Sunday, April 05, 2026

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Austrian Datacenter Association: Business Breakfast im Dialog mit der Energiewirtschaft.

Aktuell werden neue Rechenzentrumsprojekte in Österreich von insgesamt 500 Megawatt diskutiert. Zu den großen Herausforderungen zählen dabei der Projektwildwuchs und die Energieversorgung. Die Austrian Datacenter Association hat bei ihrem Business Breakfast die Energiewirtschaft eingeladen, Lösungen und Zukunftsmodelle zu diskutieren. „Wir brauchen einen Energiepakt für Rechenzentren. Dafür müssen wir in den Dialog mit Netzversorgern und der Politik kommen und für die konkreten, zukunftsfähigen Projekte Netzzugang schaffen“, sagt Martin Madlo, Präsident der Austrian Datacenter Association und Geschäftsführer von Digital Realty Österreich.

Bild oben: Die Vortragenden Frank Dumeier, Christian Schiemer, Thomas Wedl, Christian Köfinger, Martin Höller, mit Doris Volkmann und Martin Madlo von der ADCA und Martin Szelgrad, Report Verlag.

Österreich hatte zuletzt einen jährlichen Zuwachs seiner Rechenzentrumskapazitäten von vier Prozent. Die Wachstumsrate der anderen europäischen Sekundärmärkte liegt bei 20 Prozent. „Wir brauchen strikte Maßnahmen gegen den Wildwuchs“, fordert Madlo und berichtet, dass die einzelnen Länder ganz unterschiedlich mit der Herausforderung umgehen. Die Bandbreite reicht von nicht refundierbaren Deposits zu „Use it or lose it“-Konzepten, bei denen Rechenzentrumsbetreiber zugesagte Netzkapazität verlieren, wenn sie diese nicht in Anspruch nehmen. Madlo identifiziert die entscheidenden Handlungsfelder: die Eindämmung von Spekulationsprojekten, eine Standortlenkung, Lastmanagement, eine Netzentwicklungsplanung, nationale Ausbaupläne, die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz berücksichtigen und eine entsprechende Transparenz.

Bei dem ADCA-Business Breakfast stellte Wien Energie-Experte Thomas Wedl das Zukunftsnetz der Wien Energie mit der Sektorkopplung IT und Energie vor. Christian Schiemer von der Netz Niederösterreich berichtete von seiner Erfahrung mit Datacenter-Projekten in der jüngsten Vergangenheit und den Anforderungen an ein modernes Stromnetz, das „sowohl steigenden Verbrauch als auch steigende Einspeisung“ abbilden muss. „Eine strategische Netzplanung reicht 10 Jahre in die Zukunft“, betont Schiemer. Frank Dumeier von QR-Energie stellte innovative Ansätze mit Power Units vor: Sonne-Wind-Kombinationen, die spezifisch errichtet werden. „Mit Wind und Sonne haben wir die günstigsten Stromquellen, die das Netz nicht belasten“, betont der Unternehmer. Der AIT-Experte Christian Köfinger sieht in der Wärmenutzung der Rechenzentren hohe Potenziale: „Der primäre Zweck ist nicht, Wärme zu produzieren, aber sie entsteht.“ Man müsse sich ansehen, wie sie genutzt werden kann. „Abwärme und Wärmepumpen werden einen wesentlichen Beitrag liefern“, ist er überzeugt. Dieses Thema vertiefte im Anschluss Martin Höller, der für die Wien Energie das Abwärme-Projekt von Digital Realty und der Klinik Floridsdorf vorstellte.

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