Sunday, April 05, 2026

Mehrwert für Manager

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Bosch Österreich wurde im Vorjahr stark ausgebremst.

Helmut Weinwurm, CEO der Robert Bosch AG, rechnet erst 2026 wieder mit Rückenwind. Investiert wird in der Bosch Gruppe trotzdem.

Mit 1,25 Milliarden Euro erzielte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen um 9,4 Prozent weniger Umsatz auf dem österreichischen Markt als 2023. Besonders betroffen waren die Geschäftsbereiche »Mobility« und »Industrial Technology«. »Der weltweit rückläufige Automobilmarkt sowie erhebliche Marktschwächen in manchen Branchen haben sich auch auf Bosch in Österreich ausgewirkt«, so Helmut Weinwurm, Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich. Positiv entwickelten sich die Segmente »Consumer Goods« und »Energy & Building Technology«. Hier profitierte man von Kühlsystemen und anderen energieeffizienten Haustechniklösungen. Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist zuletzt gesunken, derzeit werden noch staatlich geförderte Aufträge aus dem Vorjahr abgearbeitet. Viele Kund*innen warten ein mögliches Förderprogramm für 2026 ab.

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation investierte das Unternehmen rund 200 Millionen Euro – 16 % des Jahresumsatzes – in Forschung und Entwicklung. Weitere 32 Millionen Euro flossen in den Ausbau der Infrastruktur, u.a. im Großmotorenwerk Hallein und im Wasserstoff-Kompetenzzentrum in Linz. An dieser Strategie will man auch künftig festhalten und Innovationen kontinuierlich vorantreiben. »Österreich hat sich innerhalb der Bosch-Gruppe als wichtiger F&E-Standort etabliert. Wir gestalten Zukunftstechnologien in Wachstumsfeldern wie Wasserstoff und Elektrifizierung mit«, erklärt der Bosch-Manager.

Das Unternehmen entwickelt in Österreich Wasserstoff-Lösungen für den weltweiten Einsatz – von Elektrolyse-Stacks bis zu neuen Großmotoren-Einspritzsystemen für alternative Kraftstoffe wie Methanol. Weiters arbeitet Bosch Österreich an Soft- und Hardware für alle Antriebsarten, vernetzten Mobilitätslösungen sowie Automobil-Radarsystemen.
Das laufende Geschäftsjahr bleibt auch aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten anspruchsvoll. Im ersten Quartal 2025 lag der Umsatz der Bosch-Gruppe auf dem österreichischen Markt noch unter dem Vorjahresniveau, erklärt Weinwurm: »Mit konjunkturellem Rückenwind ist wohl erst 2026 zu rechnen.«

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