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Stirbt das Empfehlungs-Marketing aus?

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Während das Influencer Marketing in den letzten Jahren immer präsenter und wichtiger wurde, die Social Media Nutzerzahlen stiegen, scheint nun der Peak erreicht zu sein.

Immer mehr Unternehmen fragen sich, ob das investierte Marketingbudget den entsprechenden Return on Investment (ROI) bringt oder ob das Geld lieber für andere Marketingkanäle ausgegeben werden sollte. Alle voran a&o Hostels. Hier investiert man ab sofort kein Geld mehr in Influencer Marketing.

Instagram, Youtube und Co. - hitzige Diskussion ohne Happy End?

Die Ära der mehr als gut bezahlten Influencer scheint vorüber. Viele haben auf Facebook gestartet, sind dann jedoch durch immer stärke Einschränkungen der Reichweite des Newsfeeds zur "kleinen" Schwester Instagram gewechselt. Hier entstand in den letzten Jahren ein regelrechter Boom und immer mehr Nachwuchsmodels, Sportler und medial wirksame Künstler haben das Portal genutzt, um sich in kurzer Zeit eine sehr große Fangemeinde zu erspielen. Sogar Katzen haben Instagram Profile und erfreuen sich einer großen Fangemeinde.

Während auf Facebook diverse Fanpages mit mehreren Millionen Followern lediglich "nur" noch durchschnittliche Engagements (Likes, Kommentare, Shares) erzielen können, hat Instagram das Tor zu den Nutzern geöffnet. Einige Influencer auf Instagram bekommen 2500 bis 5000 Euro für ein einziges Bild und damit gehören sie noch nicht zu den Bestverdienern. Nun scheint es so, als ob der Hype ein schnelles Ende finden wird, denn auch bei Instagram ist es mit der Hilfe von Bots möglich, Reichweite vorzutäuschen, Fanzahlen zu fälschen und somit ein beliebtes Profil zu erzeugen, dessen Inhalte jedoch kaum von einem echten Menschen gelesen werden.

Unternehmen stehen Influencern oftmals skeptisch gegenüber

Thomas Hertkorn, Online-Marketing Chef bei a&o gibt zu bedenken: "Es gibt sehr wenig redaktionelle Kontrolle und kaum messbaren Impact. Die Kosten sind im Gegensatz dazu unverhältnismäßig hoch." Diese und weitere Gründe haben zu der Entscheidung geführt, dass a&o Hostels keinen Cent mehr in Influencer Marketing investieren. Es solle keine "Kostentreiber" geben, sondern ein "echter Mehrwert für unsere Gäste" entstehen, fügt er noch hinzu.

Große Analyse gab Aufschluss über die Reichweite und Effektivität von Influencern

Toan Nguyen, Partner in der Werbeagentur Jung von Matt/Sports, hat eine langfristig angelegte Analyse der 1200 bekanntesten Influencer Kanäle durchgeführt und ist zu mehreren interessanten Ergebnissen gekommen. Der Boom sei im Sommer 2018 vorbei gewesen. Hier hatten die Kanäle den Peak in Sachen Reichweite, Engagements und Postings erreicht. Nur die Influencer, die ein enges Verhältnis zu Ihren Fans haben, könnten weiter existieren und wachsen. Gemeint sind damit die Kanäle mit Persönlichkeit, auf denen die Betreiber sich zeigen wie sie sind und sich nicht für eine Werbebotschaft nach der anderen verbiegen.

Der Algorithmus und die Glaubwürdigkeit stünden vielen Influencern im Weg. Wer sein Profil mit gekauften Inhalten und Likes hochpushen möchte und gleichzeitig durch unglaubwürdige Fotos arbeitet, wird lediglich das Herz des eigenen Bankkontos höher schlagen lassen, aber nicht die Herzen der Fans und der Werbetreibenden.

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