Friday, March 27, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Die UBM schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn vor Steuern von Ꞓ 3,9 Mio. ab. 2024 stand noch ein Minus von € 23,2 Mio. zu Buche. Haupttreiber war der weiterhin starke Einzelverkauf von Wohnungen, der im Vergleich zum bereits starken Jahr 2024 nochmals um 12 % gesteigert werden konnte. Für 2026 traut sich der Vorstand noch keine seriöse Prognose abzugeben.

Bild: Der Vorstand der UBM Development AG mit Martina Maly-Gärtner, COO, Thomas G. Winkler, CEO, Patric Thate, CFO, und Peter Schaller, CTO (v.l.n.r.; Copyright: Philipp Horak).

Insgesamt hat die UBM im Jahr 2025 452 Wohnungen verkauft und den Umsatz um 31,1 % erhöht. „Die Assetklasse Wohnen hat die Krise hinter sich gelassen. Haupttreiber sind ein rückläufiges Angebot, steigende Preise und eine ungebrochen hohe Nachfrage. Wer wartet, gewinnt nicht“, sagt UBM-CEO Thomas G. Winkler.

2.000 Wohnungen & Portfolio Re-Balancing
Mit rund 2.000 Wohneinheiten in den Kernmärkten Österreich, Deutschland und Tschechien ist die UBM im weiterhin dynamischen Wohnungsmarkt gut positioniert. Im Zuge eines Portfolio-Rebalancings werden Mittel freigesetzt und in „Bezahlbares Wohnen“ umgeschichtet. In diesem Segment besteht bereits heute ein erheblicher, bislang unzureichend gedeckter Nachfragedruck, der weiter zunehmen wird. Durch Standardisierung, Vorfertigung und Modularisierung sollen die Baukosten deutlich reduziert werden. Voraussetzung für die Bezahlbarkeit sind aber auch wesentlich reduzierte Genehmigungszeiten und eine erhebliche Vereinfachung der überbordenden Vorschriften. Künftig verfolgt die UBM eine Zwei-Produkt-Strategie („Bezahlbar“ und „Premium“). Im Premium-Segment bleibt der Fokus auf Holz-Hybrid-Bauweise in urbanen Lagen. Im Segment „Bezahlbares Wohnen“ setzt die UBM auf Technologieoffenheit, eine nachfrageorientierte geografische Ausrichtung über A-Städte hinaus sowie die Erhöhung ihres Pipeline-Volumens.

Stabile Finanzposition, keine Dividende
Zum Jahresende verfügt die UBM über liquide Mittel in Höhe von Ꞓ 117,7 Mio. Die Platzierung des vierten Green Bonds im Oktober 2025 brachte zusätzliches Kapital und diente zugleich der Glättung des Rückzahlungsprofils. Im Mai wird die UBM die ausstehenden Ꞓ 73 Mio. der Sustainability-Linked Anleihe 2021 planmäßig zurückzahlen. Zudem ist vorgesehen, das Hybridkapital 2021 mit dem Step-up am 18. Juni zurückzuführen und durch Genussrechtskapital zu ersetzen. Die Nettoverschuldung konnte zum Jahresende um 3,4 % auf Ꞓ 527,6 Mio. reduziert werden (2024: Ꞓ 545,9 Mio.). Bei einer Bilanzsumme von Ꞓ 1.092,3 Mio. und einem Eigenkapital von Ꞓ 350,2 Mio. ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 32,1 % (2024: 29,1 %). Diese liegt wieder bequem innerhalb der angestrebten Bandbreite von 30–35 %. Der Personalstand wurde in den letzten vier Krisen-Jahren um über 40 % auf 211 Mitarbeitende zum Jahresende 2025 reduziert und wird auch im Jahr 2026 fallen. Aufsichtsrat und Vorstand sind gemeinsam zu der Empfehlung gelangt, dass die Ausschüttung einer Dividende in der aktuellen wirtschaftlichen Situation noch nicht geboten ist. Der Entfall der Dividende wird der Hauptversammlung als Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die Branchenentwicklung sowie aus Solidarität gegenüber allen anderen Stakeholdern der UBM vorgeschlagen. So wird es abermals auch keine Boni geben.

Ausblick
Für 2026 geht die UBM von positiven Effekten der Marktbereinigung aus. Die anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten führen zu einer Flucht in Sachwerte, während der Nachfrageüberhang im Wohnen die Verkaufsdynamik und Preisentwicklung unterstützt. 2026 wird außerdem bestimmt von der Cash-Freisetzung und der Umschichtung von Mitteln und Ressourcen in Bezahlbares Wohnen. Besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf einem vorausschauenden Cash-Management, um die Liquiditätssituation jederzeit stabil zu halten. Aufgrund der anhaltenden Volatilität und schwer vorhersehbaren Marktentwicklung ist eine konkretere Guidance für das Geschäftsjahr 2026 allerdings aktuell nicht möglich.

ThemaThema

Studie zeigt: Milliardenimpulse durch Sanierungsförderung

Das Aus für den Sanierungsbonus sorgt weiter für Unverständnis. Denn eine Studie, dass der »Sanierungsbonus 2023/24« des damaligen Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK) trotz einer angespannten Konjunktur signifikante volkswirtschaftliche Effekte ausgelöst hat.

Leben & StilView all