Friday, May 01, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Bosch Österreich wurde im Vorjahr stark ausgebremst.

Helmut Weinwurm, CEO der Robert Bosch AG, rechnet erst 2026 wieder mit Rückenwind. Investiert wird in der Bosch Gruppe trotzdem.

Mit 1,25 Milliarden Euro erzielte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen um 9,4 Prozent weniger Umsatz auf dem österreichischen Markt als 2023. Besonders betroffen waren die Geschäftsbereiche »Mobility« und »Industrial Technology«. »Der weltweit rückläufige Automobilmarkt sowie erhebliche Marktschwächen in manchen Branchen haben sich auch auf Bosch in Österreich ausgewirkt«, so Helmut Weinwurm, Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich. Positiv entwickelten sich die Segmente »Consumer Goods« und »Energy & Building Technology«. Hier profitierte man von Kühlsystemen und anderen energieeffizienten Haustechniklösungen. Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist zuletzt gesunken, derzeit werden noch staatlich geförderte Aufträge aus dem Vorjahr abgearbeitet. Viele Kund*innen warten ein mögliches Förderprogramm für 2026 ab.

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation investierte das Unternehmen rund 200 Millionen Euro – 16 % des Jahresumsatzes – in Forschung und Entwicklung. Weitere 32 Millionen Euro flossen in den Ausbau der Infrastruktur, u.a. im Großmotorenwerk Hallein und im Wasserstoff-Kompetenzzentrum in Linz. An dieser Strategie will man auch künftig festhalten und Innovationen kontinuierlich vorantreiben. »Österreich hat sich innerhalb der Bosch-Gruppe als wichtiger F&E-Standort etabliert. Wir gestalten Zukunftstechnologien in Wachstumsfeldern wie Wasserstoff und Elektrifizierung mit«, erklärt der Bosch-Manager.

Das Unternehmen entwickelt in Österreich Wasserstoff-Lösungen für den weltweiten Einsatz – von Elektrolyse-Stacks bis zu neuen Großmotoren-Einspritzsystemen für alternative Kraftstoffe wie Methanol. Weiters arbeitet Bosch Österreich an Soft- und Hardware für alle Antriebsarten, vernetzten Mobilitätslösungen sowie Automobil-Radarsystemen.
Das laufende Geschäftsjahr bleibt auch aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten anspruchsvoll. Im ersten Quartal 2025 lag der Umsatz der Bosch-Gruppe auf dem österreichischen Markt noch unter dem Vorjahresniveau, erklärt Weinwurm: »Mit konjunkturellem Rückenwind ist wohl erst 2026 zu rechnen.«

Populär

IT-Projekte: Einreichen und gewinnen – eAward 2026!

Der Wirtschaftspreis eAward zeichnet Digitalisierungsprojekte aus dem Raum...

Was 2026 kommt und wichtig wird

Wir haben unsere Leser*innen befragt, was 2026 kommt und wichtig wird....

Überraschendes Aus für Sanierungsbonus

Nach nur zwei Monaten ist Schluss. Seit 2. Februar sind keine Anträge für die...

Cybersecurity im Fadenkreuz

Digitale Sicherheit ist längst Chefsache. KI-gestützte Angriffe, geopolitische...

Die Meinungsführer*innen: Führungskräfte auf LinkedIn

LinkedIn ist die mit Abstand wichtigste Businessplattform im Netz. Exklusiv...

Aus der Praxis: Verlust des Werklohns

In der Rubrik „Aus der Praxis“ gibt Roland Weinrauch, Weinrauch Rechtsanwälte, den Leser*innen...

Die Top 12 Persönlichkeiten, die Österreich bewegen

Wechsel, Neubestellungen und Verantwortungen: Wer zu Jahresbeginn 2026 für...

Neue NÖ Bauordnung ab 1. März in Kraft

Mit 1. März 2026 tritt die umfassende Novelle der Niederösterreichischen...

Eventtipp: Enquete KI 2026

In einer Zeit, in der Unternehmen mit dauerhaft hohen Energiepreisen,...

Aus für Sanierungsbonus: Das sagt das Ministerium

Am 2. Februar verkündete das Umweltministerium das überraschende Aus für die...

Langer Weg mit viel Potenzial

Trotz technologischer Fortschritte verläuft der Ausbau der...

Mit Stromspeichern Geld verdienen

Die Energiewende bringt nicht nur herausfordernde Umstellungen für Unternehmen mit sich,...