Glossar: Hybride Arbeitswelt
Sabine Zinke, Beraterin bei M.O.O.CON, und Trendforscher Franz Kühmayer haben sechs Erfolgsfaktoren für das Arbeiten in der Post-Corona-Zeit definiert:
1. Klare Regeln: Das Büro wird der Hauptarbeitsort bleiben, es wird jedoch vermehrt durch das Homeoffice ergänzt – voraussichtlich als 3+2-Modell. Damit Mitarbeiter*innen stationär und mobil effizient und konfliktfrei zusammenarbeiten, braucht es einen klaren Rahmen. Dazu zählen Betriebsvereinbarungen und Absprachen im Team. Die Wahl der Kommunikationstools muss überdacht werden. Auch neue Formate sind gefragt, damit wichtige Informationen und das Wir-Gefühl nicht verloren gehen.
2. Neue Rolle des Büros: Das Büro bietet künftig die Basis für Zusammenarbeit, Begegnung, Austausch, Lernen und Innovation. Flächenreduktionen aufgrund geringerer Auslastung sind jedoch möglicherweise verfrüht. Gerade in wissensarbeitorientierten Branchen wird das Büro zum identitätsstiftenden Begegnungsort. Die Verschiebung von Alleinarbeitsplätzen zu mehr Gemeinschaftsflächen war bereits vor Corona spürbar und erfährt unter dem Eindruck der Homeofficeerfahrungen einen starken Entwicklungsschub.
3. Technische Ausstattung: Basis allen mobilen Arbeitens ist die technische Infrastruktur. Was während des ersten Lockdowns noch tolerierbar war, wurde nun professionalisiert. Bei Um- und Neubauplänen wird hybrides Arbeiten bereits mitgedacht, damit bei Meetings ein Austausch auf Augenhöhe möglich ist. Die neuen technischen Standards haben auch Auswirkungen auf die Raumgestaltung. Ein weiterer Faktor ist das Thema Sicherheit: Der Umgang mit sensiblen Daten muss klar geregelt sein – vom sicheren Aktenschrank über die Entsorgung von Papierdokumenten bis zur Verschlüsselung von digitalen Daten.
4. Neue Führungskultur: Hybrides Arbeiten fordert Selbststeuerung und Eigenverantwortung bei den Mitarbeiter*innen und eine Vertrauenskultur, die auch den Führungskräften einiges abverlangt. Viele Steuerungsmittel, die sich im direkten Miteinander bewährt haben, brauchen eine Neuausrichtung oder Äquivalente im Digitalen. Gleichzeitig öffnet sich hier ein Freiraum für eine neue Vertrauenskultur.
5. Neue Kompetenzen: Künftig sind Kompetenzen gefragt, die über technische Fertigkeiten weit hinausgehen – etwa Selbststeuerung, Kommunikationsfähigkeit und das Pflegen der emotionalen Verbundenheit. Bei aller Eigenverantwortung bekommt in der hybriden Arbeitswelt auch das Aufeinanderschauen eine besondere Bedeutung.
6. Employee Experience: Recruiting, Onboarding, Talent Management, Benefits, Firmenfeiern – sämtliche Touchpoints zwischen Mitarbeiter*innen und Unternehmen müssen neu betrachtet und um virtuelle Angebote erweitert werden. Auch wenn wir in Zukunft weniger Zeit gemeinsam im Büro verbringen, darf das Atmosphärische unserer Arbeitswelt nicht verloren gehen.
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