Friday, April 24, 2026

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Weniger Energie, mehr Leistung – die Zukunft der Cloud kommt aus Europa

Ein Kommentar von Stefan Schäfer, Head of Marketing Central & Eastern Europe, OVHcloud.

Die digitale Wirtschaft befindet sich in einer tiefgreifenden Transformationsphase: Datenvolumen steigen exponentiell und KI-Modelle und -Anwendungen werden rechenintensiver. Unternehmen in Österreich und ganz Europa stehen vor der Frage, wie sie ihre digitale Infrastruktur gleichzeitig leistungsfähig und nachhaltig betreiben können. Die Antwort darauf liegt nicht allein in immer stärkerer Hardware, sondern vor allem in intelligenter Architektur. Hier setzt der europäische Cloud-Anbieter OVHcloud an, mit einer neuen Generation der Wasserkühlung in seinen Rechenzentren.

Klassische Kühlverfahren stoßen bei immer größerer Rechenleistung an Grenzen. Als Antwort auf diese Entwicklung stellt OVHcloud die fünfte Generation seiner Rack-Architektur mit Wasserkühlung für die eigenen Rechenzentren vor: ein vollständig neu konzipiertes System, das den Wasserverbrauch und den Strombedarf der Kühlinfrastruktur um bis zu 50 Prozent reduziert. Gekühlt werden CPU und GPU in den Servern durch eigens entwickelte Direct-to-Chip-Wasserkühler, die die Wärme direkt an einen geschlossenen Wasserkreislauf abgeben, der durch das gesamte Rechenzentrum fließt.

Das vollständig überarbeitete Kühlmodul wird außerhalb des Racks platziert und kann mehrere Rack-Reihen gleichzeitig kühlen. Jedes Modul arbeitet sensorbasiert und intelligent: Mit über 30 verbauten Sensoren überwacht es Wasserdruck, Temperatur, Durchflussgeschwindigkeit, Materialbelastung sowie Umgebungstemperatur.

Die KI-gestützte Steuerung passt die Kühlleistung laufend an den tatsächlichen Bedarf an. Das System reagiert sowohl auf wechselnde Außentemperaturen als auch auf kurzfristige Lastspitzen im Datenverkehr oder bei GPU-intensiven Rechenjobs. Das Ergebnis ist ein Kühlkreislauf, der nicht einfach läuft, sondern lernt, optimiert und vorausdenkt.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind im Rechenzentrumsbetrieb keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Gerade im industriell geprägten Mittelstand, im Energiesektor und in der öffentlichen Verwaltung von Österreich wächst das Bewusstsein, dass Rechenleistung ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist. Gleichzeitig wird der ökologische Fußabdruck der IT zum entscheidenden Kriterium für zukünftige Investitionen.

Wer früh auf energieeffiziente, KI-optimierte Systeme setzt, kann nicht nur Kosten senken, sondern auch Innovationsspielräume schaffen – etwa für datengetriebene Services, oder KI-basierte Produktionsprozesse. Die Zukunft der österreichischen Wirtschaft hängt davon ab, ob sie diese Technologien als Grundlage für neue Wertschöpfung erkennt. Wer in intelligente Cloud- und Rechenzentrumsarchitektur investiert, investiert in Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und in eine nachhaltige digitale Zukunft »Made in Europe«. 

Stefan Schäfer, OVHcloud: »Der ökologische Fußabdruck der IT
wird zum entscheidenden Faktor für Investitionen.«

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