicherheitstipps für den Alltag mit Kindern. Technologien, Forschung und soziale Projekte zur Stärkung der Lebensqualität und des Standorts Österreich.

Frau mit Handy
Bild: iStock

Kärntner Agent

Kärntner_Agent_Gruppenfoto_eAward_2026.jpg

Bild: Im Dienste des Landes Kärnten: ­Johannes Winkler, Matthias Bergner, Florian Widmann, Petra Aigner und CIO Christian Inzko.

Ein KI-Agent des Landes Kärnten unterstützt die automatisierte Bearbeitung von Förderanträgen im Rahmen der »Raus aus Öl«-Förderung. Wie es funktioniert: Bürger*innen reichen ihre Anträge über Formulare und hochgeladene Unterlagen ein. Der Agent prüft automatisch auf Vollständigkeit, Plausibilität und Verwertbarkeit und liest die Daten zum Beispiel aus Rechnungen, Nachweisen sowie Identitätsdokumenten aus. Die Daten werden in ein standardisiertes Format überführt und an den elektronischen Akt (ELAK) zur automatischen Weiterverarbeitung übergeben. Der Prozess wird über »Fabasoft Done« angestoßen und in die klassische Verwaltungsbearbeitung integriert. Die technologische Grundlage bildet »KärntenGPT«, ein in einem lokalen Rechenzentrum betriebenes Large Language Model. Dadurch bleiben hohe Standards bei Datenschutz, Datensicherheit und Datensouveränität gewährleistet. Der KI-Agent entlastet die Verwaltung bei zeitaufwendigen Routineaufgaben und beschleunigt die Bearbeitung, während die fachliche Entscheidung weiterhin bei den zuständigen Mitarbeiter*innen liegt.

 

Orientierungshilfe

Orientierungshilfe_Heinz_Mayr_c_Pi_Mal_Daumen.jpg

Bild: Der YouTuber Heinz Mayr aus Bergheim ist hauptberuflich in der IT-Branche tätig.

Mathematik-Unterstützung darf keine Frage des Einkommens sein, findet Heinz Mayr. Mit der Plattform »Pi Mal Daumen« bietet der Salzburger kostenlose Erklärvideos, Matura-Vorbereitung und Live-Streams auf YouTube an, in denen auch direkt Fragen gestellt werden können. Der Fokus des digitalen Bildungsprojekts liegt auf Inhalten für Schüler*innen in den verschiedensten Schulformen. »Ich habe es immer schwierig gefunden, Geld dafür zu verlangen, jungen motivierten Menschen zu helfen«, verrät Mayr. Er betrachtet Mathematik als Werkzeug zur Orientierung in der Wirtschaft und Gesellschaft: Ob Technik, Medizin, Finanzen, Klima, Digitalisierung oder KI – überall werden mathematische Modelle verwendet. »Deshalb sollten möglichst viele Menschen Zugang zu guter mathematischer Bildung haben«, so der engagierte Experte. Im Juni wurde dazu auch eine App für Android und iOS gelauncht.
www.youtube.com/@PiMaIDaumen

 

Krebsforschung

Krebsforschung_Beate_Rinner_c_Lunghammer.jpg

Krebs zählt weiterhin zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Besonders problematisch sind dabei die Nebenwirkungen vieler Therapien sowie die Fähigkeit von Tumoren, im Verlauf Resistenzen gegen Medikamente zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund wird an der Medizinischen Universität Graz ein neues Christian-Doppler-Labor eingerichtet, das am Einsatz neuartiger Lipid-Emulsionen arbeitet. In dem gemeinsam mit dem Industriepartner Fresenius Kabi Austria finanzierten Programm wird eine neuartige, intravenös verabreichbare Emulsion auf Basis von Omega-3-Fettsäuren aus Algenöl entwickelt. Dabei bilden dreidimensionale, patient*innenspezifische Tumormodelle nicht nur Tumorzellen ab, sondern auch ihr biologisches Umfeld inklusive Immunzellen. »Damit können wir die Erkrankung deutlich näher an der Realität untersuchen als in klassischen Zellkulturen«, erklärt Laborleiterin Beate Rinner (Bild). Ziel ist es, bestehende Chemotherapien wirksamer zu machen und gleichzeitig ihre Verträglichkeit zu verbessern.
www.medunigraz.at 

 

Effizienz

Effizienz_iStock-928084196.jpg

Die »EDM Toolbox« des niederösterreichischen Technologieherstellers LineMetrics vereinfacht das Energiedatenmanagement von Gebäuden und Anlagen radikal – ohne eigene Hardware, ohne IT-Projekt und sofort einsatzbereit. Per App werden Nutzer*innen durch einen geführten Prozess zur strukturierten Erfassung von Standorten, Gebäuden und Zählerinfrastruktur geleitet. Eine integrierte KI erkennt Zähler automatisch am Foto, liest Zählernummer und Zählerstand aus, plausibilisiert die Werte und ordnet sie selbstständig der passenden Messstelle zu. Mit Toolbox aus der Cloud entsteht in wenigen Minuten ein vollständiges digitales Gebäude- und Energiekataster. Die Daten fließen in eine Plattform mit leistungsstarken Visualisierungen, normkonformer Energiebuchhaltung und praxistauglichem Energiemanagement – kompatibel zu ISO 50001 und ESG-Regularien und EU-Richtlinien wie der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Unternehmen, Gemeinden und EVU erhalten so einen leistbaren Einstieg in die Energiewende und sparen messbar CO2, Energie und Kosten.
www.linemetrics.com 

 

 

Immobiliensuche

Immobiliensuche_Team_c_Victoria_Pour.jpg

Bild: Das SearchPlace.ai-Team Markus Hammerschmid, Julian Wimmer, Vivienne Pour und Joshua Krick.

Mit SearchPlace.ai startet die erste semantische KI-Suchmaschine für Immobilien in Österreich. Die Anwendung bringt die Freitextsuche erstmals in einen Messaging-Dienst und macht die Immobiliensuche so einfach wie eine Chat-Nachricht. Im Gegensatz zu klassischen Portalen mit starren Filtern versteht SearchPlace.ai natürliche Spracheingaben. Nutzer*innen können ihre Wünsche so formulieren, wie sie tatsächlich suchen würden – etwa »eine helle Familienwohnung, mit Balkon und Aussicht ins Grüne, Nähe Schönbrunn, unter 1.200 Euro mit mindestens 3 Zimmern«. Die KI erkennt Zusammenhänge, durchsucht alle relevanten Plattformen gleichzeitig und liefert in Sekunden präzise Ergebnisse. »Niemand möchte zehn Portale gleichzeitig durchklicken. Unser Anspruch ist es, den Zugang radikal zu vereinfachen und allen kostenlos zugänglich zu machen«, sagt COO Vivienne Pour. Ziel des SearchPlace.ai-Teams ist es, die modernste Immobiliensuche Europas zu entwickeln – und langfristig die Standardsuche weltweit.
www.SearchPlace.ai 

 

App statt Aua

App_stat_Aua_Hoppala_App_Foto.jpg

Bild: Das KFV-Team Branko Todorovic, Maria Feher-Lehrner, Julia Sattes, Sabine Kaulich, Christoph Feymann und Tim Bodhi unterstützt dabei, Kinder von klein auf für potenzielle Gefahren zu sensibilisieren.

Egal ob beim Spielen, Sporteln, im Straßenverkehr oder zu Hause, Hoppalas gehören zum Großwerden dazu. Damit nichts Schlimmeres passiert, bietet nun eine App Sicherheitstipps für den Alltag mit Kind. »Hoppala« ist eine Entwicklung des Österreichischen Kuratoriums für Verkehrssicherheit zum Thema Kindersicherheit. Die Smartphonelösung richtet sich an Eltern, Erziehungsberechtigte und Pädagog*innen von Kindern aller Altersgruppen und bietet umfassende, alltagsnahe Sicherheitstipps aus den Bereichen Verkehr, Freizeit, Haushalt, Web und Outdoor. Zu jedem Tipp werden konkrete Aufgaben angeboten, die in einer persönlichen Liste gesammelt und Schritt für Schritt umgesetzt werden können. Eine Suchfunktion sowie eine übersichtliche Kategorisierung erleichtern das Auffinden der Inhalte. Ein Dashboard liefert den Überblick, welche Tipps bereits gelesen oder bearbeitet wurden. Ergänzt wird das Angebot mit Informationen zu Notrufnummern und kindgerechte Videos.
https://hoppalaapp.at/