Freitag, Juli 17, 2026

Mehrwert für Manager

Mit dem neuen Fassadensystem FlectoLine hat HELLA eine intelligente, hochautomatisierte Lösung entwickelt, die sich an der Natur orientiert. FlectoLine kombiniert die Gewinnung erneuerbarer Sonnenenergie mit maximaler Energieeffizienz und individuellem Komfort für die Nutzer des Gebäudes.

Adaptive Fassadenlösung von HELLA
Das Ergebnis mit Anleihen aus der Bionik: eine Fassade nach dem Vorbild der Natur. Bildquelle: ITKE-ITFT University of Stuttgart

„FlectoLine ist ein Meilenstein in der Entwicklung nachhaltiger Fassadenlösungen für die Nullenergiegebäude der Zukunft“, freut sich Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der HELLA Gruppe. Das Unternehmen beteiligte sich als Technologiepartner an dem internationalen Forschungsprojekt der Universität Stuttgart. Das österreichische Familienunternehmen lieferte bauphysikalische Tests, technische Komponenten und umfassendes Material- und System-Know-how. Weiters übernahm das Unternehmen die Verantwortung für die Systemsteuerung.

Vom digitalen Zwilling zur Testinstallation
Die Experten der Abteilung HELLA InnovationLAB haben über zwei Jahr am digitalen Zwilling eines bestehenden Gebäudes die Wärme- und Lichtverhältnisse sowie die erzeugte Sonnenenergie aus Photovoltaik-Elementen simuliert. Die gewonnenen Daten waren Grundlage für eine Testinstallation an der Fassade eines Gebäudes im Botanischen Garten der Universität Freiburg.
Zudem installierte HELLA Sonnenschutzsensoren, die von der hauseigenen Steuerungstechnik entwickelt wurden, im Inneren des Gebäudes. Die Sensoren der Serie ONYX.TAG liefern tagaktuelle Werte aus den Innenräumen, die das Forschungsteam mit Echtzeitdaten aus Wetterprognosen kombinierte, um die automatisierte Steuerung der Außenanlage weiter zu optimieren. Die Ziele waren eine ideale Innenausleuchtung bei verlässlichem Blendschutz, energiesparende Wärmeregulierung und so viel Sonnenenergiegewinnung wie möglich zu erreichen.

Anleihen aus der Bionik
Neben der smarten Steuerung punktet das innovative Fassadensystem auch mit seinem raffinierten Materialmix und der revolutionären Funktionsweise. Das Forschungsteam nahm sich ein Beispiel an den Flügeln eines Insektes und den Blattbewegungen einer Wasserpflanze und entwickelte Beschattungselemente, die mit fließenden Bewegungen wie Schmetterlingsflügel wirken und mit einem Schließmechanismus an fleischfressende Pflanzen erinnern. Die Elemente richten sich für die Energiegewinnung optimal und flexibel nach dem Verlauf des Sonnenstandes aus und beschatten zugleich die Glasfassade.

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