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Bei der ersten Crew-Mission der NASA Richtung Mond seit mehr als 50 Jahren verlässt man sich auch auf Technik aus Österreich. Das Wiener Unternehmen TTTech liefert den Kern des Datennetzwerks der NASA Orion Raumkapsel und ihres europäischen Servicemoduls.

NASA Artemis mit Technologie aus Österreich
Bild: iStock

Erstmal seit 53 Jahren ist wieder eine Crew zu einer NASA- Mondmission aufgebrochen. Der zehntägige Flug um den Mond ist ein Meilenstein des internationalen “Artemis”-Programms, denn erstmals nach langjähriger Entwicklung und Erprobung werden die Orion -Raumkapsel und ihr Launch-System für den Serieneinsatz verwendet. Produkte von TTTech stellen hier die sicherheitskritische Datenkommunikation sämtlicher Lebenserhaltungs- und Steuerungssysteme sicher. 

„Artemis ist das Raumfahrtprogramm unserer Generation, das nach über 50 Jahren Menschen zum Mond zurück und später zum Mars bringen wird. Es schafft die Voraussetzung einer kommerziellen Nutzung der Ressourcen des Mondes. Ausfallssichere Computersysteme sind hier eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der Mission. Wir sind unglaublich stolz, hier mit anderen Technologieführern aus den USA und Europa einen Beitrag dazu leisten zu können,“ sagt Christian Fidi, Leiter des Bereichs Luft- und Raumfahrt bei TTTech.

Die NASA Orion Raumkapsel wird vom US-Unternehmen Lockheed Martin gebaut, das Flugsteuerungssystem liefert Honeywell Aerospace. TTTech und Honeywell Aerospace arbeiten seit Jahrzehnten erfolgreich zusammen. In Europa hat TTTech jahrelang die Projektpartner von europäischer Raumfahrtagentur ESA und Airbus dabei unterstützt, alle Datenverbindungen im europäischen Servicemodul und zur Orion-Kapsel zu testen. TTTech baut dabei auf mehr als 25 Jahre branchenübergreifende Erfahrung in der Luft- und Raumfahrt, der Industrie, Energiewirtschaft und kritischen Infrastruktur, aber auch bei mobilen Maschinen und dem automatisierten Fahren.

Warum ausfallsichere Datenkommunikation und robuste Elektronik so wichtig sind, erklärt Christian Fidi so: „Im Weltall gibt es keinen ÖAMTC, keine Wartungsmöglichkeiten. Elektronische Systeme müssen so ausgelegt und abgesichert sein, dass sie nicht nur über Jahrzehnte lang einwandfrei funktionieren, sondern auch der Strahlung im Weltraum widerstehen können. Unsere Lösungen haben wir dank der ESA-Beiträge Österreichs und der Unterstützung der FFG entwickeln und auf den Markt bringen können. Heute werden sie in allen Modulen des Lunar Gateway und weit darüber hinaus eingesetzt – so leistet auch die österreichische Raumfahrtindustrie einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der bemannten Raumfahrt.“

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