Kontrolle und Druck töten jede Innovation
Zwei exzellente Logiken. Ein System. Ein Widerspruch.
Viele Organisationen und auch die Politik fordern Innovation. Viele Organisationen führen mit denselben Regeln wie die Produktion. Mehr Kontrolle. Mehr Druck. Mehr KPIs. Mehr Reporting. Und dann wundert man sich, warum nichts Neues entsteht. Das ist kein Motivationsproblem. Kein Talentproblem. Kein Generationenproblem. Es ist ein Logikfehler.
Produktion funktioniert unter Druck. Repetitive Arbeit braucht
Genau hier wirkt Druck. Er erhöht Effizienz und reduziert Varianz. Maschinen sind großartig darin. Deshalb automatisieren wir Produktion seit Jahrzehnten. Deshalb werden Menschen dort Schritt für Schritt ersetzt. Maschinen sind schneller, billiger und zuverlässiger, wenn der Weg bekannt ist und das Ziel klar definiert ist. Zuerst im mechanischen Bereich, jetzt im Bereich von Daten und Wissen.
Innovation funktioniert genau andersherum. Sie lebt von
Sie braucht Zeit ohne Rechtfertigungszwang und Räume, in denen Abweichung nicht sanktioniert wird. Wer Innovation mit Produktionslogik führt, eliminiert Abweichung – und damit jede echte Neuerung. Nicht absichtlich. Sondern systematisch.
Lass Dir etwas Neues einfallen. Du hast 5 Minuten Zeit. Los.
Das Paradoxon moderner Organisationen ist offensichtlich und dennoch erstaunlich stabil. Man sagt: „Seid innovativ", und misst weiter Effizienz. Man fordert unternehmerisches Denken und bestraft Fehler. Man ruft nach neuen Ideen und lässt keinen Raum für Experimente. Das Ergebnis sind hochqualifizierte Menschen, die gelernt haben, sich anzupassen. Nicht, weil sie nichts können. Sondern weil Anpassung belohnt wird.
Die unbequeme Wahrheit ist einfach: Wer kreative Arbeit mit Druck und Kontrolle führt, bekommt dressierte Affen. Und wundert sich über fehlende Innovation.
Maschinen sind uns in Wiederholung, in Prozessen überlegen. Roboter übernehmen mechanisch wiederholbare Tätigkeiten. Computer / KI übernehmen logische repetitive Tätigkeiten.
Menschen sind dort überlegen, wo es keine klaren Regeln, keine stabilen Prozesse und keine sicheren Antworten gibt. Wenn man Menschen auf Effizienz trimmt, werden sie unkreativ.
Die eigentliche Führungsfrage lautet daher nicht: Wie erhöhen wir die Produktivität? Sondern: In welchem Film spielen unsere Leute gerade – und dürfen sie den Film wechseln, und wie begleiten wir sie dabei?
Wir sollten reden.
Ich freu mich darauf
Werner
Produktion funktioniert unter Druck. Repetitive Arbeit braucht
- klare Abläufe / Prozesse,
- keine Abweichungen / Standardisierung,
- Messbarkeit und Kontrolle.
Genau hier wirkt Druck. Er erhöht Effizienz und reduziert Varianz. Maschinen sind großartig darin. Deshalb automatisieren wir Produktion seit Jahrzehnten. Deshalb werden Menschen dort Schritt für Schritt ersetzt. Maschinen sind schneller, billiger und zuverlässiger, wenn der Weg bekannt ist und das Ziel klar definiert ist. Zuerst im mechanischen Bereich, jetzt im Bereich von Daten und Wissen.
Innovation funktioniert genau andersherum. Sie lebt von
- Regelbruch,
- von Irrtümern und Fehlschlägen,
- von Unsicherheit.
Sie braucht Zeit ohne Rechtfertigungszwang und Räume, in denen Abweichung nicht sanktioniert wird. Wer Innovation mit Produktionslogik führt, eliminiert Abweichung – und damit jede echte Neuerung. Nicht absichtlich. Sondern systematisch.
Lass Dir etwas Neues einfallen. Du hast 5 Minuten Zeit. Los.
Das Paradoxon moderner Organisationen ist offensichtlich und dennoch erstaunlich stabil. Man sagt: „Seid innovativ", und misst weiter Effizienz. Man fordert unternehmerisches Denken und bestraft Fehler. Man ruft nach neuen Ideen und lässt keinen Raum für Experimente. Das Ergebnis sind hochqualifizierte Menschen, die gelernt haben, sich anzupassen. Nicht, weil sie nichts können. Sondern weil Anpassung belohnt wird.
Die unbequeme Wahrheit ist einfach: Wer kreative Arbeit mit Druck und Kontrolle führt, bekommt dressierte Affen. Und wundert sich über fehlende Innovation.
Maschinen sind uns in Wiederholung, in Prozessen überlegen. Roboter übernehmen mechanisch wiederholbare Tätigkeiten. Computer / KI übernehmen logische repetitive Tätigkeiten.
Menschen sind dort überlegen, wo es keine klaren Regeln, keine stabilen Prozesse und keine sicheren Antworten gibt. Wenn man Menschen auf Effizienz trimmt, werden sie unkreativ.
Die eigentliche Führungsfrage lautet daher nicht: Wie erhöhen wir die Produktivität? Sondern: In welchem Film spielen unsere Leute gerade – und dürfen sie den Film wechseln, und wie begleiten wir sie dabei?
Wir sollten reden.
Ich freu mich darauf
Werner
Dieser Artikel ist erschienen unter https://www.linkedin.com/pulse/kontrolle-druck-t%C3%B6ten-jede-innovation-werner-illsinger-awxtf/
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About the author
Werner Illsinger ist Mitgründer des 4future Institute und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in IT-Infrastruktur und Digitalisierung. Er war u. a. Geschäftsführer der Raiffeisen Informatik Consulting sowie in international leitenden Rollen bei Microsoft tätig.
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