Saturday, April 04, 2026

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Die Generali-Arena hat ihre komplette WLAN-Infrastruktur erneuert und setzt nun als erstes Stadion Europas durchgängig auf den Standard WiFi-7. Der Ausbau soll den steigenden Datenverkehr bei Großveranstaltungen abfedern und digitale Abläufe im Stadionbetrieb stabilisieren.

Johannes Dobretsberger, Harald Zagiczek, Michael Nowak und Markus Löschnigg mit einem AirEngine Access Point (v.l.n.r.) / ©Huawei/Catharina Rieder

Austria Wien ersetzte im Oktober das bisherige WiFi-5-Netz der Arena und reagiert damit auf wachsende Anforderungen, die sich aus videobasierten Anwendungen und digitalisierten Services ergeben. Vorstand Harald Zagiczek beschreibt die betriebliche Notwendigkeit klar: „Ein Stadion braucht ein belastbares WLAN-Netzwerk, das auch bei maximaler Auslastung alle Services abdecken kann.“

Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit Huawei und der Medialine AG. Beide Partner führen an, dass die Generali-Arena das erste Stadion in Europa ist, dessen Netz vollständig auf WiFi-7 basiert. Huawei-Sprecher Michael Nowak formuliert es so: „Es ist das erste Stadion in ganz Europa, dessen Netzwerk vollständig mit WiFi-7-Technologie betrieben wird.“

Installation und Ausrichtung

Für die Installation wurde das Stadion detailliert vermessen, um die Positionen der Access Points präzise festzulegen. Medialine-Geschäftsführer Markus Löschnigg beschreibt die Ausgangslage: „Wir haben hier eine hohe Dichte, das heißt: viele Menschen auf kleiner Fläche. Das ist immer eine besondere Herausforderung.“

Die Ausrichtung der Antennen sei dabei zentral: „Wenn Antennen nicht richtig ausgerichtet sind, ist die Verbindung nicht mehr gut.“ In den höheren Bereichen des Tragwerks kamen Industriekletterer zum Einsatz, da viele Zugänge baulich schwer erreichbar sind.

Zur Leistungsfähigkeit des erneuerten Netzes sagt Löschnigg: „Die Lösung ermöglicht auf Endgeräten vielfache Datenraten im Vergleich zu bisherigen Lösungen. Sie bietet unter Spitzenlasten hohe Stabilität und Geschwindigkeit.“ Gleichzeitig verweist er auf eine technische Grenze, die nicht im System selbst liegt: „Viele Endgeräte können heute noch kein WiFi-7. Wenn sich ein Gerät langsam verbindet, liegt das nicht am Netzwerk, sondern am Endgerät.“

Neben der Funktechnik wurde auch die kabelgebundene Netzebene erneuert. Mehrere hundert Access Points und Multi-Giga-Switches ersetzen die Infrastruktur, die seit dem Umbau 2018 in Betrieb war. Der Ausbau zielt darauf ab, im Stadionbetrieb große Datenmengen parallel zu bewältigen – von Ticketing bis zu Medienanwendungen.

Einordnung durch den Klub

Austria Wien verbindet das Projekt mit einer wachsenden digitalen Nutzung im Stadionumfeld. Marketingchef Johannes Dobretsberger sagt: „Der vollständige WiFi-7-Ausbau der Generali Arena ist ein entscheidender Schritt in einer Phase, in der unsere Zuschauer- und Mitgliederzahlen steigen und digitale Services für Fans wichtiger werden.“ Die verwendeten Komponenten stammen von Huawei, das seit 2007 mit einem Standort in Wien vertreten ist. Mit der Umrüstung legt der Klub die Grundlage für Anwendungen, die große Datenvolumina oder geringe Latenz benötigen.

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